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Banken in Ungarn halbieren Gewinn Der Gewinn der in Ungarn tätigen Banken nach Steuern betrug im ers

(c) Pester Lloyd / 21 – 2012 WIRTSCHAFT 24.05.2012

Banken in Ungarn halbieren Gewinn Der Gewinn der in Ungarn tätigen Banken nach Steuern betrug im ersten Quartal 2012 nur noch 31,3 Milliarden Forint (ca. 103 Mio. EUR) und damit um die Hälfte weniger als im Vorjahresquartal, das bereits als sehr schwach bewertet worden war. Vor alle die österreichischen Tochterbanken Erste, Raiffeisen, Volksbank, fuhren schwere Verluste ein. Während Erstegenannte Kapital naschießen mussten und Filialen schlossen und Mitarbeiter entließen, wurde die Volksbank an einen russischen Konkurrenten veräußert. Zwei ausländische Banken zogen sich ganz vom Markt zurück. Die Bayern LB als MEhrheitseigner der MKB zahlte ebenfalls drauf. Einzig die OTP, größte Bank in Ungarn und unter der Leitung des Orbán-nahen Oligarchen Sándor Csányi konnte dicke Gewinne einfahren . Die aktuellen Zahlen meldete die staatliche Finanzaufsicht PSZÁF am Mittwoch. Nicht in der Bilanz enthalten sind die Ergebnisse von reinen Zweigestellen ausländischer Banken ohne eigene Bankenlinzenz in Ungarn sowie die Ergebnisse der Nationalbank, der staatlichen Entwicklungsbank (MFB) und der ebenfalls staatlichen Export-Import Bank.

Als Hauptbelastung geben die Banken den weiter ansteigenden Anteil fauler Kredite in ihren Portfolios, vor allem bei den Forex-Krediten an, im Schnitt liegt dieser mittlerweile bei 15%, kann aber, so eine Projektion der Nationalbank bis 2013, aufgrund der sich weiter verschlechternden Einkommens- und Teuerungssituation bis zu 22% erreichen. Auch das Forex-Umtausch und Forex-Kreditablösemodell hat daran nichts grundsätzlich geändert , eher im Gegenteil. Die Bankenvereinigung beklagt, dass die Bankensondersteuer in Ungarn um das 17fache höher liegt als im europäischen Schnitt. Mit der neu beschlossenen Transaktionssteuer würde dieser Faktor auf 50 ansteigen, weshalb der Verband Nachverhandlungen fordert, um „die Kosten zwischen Banken und Kunden“ aufzuteilen, was die Regierung aber verhindern will.

Insgesamt sind die ungarischen Banken als stabil einzuschätze n, allerdings auf Kosten der Kreditvergabe vor allem an kleinere und mittlere Unternehmen.

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