(c) Pester Lloyd / 49 – 2009 OSTEUROPA 01.12.2009
Südböhmen bekommt einen Flughafen
Bereits ab 2011 wird es im tschechischen Budweis einen neuen Regionalflughafen geben, der bis zu 300.000 Reisende im Jahr erwartet. Interessant ist der neue Airport auch für viele Österreicher, z.B. aus dem Waldviertel und er konkurriert sogar mit Wien.
Derzeit bemüht sich der Eigentümer, der Kreis Südböhmen um die Genehmigung, den ehemaligen Militärflughafen zivil nutzen zu können. Die Lage in Budweis ist nicht nur für die Tschechen interessant, sondern auch für viele Bewohner der niederösterreichsichen Waldviertels. Entsprechend selbstbewusst gibt sich auch die verkehrspolitische Sprecherin des südböhmischen Kreishauptmannes, Studlar: „Der überschaubare Zeitrahmen bis zur angepeilten Verkehrsfreigabe im übernächsten Jahr sollte die Wirtschaftstreibenden des Waldviertels schon jetzt veranlassen, sich mit den bevorstehenden Veränderungen in der internationalen Verkehrsanbindung zu beschäftigen“, sagt sie. Der Flughafen Budweis ist aus den meisten Waldviertler Bezirken in maximal 90 Minuten auf der Straße zu erreichen. Diese Fahrzeit wird durch Straßenbauvorhaben, wie eine leistungsfähige Verbindung von Krems über Zwettl und Gmünd nach Budweis, weiter sinken. „Damit ist man aus dem Großraum Gmünd um mindestens eine Stunde schneller beim Flughafen Budweis als in Wien-Schwechat”, unterstreicht Poindl.
Neue Impulse soll der Flughafen Budweis auch dem Tourismus bringen. Nach ersten Prognosen wird die größte Gruppe der 300.000 Fluggäste aus Geschäftsreisenden und Urlaubern bestehen. „Dieser Umstand rückt die Urlaubsdestination Waldviertel natürlich in ein ganz neues Licht”, meint die Regionalmanagerin.
Die Ausbauarbeiten auf dem 200 Hektar großen Flughafenareal hat der Kreis Südböhmen mit einer Milliarde Kronen – rund 400 Millionen Euro – budgetiert. Nach Fertigstellung der Bauarbeiten sollen pro Tag vorerst zehn Flugzeuge starten und landen. Allein in Tschechien leben im näheren Umfeld von Budweis 1,4 Millionen Menschen.
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