(c) Pester Lloyd / 2 – 2010 KURZMELDUNGEN — gesammelte Meldungen dieser Woche aus dem Archiv.
Audi Ungarn sieht 2009 trotz allem als Erfolgsjahr
15.01.2010 · Wirtschaft
Audi Ungarn sieht 2009 trotz allem als Erfolgsjahr
Auch wenn die Motorenproduktion deutlich zurückgegangen ist und sich die Fahrzeugherstellung in Györ 2009 fast halbiert hat, stuft die Audi Hungaria Motor Kft, einer der größten Exporteure und Arbeitgeber in Ungarn, das zurückliegende Krisenjahr als insgesamt positiv ein. Man konnte durch die Einführung von 11 neuen Motorentypen seine technologische Kompetenz demonstrieren und das Krisenjahr ohne substantiellen Personalabbau überbrücken, sagte Geschäftsführer Thomas Faustmann in einer Aussendung. Die Jahresendferien wurden wegen der verbesserten Auftragslage sogar kürzer gehalten als zunächst geplant. 2009 hat Audi in Ungarn 1,384 Millionen Motoren hergestellt, minus 27% zum Vorjahr mit über 1,9 Millionen. Die Autoproduktion ging um 46% zurück, 32.603 Audi TT, Coupé und Roadsters sowie A3 Cabrios verließen das Werk.
Druckversion
Terrorwarnung für Budapest-Bamako Rallye
15.01.2010 · Nachrichten
Das ungarische Außenministerium fordert die Veranstalter der Rallye Budapest-Bamako dringend zur Absage des Events auf. Konkrete Hinweise auf geplante Terroranschläge, vor allem auf dem Streckenabschnitt zwischen Mauretanien und Mali, würden die Sicherheit der Teilnehmer, Organisatoren und auch Unbeteiligter zu stark gefährden. Das Ministerium veröffentlichte am Donnerstag in Budapest eine entsprechende Stellungnahme. Erschwerend komme hinzu, dass Ungarn in den beiden besonders gefährdeten westafrikanischen Ländern keinerlei diplomatischen Vertretungen unterhalte und daher im Notfalle dort auch nichts für seine Staatsbürger unternehmen könne. Die Budapest-Bamako Rallye hatte sich vor vier Jahren als Konkurrenz zur damals abgesagten Rallye Dakar gegründet und konnte sich mittlerweile schon als größtes Trans-Sahara-Rennen etablieren, das zusätzlich auch Charity-Aktivitäten in den Durchfahrtsländern entwickelte.
Infos über die Budapest-Bamako Rallye (Wiki)
Offizielle Webseite der Veranstalter
Druckversion
Keine neuen Biobauern in Österreich?
15.01.2010 · Wirtschaft
Keine neuen Biobauern in Österreich?
Seit Dezember 2009 fördert Österreich keine Landwirte mehr, die auf eine biologische Wirtschaftsweise umsteigen wollen. Das berichtet die Zeitung „Kurier“ mit Bezug auf den zuständigen Referenten Johannes Fankhauser, beim Ministerium für Land- und Forstwirtschaft.
Eine Verlängerung der Einstiegsmöglichkeit in die Förderung erhielt im Parlament im Herbst keine Mehrheit. „Da es für Bio-Bauern eine fünfjährige Mindestbindungszeit gibt, können keine Verträge eingegangen werden, die über das Ende der Finanzperiode 2013 hinausgehen“, erklärt Fankhauser. An die 18.100 Euro Zahlungen erhielt ein durchschnittlicher Bio-Betrieb jährlich – etwa als Ersatz für teurere Bio-Futtermittel und Ackerbewirtschaftung ohne Dünger und Spritzmittel. Fördermittel gibt es jetzt nur noch weiterhin für jene Bio-Betriebe, die ihre Anbauflächen erweitern möchten. Das Auslaufen des Agrarbudgets sei seit langem bekannt, kritisiert der Grüne Wolfgang Pirklhuber. Er sieht die Schuld bei Landwirtschaftsminister Niki Berlakovich, der es verabsäumt habe, mit Brüssel eine Regelung als Alternative zur Fünf-Jahresverpflichtung auszuverhandeln. Eigentlich sollte der Anteil der Biofläche an der gesamten landwirtschaftlichen Nutzfläche bis 2010 auf 20 Prozent gesteigert werden, derzeit sind es 13,4 Prozent. Sollten nun keine neuen Betriebe hinzu kommen, sieht Bio-Austria-Obmann Rudolf Vierbauch die Chancen als Bio-Musterland vertan. „Es wäre ärgerlich, wenn wir zu wenig Waren hätten, um uns auch in ausländischen Märkten zu positionieren.“ sagte er dem „Kurier“.
