(c) Pester Lloyd / 2 – 2013 KURZMELDUNGEN — gesammelte Meldungen dieser Woche aus dem Archiv.
Eurovegas in Ungarn findet weitere Finanzpartner
07.01.2013 · Nachrichten
Mega-Casino-Projekt Die Projektentwickler des Casino- und Entertainement Großprojektes Eurovegas im ungarischen Bezenye haben ihre Kriegskasse durch den Einstieg weiterer Finanziers aufgestockt, so dass die Baukosten für die rund 300 Mio. EUR teure erste Bauphase nun zu 60% abgedeckt seien. Das teilte die das Eurovegas-Projekt vertretende PR-Agentur der Nachrichtenagentur MTI mit
Dem seit über einem Jahrzehnt vor sich hin dümpelnden Megaprojekt (Abb. ein nicht offizielles Entwurfsfoto) der österreichischen Immobilienentwickler Hans Asamer und Alfred Supersberger, das nun zunächst in einer abgespeckten Form umgesetzt werden soll und seine kommerziellen Hoffnungen im wesentlichen auf eine 2006 erworbene und auf 20 Jahre lautende Casinolizenz setzt (die nach dem Verbor von Geldspielautomaten außerhalb solcher Lizenzen noch wertvoller geworden ist), erweitert um Hotel- und Kongressprojekte, gesellten sich mit der Kimberly Gruppe und einer spanischen Investorengruppe zwei weitere Geldgeber hinzu. Hauptpartner ist weiterhin die Hard Rock International Gruppe, die als Casino- Hotel- und Restaurantbetreiber in amerikanischen Indianerreservaten (Seminole Tribe of Florida) und darüber hinaus (Hard Rock Cafés, 2007 aufgekauft) groß geworden ist. Nach heutiger Planung soll 2014 die Eröffnung von Casino und Hotel stattfinden. Die Region und das Land hoffen auf rund 1.200 Arbeitsplätze und üppige Steuereinnahmen für Kommune und Staatshaushalt.
Infos und Hintergründe zum gesamten Projekt hier: Monster im Anmarsch Eurovegas in Ungarn: Zocken gegen die Krise http://www.pesterlloyd.net/html/1238eurovegas.html
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Airport Debrecen will Passagieraufkommen verdoppeln
08.01.2013 · Nachrichten
Die nordostungarische Stadt Debrecen, die zweitgrößte des Landes, sieht ihren Flughafen weiter im Aufwind. So konnte man die Passagierzahlen von 30.000 2011 auf 50.000 2012 steigern und erhofft sich für dieses Jahr eine Verdoppelung auf 100.000 Passagiere. Der Grund für den Anstieg liegt im Ausbau der Verbindungen seitens der ungarischen Billigairline Wizzair, die von Debrecen u.a. Flüge von und nach Eindhoven, Mailand und London anbietet. Die Gebühren am Airport Debrecen sind deutlich geringer als in Budapest und das Einzugsgebiet reicht bis in die Slowakei und die Ukraine. Der Marktanteil von Debrechen ist indes immer noch verschwindend, Budapest bewegte bis zur Malév-Pleite jährlich um die 8 Mio. Passagiere, 2012 immer noch über 6 Mio
In diesem Jahr bemüht sich der Airport in Debrecen vor allem auch um den Ausbau des Cargo- und Logistikbereichs, den die Regierung zu einem „Prioritätsprojekt“ erklärt hat. Auf diese Weise will man vor allem russische und chinesische Unternehmen anlocken, die Debrecen als „Umschlagplatz“ in die EU nutzen sollen. In Westungarn gibt es ein ähnliches Projekt.
Gebührenpoker: Ryanair droht wieder einmal mit massivem Abbau in Ungarn http://www.pesterlloyd.net/html/1247ryanairdroht.html
Die Geier kreisen: Alles zur Malév-Pleite http://www.pesterlloyd.net/2012_05/05malevWieweiter/05malevwieweiter.html
Air Illusion: Und morgen die ganze Welt – Träume von einer neuen nationale Airline http://www.pesterlloyd.net/html/1236airillusion.html
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Außenminister von Ungarn schwer erkrankt, Besserung gemeldet
08.01.2013 · Nachrichten
Wie erst jetzt bekannt wurde, ist Außenminister János Martonyi seit 27. Dezember im Budapester Militärhospital wegen einer "schweren Virusinfektion" in Behandlung. Zu seinem genauen Gesundheitszustand gibt es keine näheren Angaben, die Regierung ließ am Montag nur mitteilen, dass "die jüngsten klinischen Tests eine Verbesserung seines Zustandes" ergaben. Da der 68jährige Martonyi nun schon 11 Tage in der Klinik liegt, kann von einer sehr ernsten Gesundheitsgefährdung ausgegangen werden
Die Nachricht nährt bereits bestehende Gerüchte über eine baldige Ablösung Martonyis als Minister, Justizminister Navracsics soll Orbán als Nachfolger gefallen, hört man, doch sträubt der sich noch seinen mächtigen Ministerposten für eine repräsentative, aber zahnlose Position herzugeben. Martonyi vertritt im Ausland zwar treu die Regierungslinie, vermeidet aber europafeindliche Ausfälle und nationalistische Übertreibungen wie sie Orbán, Kövér und anderen Spitzenpolitikern eigen sind. Kritik an Rechtsstaats- und Demokratieabbau lässt er natürlich dennoch nicht gelten, ist aber weit umgänglicher als die vielen Fidesz-Fanatiker, die in Ungarn den Ton angeben und ihn im Ausland manchesmal ziemlich auflaufen ließen. Mehr zur Arbeit und zum Werdegang von Martonyi http://www.pesterlloyd.net/2012_13/13martonyi/13martonyi.html
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