(c) Pester Lloyd / 21 – 2015 POLITIK 18.05.2015

Der ungarische Außen- und Außenhandelsminister Péter Szijjártó will am Montag dem Iran einen offiziellen Besuch abstatten. Das ist der erste offizielle Besuch eines ungarischen Ministers seit 15 Jahren, vermerkt die staatliche Nachrichtenagentur IRNA. Allerdings waren – in der Orbán-Ära – mehrfach Regierungsdelegationen in der „Islamischen Republik“.
Bei einem Treffen dieser Tage habe der iranische Botschafter in Budapest, Mohammad-Reza Morshedzadeh sich mit einem Vertreter Szijjártós zur Vorbereitung des Treffens in Teheran getroffen, bei dem es um den „Ausbau der politischen und ökonomischem Beziehungen“ gehen soll. Ob es auch zu einem Treffen mit Präsident Rohani (Foto) kommen wird, blieb zunächst offen.
Bereits in der Vorwoche fand in der iranischen Hauptstadt eine Petrochemie-Messe statt, bei der ungarische Unternehmen, allen voran die teilstaatliche MOL, anwesend waren, aber u.a. auch die Firma Ganzair, die Kompressoren für die Gas- und Ölförderung herstellt und von den „riesigen Öl- und Gasreserven“ des Landes schwärmt. Zudem sei Iran ein „sehr sicheres Land“ und liege geographisch günstig, was es zu „einem passenden Handelspartner für Ungarn“ mache, meinte Geschäftsführer János Gidai.
Vor wenigen Tagen hatte die Budapester Stadtversammlung ein „Twin City“-Abkommen mit Teheran beschlossen. In diesem Beitrag finden sie auch weiterführenden Infos und Links zu den vielfältigen Annäherungen Ungarns und Irans . red.
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