Druckversion
Streiktag 3 in Budapest: Verhandlungen bei BKV weiter ohne Ergebnis
15.01.2010 · Nachrichten
Streiktag 3 in Budapest: Verhandlungen bei BKV weiter ohne Ergebnis
Auch die Verhandlungen am Donnesrstag zwischen den Streikenden und dem Management der BKV wurden ergebnislos beendet. Mittlerweile habe das Streikkommitee auch Ministerpräsident Gordon Bajnai kontaktiert, um eine Vermittlung im Tarifstreit mit dem Management zu erreichen, sagte Streikleiter Gábor Nemes. Neben Lohnerhöhungen und einem neuen Tarifvertrag, fordern die Streikenden (etwa die Hälfte aller Angestellten), die Kürzung von Sozialleistungen, Zuschüssen zum Rentenfonds und Entlassungen. Bis zu einer Einigung, wird der Streik in Budapest unbeirrt fortgesetzt. Das Verkehrschaos der vergangenen Tage hält also vorerst an. Die Gespräche zwischen Management gestalten sich auch deshalb so schwierig, weil die Verhandler jeden Schritt mit 21 Teilgewerkschaften abstimmen müssen. Alles weitere zum BKV-Streik
Druckversion
KPMG: Kreditausfälle in Osteuropa werden noch steigen
15.01.2010 · Wirtschaft
KPMG: Kreditausfälle in Osteuropa werden noch steigen
Während die Banken selbst die Situation meist herunterspielen, sehen die Finanzberater der Wirtschaftsprüfungsgesellschaft KPMG die Lage auf dem Kreditmarkt in Osteuropa kritisch. Mindestens bis Mitte des Jahres 2010 werden sich die Kreditportfolios der ungarischen Banken noch weiter verschlechtern, sprich, die Zahl derjenigen, die ihre Kredite gar nicht oder nicht rechtzeitig zurückzahlen können, wird weiter steigen. Tamás Simonyi, KPMG-Direktor für Mittel- und Osteuropa, nannte es ein zusätzliches Problem, dass die ungarische Regierung aufgrund der angespannten Haushalts- und Verschuldungslage am Höhepunkt der Krise nicht in der Lage war mehr Geld in die Wirtschaft zu pumpen. Für die ungarischen Banken spielt vor allem das Handeln der Muttergesellschaften eine entscheidende Rolle, um über die Krise zu kommen. Die Krediausfallraten in Osteuropa Mitte 2010, sieht die KPMG wiefolgt: Ungarn, Polen und Tschechien 8-12%, Rumänien und Bulgarien 15-20%, Russland 25-30% und bis zu 45% in der Ukraine.
Druckversion
EBRD steigt bei polnischen und ungarischen Windfarmen ein
15.01.2010 · Wirtschaft
EBRD steigt bei polnischen und ungarischen Windfarmen ein
Mit 125 Mio EUR schießt die Europäische Bank für Wiederaufbau und Entwicklung eine Menge Kapital in zwei wichtige Windparkprojekte in Osteuropa. Mit dem Geld wird sich die EBRD an der polnischen sowie der ungarischen Tochter der Iberdrola Renovables aus Spanien beteiligen. Die 125 Mio werden durch neue Aktien investiert, die EBRD ist dann mit jeweils 25% an beiden Unternehmen beteiligt. Es ist – neben Estland – die erste direkte Investition über eine Beteiligung in Ungarn und Polen auf dem Gebiet der Erneuerbaren Energien durch diese Bank, dir von etlichen Staaten getragen wird und zunehmend die Finanzierungslücken füllt, die reguläre Banken durch „vorsichtiges Kreditmanagement“ aufreißen. Iberdrola Renovables ist in 23 Ländern aktiv und betreibt in Ungarn und Polen Windkraftanlagen mit einer Gesamtkapzität von 211 MW, bis Ende des Jahres sollen zwei weitere Windfarmen mit zusammen 98 MW hinzu kommen. Genau dazu braucht man das Geld der EBRD.
Druckversion
Unser monatlicher Nachrichtenspiegel: die wichtigsten Meldungen aus Ungarn und Mitteleuropa, einmal im Monat per E-Mail. Kostenlos, kein Spam, jederzeit abbestellbar.
Nachrichtenspiegel kostenlos abonnieren




