(c) Pester Lloyd / 05 – 2017 POLITIK 01.02.2017
Die jüngste Wahlbefragung des als weitgehend unabhängig zu bewertenden Instituts Tárki bestätigt die ungefährdete Führung der Regierungsparteien. Unter allen Wahlberechtigten drückten unverändert 33% ihre Unterstützung für FIDESZ-KDNP aus, gefolgt von der neonazistischen Jobbik auf Rang 2 mit 13%, die damit um 3 Prozentpunkte gegenüber der Umfrage im Oktober zulegten. Die sozialdemokratische MSZP kommt auf 9% Zustimmung bei allen Wahlberechtigten, die linksliberale Demokratische Koalition auf 4%, Együtt auf 1%, ebenso wie Dialog für Ungarn. Die LMP (früher grün, heute nationalliberal) liegt bei 3% Zustimmung, ein Drittel mehr als im Oktober.
In der Grafik lesen Sie die Entwicklung der Wählerpräferenzen der letzten sechs Monate laut Tárki, oben: unter allen Wahlberechtigten, unten: unter den zur Wahl Entschlossenen. Zum Vergrößern klicken Sie bitte auf die Grafik.
In der Sonntagsfrage kommt Fidesz derzeit auf 52% (54% im Oktober 2016), was aufgrund des ungarischen Wahlsystems locker für eine 2/3-Mehrheit der Mandate genügte, bei den Wahlen 2014 kam man auf knapp 46%. Jobbik könnte derzeit 20% der Stimmen einfahren, die MSZP 15%, die DK 6%. Együtt, LMP, Dialog wären mit 2, 4 bzw. 1% nicht im Parlament vertreten, wenn sie kein Direktmandat schaffen. Fidesz erringt nach derzeitigem Stand also mehr Stimmenanteile als alle Oppositionsparteien zusammen.
35% der Wahlberechtigten wollen nicht wählen oder sind sich weder sich ob bzw. wenn ja, wen sie wählen werden. Im Oktober lag diese Rate bei 40%.
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