(c) Pester Lloyd / 51 – 2009 KURZMELDUNGEN — gesammelte Meldungen dieser Woche aus dem Archiv.
Rettungsmilliarden für Budapester Verkehrsbetriebe
14.12.2009 · Nachrichten
Die schwer verschuldeten und skandalträchtigen Budapester Verkehrsbetriebe werden jetzt mit einer Notzahlung von 23 Milliarden Forint, rund 84 Mio EUR zum vorläufigen Überleben im Jahre 2010 befähigt. Das beschlossen Stadt und Staat in einer Krisensitzung. Daran gekoppelt ist die Ausarbeitung und Umsetzung eines „Verhaltenskodex“ und eines Ausbaus der Controlling-Maßnahmen, die verhindern sollen, das sich die bekannt gewordenen Fälle von überhöhten Abfindungen und illegalen Lohnfortzahlungen nach Kündigung wiederholen können. Die bereit gestellten Mittel sind kein Kredit, sondern ei Zuschuss, der in die Finanzplanung der BKV eingearbeitet werden soll und die größten Lücken notdürftig stopfen wird. Es ist nicht das erste Mal, dass der BKV aus der Patsche geholfen werden muss.
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Ungarn bei Protesten in Kopenhagen verhaftet
14.12.2009 · Nachrichten
Beim Weltklimagipfel in Kopenhagen fanden am Wochenende zahlreiche Demonstrationen statt, an denen sich über 100.000 Menschen beteiligten, die vor allem die Zögerlichkeit und das Gepokere der Staatschefs bei Maßnahmen gegen den Klimawandel anprangerten. Die Polizei nahm insgesamt rund 900 Personen vorläufig fest, etliche davon in sogenannten „vorbeugenden Gewahrsam“, eine rechtlich umstrittene Maßnahme. Davon betroffen waren auch einige ungarische Aktivisten, die wohl zu nahe an den schwarzen Block geraten waren. Rund ein Dutzend Vertreter der ungarischen Greenpeace-Sektion und Mitglieder der grün-alternativen Partei LMP kamen so in Haft und beschwerten sich anschließend über unangemessene Polizeigewalt.
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Ungarisches Gericht weist Soros` Einspruch ab
14.12.2009 · Nachrichten
Ungarisches Gericht weist Soros` Einspruch ab
Das Oberlandesgericht Budapest hat die Klage des Soros Funds Management gegen eine Geldstrafe der staatlichen Finanzaufsichtsbehörde abgewiesen. Damit muss der Investmentfonds des illustren Spekulanten umgerechnet 1,8 Millionen EUR Strafe für einen spekulativen und illegalen Angriff auf die Aktien der OTP-Bank im Herbst 2008 bezahlen. Die Strafe entspricht dem Vierfachen des vermuteten Gewinnes aus dem Geschäft. George Soros, gebürtiger Ungar und einer der erfolgreichsten Fondsmanager der Welt, bedauerte die Angelegenheit zwar, er wollte nicht gegen die eigene Heimat spekulieren, doch könne er nicht erkennen, dass einer seiner Mitarbeiter gegen geltendes ungarisches Recht verstoßen habe. Soros warnte schon vor Jahren for Finanz- und Immobilienblasen und geißelt regelmäßig in wirtschaftsphilosophischen Betrachtungen den kurzfristigen Gewinn. Genau damit machten seine Fonds aber, auch in der Krise, Milliardenprofite. Soros übt über Stiftungen viel Einfluss auf die Bildungslandschaft vor allem der ehemaligen Ostblockstaaten aus. Zum Thema:
Soros Fonds zockte gegen Ungarn
Rekordstrafe gegen Soros Fonds Management Gesellschaft wegen Attacke auf OTP-Aktie
Kluge Köpfer gegen die Krisen des Kapitalismus George Soros gründet in Ungarn ein Institut, quasi gegen sich selbst
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Ungarn bereitet sich auf Winterchaos vor
14.12.2009 · Nachrichten
Für diese Woche ewarten die ungarischen Meterologen teils heftige Schneefälle, vor allem aber sehr glatte Straßen durch frierende Feuchtigkeit. Der Straßendienst rüste sich für katastrophale Verhältnisse, hieß es aus der Verwaltung des Komitates Pest. Vor allem in Pest, in der Hauptstadt, der Region Komárom-Esztergom und dem Bakony-Gebirge wird mit widrigen Straßen- und Wetterverhältnissen gerechnet. Der Wetterdienst warnt vor allem vor spiegelglatten Landstraßen und Schneeverwehungen. Das Amt für Katastrophenschutz sieht sich gut gerüstet, fordert aber die Autofahrer nochmals eindringlich auf, ihre Fahrzeuge mit Winterreifen auszurüsten. Der Wetterbericht meldet für Mittwoch-Donnerstag heftigen Schnee und Schneeregen bei Temperaturen zwischen -1 und -5 Grad, am Wochenende wird es bitter kalt mit Tagestemperaturen von um die -10 Grad und weiterem Schneefall.
Infos: www.idojaras.hu
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Reallöhne sinken schneller
18.12.2009 · Wirtschaft
Reallöhne in Ungarn sinken schneller
Die ungarischen Realeinkommen sind in diesem Jahr bis zum Oktober um 3,2 Prozent gefallen. Die Bruttoeinkommen um 1,6%. Im September konnten zumindest diese noch um 0,7% zulegen. Die Nettoeinkommen stiegen, dank kleinerer gesetzlicher Änderungen um 1,4%, doch wegen des Reallohnverlustes hat davon kein Arbeitnehmer irgendetwas. Die Zahlen veröffentliche das Statistische Zentralamt am Mittwoch. Im öffentlichen Bereich sanken die Bruttolöhne auf Jahresbasis um 12,6%, durch Wegfall von 13. Gehältern und Prämien. In der Privatwirtschaft stiegen die Bruttolöhne durchschnittlich um 4,6% in den ersten zehn Monaten des Jahres. Der 3,2%ige Reallohnverlust berechnet sich auf eine Inflationsannahme von 4% von Januar bis Oktober. Die negative Entwicklung der Löhne läßt bereits Spekulationen aufkommen, dass die Zentralbank die Leitzinsen von derzeit 6,5 bald auf unter 6% senken könnte, weil sich die Inflationsgefahr, so zynisch das klingt, durch die geringere Kaufkraft ebenfalls verringert.
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