(c) Pester Lloyd / 02 – 2017 NACHRICHTEN 12.01.2017
Die erschreckenden Bilder (via index.hu) frierender Flüchtlinge aus dem Zeltlager im westungarischen Körmend haben die ungarische Opposition dazu bewegt, eine Schließung des Lagers zu fordern und die Umverteilung der dort auf ihren Verfahrensausgang wartenden Menschen nach „menschenwürdigeren Kriterien“ zu fordern, so eine Aussendung der liberalen Partei MLP, die bereits am 19. Dezember an Innenminister Pintér übermittelt wurde.
Vor allem forderte man von der Regierung, wenigstens NGO´s den Zugang sowohl zum Lagern als auch in die Grenzzone zu erlauben, wenn die Behörden schon selbst nicht zur Linderung der inakzeptablen Situation beitragen. Bürger hätten den Behörden zudem mehrfach angeboten, Flüchtlinge während der Wintermonate privat bei sich aufzunehmen, was strikt abgelehnt wurde, eine Ablehnung, für die es keine gesetzliche Grundlage gebe.
Dabei wurde auch die Frage gestellt, warum man das deutlich besser ausgestattete Flüchtlingszentrum in Bicske aufgelöst hat, eine Frage, die sich selbst beantwortet, denn die Regierungspartei hatte die Schließung recht offen damit begründet, dass man „niemanden nach Ungarn einladen“ wolle. Doch außer dem Lager in Körmend, in das man immer noch mehr „Aufgegriffene“ deportiert, gebe es noch Lager in Vámosszabadi und Balassagyarmat, die deutlich winterfester wären.
Das Innenministerium ließ ausrichten, dass alles in bester Ordnung, weil im Einklang mit den geltenden Gesetzen sei.
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