Zwölf Jahre Ungarn, Woche für Woche. Zwischen 2007 und 2020 hat der PESTER LLOYD online aufgeschrieben, was in einem Land geschah, über das anderswo meist erst berichtet wurde, wenn es laut wurde.
Der Umbau des Staates nach 2010 und der Streit um Mediengesetz und Verfassung. Die Mordserie an Roma und was danach vor Gericht geschah. Der Sommer 2015 an der Südgrenze. Die Milliarden aus Brüssel und wohin sie flossen — bis hin zur Schmalspurbahn nach Felcsút. Das Ende der Népszabadság an einem Oktobermorgen.
Und daneben das andere Ungarn: das Burgviertel, das der Staat zum Basar umbaute, die Türbe des Gül Baba als nördlichster Wallfahrtsort des Islam, Ferencváros und seine Legenden, Theater und Küche, die Nachbarn von Siebenbürgen bis zum Westbalkan.
Ein Archiv zum Nachschlagen — und eines zum Schmökern. Such nach einem Ort, einem Namen, einem Jahr.
Ungarn 2020 – das Jahr im Archiv
Das letzte Jahr des alten PESTER LLOYD online. Im März verschafft sich die Regierung mit dem Ermächtigungsgesetz zur Corona-Pandemie das Regieren per Dekret ohne feste Frist; im Juni jährt sich der Vertrag von Trianon zum hundertsten Mal, im Juli verlässt die Redaktion von Index.hu geschlossen das Haus, im Herbst besetzen Studierende die Theater- und Filmuniversität SZFE. Nur zwei Texte sind aus diesem Jahr erhalten — dann endet die Zeitrechnung des Archivs, und die neue Redaktion nimmt den Faden auf.
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Herkunft und Rechte. Die Texte dieses Archivs erschienen zwischen 2007 und 2020 im PESTER LLOYD unter der Herausgeberschaft und Chefredaktion von Marco Schicker; die Redaktion hat sie 2026 aus dem Netz zurückgeholt und in ihrer ursprünglichen Form, mit Originaldatum, wieder zugänglich gemacht. Die Rechte an namentlich gezeichneten Beiträgen und Fotos liegen bei den jeweiligen Autorinnen, Autoren und Fotografen, die redaktionellen Texte gehören zum publizistischen Bestand des PESTER LLOYD; wer als Urheberin oder Urheber Fragen hat oder eine Änderung wünscht, erreicht die Redaktion unter [email protected].


