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Tragischer Busunfall in Ungarn – Zwölf Tote und zahlreiche Verletzte - Polnische Pilgergruppe betroffen

Bus kommt von Fahrbahn ab – Sekundenschlaf als Ursache vermutet

Mezökeresztes. Ein schwerer Busunfall auf der M3-Autobahn in Ungarn hat in der Nacht von Samstag auf Sonntag zwölf Menschenleben gefordert. Der Bus, der polnische Pilger aus dem Südosten Polens transportierte, geriet bei Mezökeresztes, etwa 140 Kilometer östlich von Budapest, von der Fahrbahn ab und stürzte in einen Straßengraben. Nach ersten Erkenntnissen der Polizei war der Fahrer bei der Fahrt in der Nacht am Lenkrad eingeschlafen und wurde anschließend festgenommen. Mindestens eine weitere Person schwebt in Lebensgefahr, während insgesamt 37 Menschen mit leichteren Verletzungen behandelt wurden.

Die ungarische Polizei und Rettungskräfte waren mit einem Großaufgebot vor Ort. Insgesamt 14 Rettungseinheiten wurden zur Unfallstelle entsandt, um die Verletzten zu versorgen. Die Bergung der Insassen gestaltete sich schwierig, da einige Personen unter dem umgestürzten 24-Tonnen-Bus eingeklemmt waren. Kranfahrzeuge wurden eingesetzt, um das Fahrzeug anzuheben und die Eingeklemmten zu befreien. Die Verletzten wurden in die Krankenhäuser von Miskolc, Debrecen, Nyíregyháza und Eger gebracht.

Ungarns Ministerpräsident Péter Magyar und Polens Präsident Karol Nawrocki äußerten ihr Beileid gegenüber den Angehörigen der Opfer. Nawrocki schrieb auf der Plattform X, dass er mit tiefem Schmerz die Nachricht des Unfalls aufgenommen habe und im Gebet und Mitgefühl mit den Familien der Opfer verbunden sei. Auch die ungarische Interimspräsidentin Ágnes Forsthoffer und Außenministerin Anita Orbán drückten in sozialen Medien ihre Anteilnahme aus. Der polnische Außenminister Radoslaw Sikorski betonte, dass die polnische Diplomatie in Kontakt mit den ungarischen Behörden stehe.

Der Unfall hat in Ungarn und Polen große Betroffenheit ausgelöst. Die Unterstützung und Anteilnahme aus beiden Ländern zeigt die enge Verbundenheit zwischen den Nationen in Zeiten der Trauer. Die polnische Regierung hat diplomatische Hilfe angeboten, um die Rückführung der verstorbenen und verletzten Staatsbürger zu unterstützen. Der betroffene Autobahnabschnitt wurde für die Dauer der Bergungsarbeiten gesperrt, der Verkehr wird umgeleitet.

Quellen: ORF, Telex, Euronews
Photo: Eine Pilgerstätte in Ungarn – Wikicommons

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