(c) Pester Lloyd / 44 – 2009 OSTEUROPA 28.10.2009
Die CSA in Tschechien bleibt vorerst staatlich
Die tschechische Regierung lehnt das Angebot einer Bietergruppe ab, die gedacht hatte, man könne die Bedingungen für den Kauf der Airline selbst diktieren.
Ceské Aerolinie (CSA), die nationale Fluglinie der Tschechen, bleibt vorerst in Staatshand. Ein isländischer Finanzinvestor, mit einigen illustren einheimischen Geschäftsleuten an Bord, stellte – als einziger Bieter – so lange neue Bedingungen an den Verkäufer, bis dieser entnervt hinschmiss. Zum Zeitpunkt der Übernahme sollte die CSA unverschuldet sein (das hatte z.B. auch die Lufthansa bei der AUA durch Schuldenübernahme des Staates erreicht).
Doch damit nicht genug: Das Konsortium wollte den relativ bescheidenen Kaufpreis von umgerechnet etwa 170 Mio. EUR auch noch weiter drücken, indem man eine Ratenzahlung bis 2013 forderte. Dabei wollte oder konnte die Unimex/Travel Service, so der Name der Bieter, nicht einmal die bei solchen Verfahren übliche Kaution von 20 Mio. CZK hinterlegen (ca. 760.000 EUR). Außerdem verlangte man, dass die vertraglichen Bindungen an den Prager Flughafen zu gleichbleibenden Bedingungen bis 2015 verlängert werden.
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