(c) Pester Lloyd / 40 – 2009 KURZMELDUNGEN — gesammelte Meldungen dieser Woche aus dem Archiv.
Ungarn macht sich Hoffnung auf einen Oscar
05.10.2009 · Kultur
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Ungarn macht sich Hoffnung auf einen Oscar
Ungarns große Oscar-Hoffnung, der Film „Chamäleon“ von Kriszitna Goda ist zur Zeit auf Promotion-Tour durch Amerika. „Wir haben Kopien des Films an wichtige Akademiemitglieder geschickt.“ sagte eine Vertreterin des Studios und hofft so, die rund 250 Mitglieder zählende Jury wenigstens erst einmal zur Nominierung in der Kategorie „Bester nicht englischsprachiger Film“ zu bewegen, was schon an sich eine Auszeichnung ist. Zusätzlich hat man weitere Vorführungen angesetzt und sogar eine PR-Company, namens HungariCom, engagiert. Postkarten, Plakate und andere Werbeprodukte werden an Hollywood-Reporter verschickt. Im November gibt es in Los Angeles ein ungarisches Filmfestival, bei dem „Chamäleon“ der Eröffnungsfilm sein wird. Auch auf Festivals in Palm Springs und Osaka wird er gezeigt werden. Derzeit gibt es 80 Einreichungen für die Auslandskategorie beim rennommiertesten Filmpreis der Welt. Am 28. Januar werden daraus fünf Filme für die engere Wahl nominiert. In Kooperation mit kultura.hu
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Statue für Piroska-Schöpfer
05.10.2009 · Kultur
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Statue für Piroska-Schöpfer
Dem deutschen Schriftsteller Hugo Hartung wurde in Székkutas, unweit von Hódmezövásárhely, ein Denkmal errichtet. Der 1902 geborenen Vogtländer (gest. 1972 in München) brachte den Ort und die Region mit seinem Roman „Ich denke oft an Piroska“ zu einem gewissen Ruhm. Das Buch wurde später mit Lilo Pulver verfilmt und ein echter Kassenschlager. Die Geschichte, eine etwas romantisierende Jugenderinnerung eines alternden Schriftstellers, wurde im Film zu einer peppig-kitschigen Komödie verbraten, die noch bis heute die Ursache für viele Ungarn-Klischées darstelt. Tatsächlich war Hartung 1922 kurz selbst in Ungarn, die Geschichte ist aber dennoch ein Phantasieprodukt, wie es bei guten Geschichten auch der Fall ist. Bei der Einweihung der Statue am Gemeindehaus, waren auch Vertreter Familie Hartung anwesend. In Kooperation mit kultura.hu
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Urteile wegen Erstürmung der TV-Zentrale in Budapest
07.10.2009 · Politik
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Urteile wegen Erstürmung der TV-Zentrale in Budapest
Das Budapester Landgericht hat am Freitag sechs Personen wegen der Erstürmung der Fernsehzentrale während der Ausschreitungen 2006 verurteilt. Einer der Angeklagten erhielt eine Haftstrafe von drei Jahren, ein weiterer von zwei Jahren, die anderen Angeklagten bekamen Bewährungsstrafen zwischen einem und zwei Jahren. Alle Urteile sind erstinstanzlich und noch nicht rechtskräftig. Das Gericht sah es in allen Fällen als erwiesen an, dass die Angeklagten „gewaltsam die Tätigkeit einer öffentlichen Einrichtung“ gestört haben. Weitere Delikte waren Sachbeschädigung, Haus- und Landesfriedensbruch, Körperverletzung, Widerstand gegen die Staatsgewalt und Vandalismus. Die Anwälte kündigten Berufung an.
In der Nacht vom 18. auf den 19. September 2006 kam es zu gewalttätigen Ausschreitungen auf dem Budapester Freiheitsplatz, Hunderte stürmten das Gebäude des Staatlichen Fernsehen MTV. Bei den Krawallen wurden 191 Polizisten verletzt, 21 davon schwer, auch etliche Demonstranten erlitten Verletzungen. Bereits 12 Personen wurden bereits verurteilt, alle auf Bewährung, auf zwanzig weitere wartet noch eine Gerichtsverhandlung. Die rechtsbürgerliche Opposition will auch die, aus ihrer Sicht ausufernde, Polizeigewalt untersucht wissen. Ein entsprechender Bericht einer Kommission entlastete die Polizei, ihrer Meinung nach, zu Unrecht.
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