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Ärzte in Ungarn setzen der Regierung ein Ultimatum

(c) Pester Lloyd / 08 – 2011 NACHRICHTEN 23.02.2011

Auch die

Ungarns junge Ärzte planen, dem Beispiel ihrer tschechischen Kollegen zu folgen und der Regierung ein Ultimatum zu setzen, bis April konkrete Maßnahmen zur Verbesserung ihrer Arbeits- und Lebensbedingungen anzukündigen. Magor Papp, Vorsitzender des Verbandes einheimischer Ärzte, teilte mit, dass Ärzte, die dieses Jahr ihre Ausbildung als Allgemeinmediziner beendeten, sich im April entscheiden müssten, ob sie mit der Facharztausbildung in Ungarn fortfahren oder das Land zum Arbeiten im Ausland verlassen wollten. Der Verband erwarte von der Regierung, Pläne zur Anhebung des Lohns in den nächsten Jahren vorzubereiten, um mehr Mediziner in Ungarn zu behalten. Ärzte zu Beginn ihrer Karriere bräuchten einen Nettomonatsverdienst von mindestens 200.000 Forint (ca. 740 Euro). 2010 hätten mehr als 1.000 junge Ärzte Ungarn verlassen, fünf Mal so viel wie noch vor einigen Jahren. Die Hälfe des letzten Jahrganges habe auch nicht mit der Facharztausbildung begonnen.

In der tschechischen Republik hatten Anfang des Jahres knapp 4.000 Ärzte ihre Jobs an Krankenhäusern aus Protest gegen zu wenig Lohn und schlechte Arbeitsbedingunge gekündigt , weitere wären gefolgt, hätte die Regierung am Ende nicht doch die enstprechenden Zusagen gemacht. erhöhen und die Arbeitsbedinungen für Mediziner verbessern. Die tschechische Regierung hatte schließlich zugestimmt, die Finanzierung des Gesundheitswesens umzustrukturieren und kündigte einen Plan zur schrittweisen Erhöhung der Gehälter an .

Kammermitgliedschaft für Angestellte im Gesundheitswesen verpflichtend

Für Bedienstete des ungarischen Gesundheitswesens gilt seit Montag auch wieder die verpflichtende Mitgliedschaft in den entsprechenden Kammern. Alle drei Kammern (Ärzte, Pharmazeuten und Hilfskräfte) stimmten der Gesetzesvorlage des Ministers für nationale Ressourcen, Miklós Réthelyi, zu. Ihre Vorsitzenden und der Gesundheitsausschusses des Parlaments versprechen sich davon eine Erneuerung der Glaubwürdigkeit der gesamten medizinischen Profession durch eine bessere professionelle Kontrolle. Die damalige linksliberale Regierung hatte die Verpflichtung zur Mitgliedschaft zum 1.Januar 2007 aufgehoben, worin Réthelyi den Versuch sah, Proteste der Kammern gegen die von der damaligen Regierung initiierten Gesundheitsreform http://www.pesterlloyd.net/2007_45/2007_45/0745gesundheitsreform/0745gesundheitsreform.html zu unterbinden.

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