(c) Pester Lloyd / 45 – 2010 NACHRICHTEN 12.11.2010
Einstieg regierungsnaher Medien bei RTL Ungarn vorerst gescheitert
Die Firma Infocenter.hu wird nun vorerst doch nicht beim Kauf eines Anteils am ungarischen Privatsender RTL Klub zum Zuge kommen. Zwar gab das Kartellamt dem Ansinnen auf Kauf der IKO Media Holding, die 31% an M-RTL hält, statt, doch die Parteien konnten sich letztlich nicht über den Preis einigen. Infocenter.hu ist übrigens in Besitz eines dänischen Investors sowie einer ungarischen Gruppe, zu der bis vor kurzem auch der heutige Minister für Nationale Entwcklung Tamás Fellegi, gehörte. Seine Anteil hat er – natürlich – vor Amtsantritt aufgegeben, wohin auch immer. Jedenfalls befinden sich im Portfolio die zufälligerweise den Nationalkonservativen zugeordnete Wochenzeitung Heti Válasz, sowie die Radiosender Lánchíd (Kettenbrücke) und Class FM, Nachfolger des Senders Danubius Radio, das bei der Frequenzvergabe aus Gründen politischer Hintertürentscheidungen den Kürzeren zog. RTL Klub wiederum gilt in der ungarischen Medienszene als eher linksliberal und ist vor allem den Rechten der Rechten ein andauernder Dorn im Auge.
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