(c) Pester Lloyd / 11 – 2010 KURZMELDUNGEN — gesammelte Meldungen dieser Woche aus dem Archiv.
Pannon GSM wird zu Nortel
19.03.2010 · Nachrichten
Pannon GSM wird zu Telenor
Nach Medienberichten wird der ungarische Mobilfunkbetreiber Pannon GSM demnächst den Namen seines Eigentümers, der norwegischen Telenor übernehmen. Das Unternehmen selbst wollte diese Meldung vorerst nicht kommentieren. Pannon startete 1994 sein Mobilfunknetz in Ungarn und hat neben Vodafone und T-Mobile (früher Westel) die größten Marktanteile in Ungarn. Die Kosten für einen solchen Marken- bzw. Namenwechsel werden mit 7-15 Mio EUR beziffert. Pannon machte 2009 einen Umsatz von 177 Mrd. Forint (-11.3%), der Vorsteuergewinn betrug 73,4 Mrd. HUF, geringfügig weniger als ein Jahr zuvor. In Ungarn gab es im Januar 2010 11,83 Millionen Handyverträge (bei 10 Mio Einwohnern). Auf dieser Basis ist T-Mobile mit 43,23% klarer Marktführer, Pannon mit 34,7% auf Platz Zwei, Vodafone hält mit 22,09% Platz Drei.
Neueste Wahlumfrage für Ungarn: Fidesz und Jobbik legen zu, MSZP stagniert
19.03.2010 · Nachrichten
PESTER LLOYD DOSSIER Wahlen Ungarn 2010
Nach den aktuellen Umfragen im Vorfeld zu den Parlamentswahlen am 11. und. 25. April in Ungarn, konnten bis Mitte März das nationalkonservative Fidesz und die rechtsextreme Jobbik ihren Vorsprung in der Wählerunterstützung ausbauen, der Zuspruch für die Regierungspartei MSZP blieb dagegen unverändert niedrig. Unter den zur Wahl entschlossenen Befragten sprachen sich beim Institut Nezopont demnach 53 Prozent für den Fidesz aus (zuvor 49), bei Jobbik macht die Zustimmung 12% aus und erreicht damit fast den Wert der Sozialisten. Sowohl Jobbik als auch die Sozialisten können noch auf jeweils weitere 4%-Punkte rechnen, von Menschen, die zwar wählen wollen, sich aber noch nicht endgültig auf eine Partei festgelegt haben. Es ist also möglich, dass Jobbik auch die MSZP überflügelt und zweitstärkste Kraft im neuen Parlament wird.
Die Gruppe der noch Unentschlossenen eingerechnet haben sich auf für das moderat-konservative MDF sowie die neue grüne Partei LMP die Chancen erhöht, die 5%-Hürde zu überspringen. Immerhin 19% der Befragten wollten sich noch nicht auf eine Partei festlegen.
Nimmt man einen Schnitt der aktuell vorliegenden Umfragen, eingedenk der Fehlerquote, so wäre die Wahlprojektion derzeit folgende: Fidesz: 58-62%, MSZP 17-22%, Jobbik 12-20%, MDF 2-5, SZDSZ 1-2, LMP 2-5%. Je nach Anzahl der Parteien im Parlament ist eine Zwei-Drittel-Mehrheit der Mandate für Fidesz möglich.
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