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Ermittlungen wegen Terrorismus nach Brand in polnischer Drohnenfabrik

Verdacht auf ausländische Geheimdienstbeteiligung bei Feuer in WB Electronics Werk.

Warschau. Die polnischen Behörden haben eine Untersuchung eingeleitet, nachdem ein Feuer in einer Fabrik von WB Electronics, dem größten Drohnenhersteller der EU, ausgebrochen ist. Gegenstand der Ermittlungen ist der Verdacht auf ein sog. Verbrechen terroristischer Natur, das mit der Beteiligung ausländischer Geheimdienste begangen worden sein könnte. Das Feuer brach in der Nacht zum 31. August 2026 in der Stadt Skarżysko-Kamienna aus und verursachte Schäden in Höhe von mindestens 15 Millionen Zloty (3,46 Millionen Euro).

Die Anlage in Skarżysko-Kamienna ist für die Produktion von Drohnenkomponenten bestimmt, die unter anderem an die polnischen und ukrainischen Streitkräfte geliefert werden. Die Ermittlungen konzentrieren sich darauf, ob der Brand durch das vorsätzliche Legen eines Brandherdes mit brennbaren Materialien verursacht wurde. Der Vorfall ereignete sich kurz nach einem weiteren Feuer in einem Lagerhaus in Lublin, das ebenfalls Drohnenkomponenten für die Ukraine liefert. Ob es einen Zusammenhang zwischen den beiden Bränden gibt, wird derzeit untersucht.

Polen gilt als Hauptziel russischer Sabotageaktivitäten in Europa, wie ein Bericht des International Centre for Counter-Terrorism zeigt. Von 151 seit 2022 identifizierten Vorfällen ereigneten sich 31 in Polen, mehr als in jedem anderen Land. Letztes Jahr bestätigte Polen, dass Russland hinter einem Brand stand, der 2024 das größte Einkaufszentrum Warschaus zerstörte.

WB Electronics wurde 1997 in Polen gegründet und ist zu einem der größten privaten Verteidigungsunternehmen Europas gewachsen. Die Warmate-Drohnen des Unternehmens wurden von der Ukraine im Kampf gegen die russische Aggression eingesetzt. Nach dem Vorfall erklärte das Unternehmen, dass alle Systeme ordnungsgemäß funktionierten und der Brand schnell gelöscht wurde, sodass der Betrieb nach Abschluss der Formalitäten wieder aufgenommen werden kann.

Die polnischen Sicherheitsbehörden arbeiten eng mit den Staatsanwaltschaften zusammen, um die Hintergründe des Vorfalls zu klären. Die Ermittler betonen, dass es sich um einen laufenden Fall handelt und weitere Details erst nach Abschluss der Untersuchungen bekannt gegeben werden.

Quellen: Notes from Poland
Photo: Pester Lloyd (Grafik)

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