(c) Pester Lloyd / 39 – 2009 WIRTSCHAFT 23.09.2009
HeidelbergCement Ungarn erweiterte für 55 Mio EUR
Die Zementfabrik Duna-Dráva Cement, ein Tochterunternehmen des deutschen Weltmarktführers HeidelbergCement und der Schwenk Zement hat seine Anlagen im südwestungarischen Beremend für rund 55 Millionen EUR erweitert. Es entstanden neue Gebäude und Produktionsanlagen. Vorstandschef János Szarkándi berichte stolz, dass man über Jahre an diesem Projekt gearbeitet hat, dabei wurde unter anderem eine 37 Jahre alte Produktionslinie erneuert und auf Weltstandard gebracht, die wichtigsten Produktionslinien sind jetzt vollständig computerüberwacht. Mit der Investition kann das Werk auf eine gute Zukunft hoffen, zählt man nun doch zu den modernsten Anlagen Europas. Die Modernisierung wurde zum Teil aus Eigenmitteln, zum Teil aus Krediten finanziert. Die Kapazität ist nun 15% höher als zuvor, die Energieeffizienz konnte um 10% gesteigert werden, der Anteil erneuerbarer Energien am Gesamtbedarf beträgt mittlerweile 50%, Emissionen konnten um 35% reduziert werden. Duna-Dráva Cement beschäftigt ca. 500 Mitarbeiter und kann jährlich 2,5 Mio Tonnen Zement verarbeiten. Das Unternehmen steht solide da und beliefert neben Ungarn auch Kroatien und die Slowakei. Die Umsätze kletterten von 39 Milliarden auf 45 Milliarden von 2008 auf 2009. Die Umsatzrendite betrug annähernd 20%. 2009 wird sich dieses Ergebnis nichthalten lassen, die Nachfrage ging mit der Krise um mindestens 20% zurück. Die Konzernmutter HeidelbergCement sitzt derweil auf einem riesigen Schuldenberg, den man nun durch die Ausgabe neuer Aktien und Anleihen zu verringern sucht.
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