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„Gesundheitsreform“ in Ungarn: Neues Mega-Krankenhaus für Budapest, Schließungen und Entlassungen auf dem Lande

(c) Pester Lloyd / 07 – 2015 NACHRICHTEN 09.02.2015

Fidesz-Fraktionschef Rogán hat angekündigt, dass Budapest ein neues Großkrankenhaus erhalten soll. Man habe die Regierung gebeten, dafür die entsprechenden Mittel – bei Einbeziehung von EU-Quellen – bereitzustellen. Wo das neue "Budapester Zentralkrankenhaus" errichtet werden soll ist noch unklar, genauso offen ist der praktische Nutzen einer derart teuren Anschaffung. Denn rein von den Kapazitäten gilt Budapest mit seinen 13 größeren Spitälern als ausreichend versorgt, Probleme gibt es eher bei der spezifischen Ausstattung sowie der Instandhaltung der vorhandenen Einrichtungen. Das Honvéd-Hospital (Militärkrankenhaus) bisher, neben privaten Einrichtungen, die bevorzugte Klinik der Mächtigen

Während sich die Fachwelt dezent zurückhält, hagelt es von der Opposition – links bis extrem rechts – harsche Kritik. Das ganze sei ein schmutziges Ablenkungsmanöver, um den in der Provinz beginnenden Kahlschlag zu kaschieren. Dort zieht man nämlich gleichzeitig ein Sanierungsprogramm aufgrund Geldmangels durch, das bis zu 10.000 Arbeitsplätze im ohnehin in der Provinz angespannten Gesundheitswesen kosten bzw. verlagern könnte. Gleichzeitig sicherten sich Fidesz-Kreise über die Verstaatlichung der Krankenhäuser den Zugang zu lohnenden Ausschreibungen bis hin zu einem „staatlichen“ Monopol für die Medikamentenbelieferung. Die übernommenen Krankenhäuser halte man mit Absicht am Rande des Ruins, um seine Strategien leichter umsetzen zu können. Im Gegenzug schaffe man mit einem neuen Krankenhaus in Budapest ein prestigereiches Projekt, das zur weiteren Ausdünnung der Versorgung auf dem Lande führen wird, aber der Nomenklatura und ihrer gutbestallten Klientel beste Behandlung garantiert.

Mehr zur Lage des Gesundheitswesens und dem 2015er Budget http://www.pesterlloyd.net/html/1445reformkrankenversi.html

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