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HUN-REN Netzwerk bringt Ungarn zurück an die Weltspitze der Mathematik

Das Rényi-Institut wird Teil eines exklusiven Max-Planck-Zentrums mit Yale – ein Signal für die internationale Rückkehr der ungarischen Wissenschaft

Budapest. Das HUN-REN Alfréd Rényi Institut für Mathematik wird Teil eines neuen Max Planck Centers (MPC) für mathematische Wissenschaften und schließt sich damit einer Forschungsallianz mit der Yale University und dem Max-Planck-Institut für Mathematik in den Naturwissenschaften in Leipzig an. Die Aufnahme in dieses exklusive Netzwerk gilt als eine der höchsten Formen institutioneller wissenschaftlicher Kooperation innerhalb der Max-Planck-Gesellschaft und ist ausschließlich international anerkannten Spitzeninstituten vorbehalten.

Für Ungarn markiert die Entscheidung weit mehr als die Gründung eines weiteren Forschungsverbunds. Die Beteiligung des Budapester Instituts an einem Max Planck Center signalisiert die erneute Einbindung der ungarischen Mathematik in die erste Liga der internationalen Spitzenforschung – an der Seite von Institutionen, die den globalen wissenschaftlichen Diskurs seit Jahrzehnten prägen.

Nach Angaben des Rényi-Instituts soll das neue Zentrum Discrete and Continuous Structures in Mathematics and Data Science (DisCoS) langfristige gemeinsame Forschung ermöglichen, wissenschaftliche Kompetenzen bündeln und den Austausch von Forschern sowie Doktoranden zwischen Budapest, Leipzig und New Haven fördern. Gemeinsame Workshops, Sommerschulen, Ausbildungsprogramme, geteilte Forschungsinfrastruktur und internationale Förderanträge gehören ebenfalls zum Programm. Die Kooperation beginnt am 1. Januar 2027 zunächst für fünf Jahre und kann bei erfolgreicher Entwicklung um weitere fünf Jahre verlängert werden. Finanziert wird das Zentrum von der Max-Planck-Gesellschaft, HUN-REN und Yale.

HUN-REN setzt auf internationale Öffnung

Die Entwicklung unterstreicht zugleich den Kurs des HUN-REN Hungarian Research Network, das unter der neuen Regierung die internationale Vernetzung der ungarischen Forschung deutlich ausgebaut hat. Zu den Prioritäten gehören die Wiederherstellung des Vertrauens westlicher Forschungspartner, die schrittweise Normalisierung der Beziehungen zu europäischen Wissenschaftsprogrammen sowie die stärkere Einbindung unabhängiger internationaler Forschungsförderung.

Vor diesem Hintergrund besitzt die Aufnahme des Rényi-Instituts in ein Max Planck Center erhebliche wissenschaftspolitische Bedeutung. Während Ungarns Hochschul- und Forschungslandschaft in den vergangenen Jahren unter angespannten Beziehungen zur Europäischen Union und eingeschränkten Beteiligungsmöglichkeiten an einzelnen Forschungsprogrammen litt, wird die jetzige Kooperation als Zeichen gewachsener internationaler Anerkennung interpretiert.

Das HUN-REN Alfréd Rényi Institut gehört seit Jahrzehnten zu den renommiertesten mathematischen Forschungszentren Europas. Sein wissenschaftliches Erbe ist eng mit Persönlichkeiten wie Alfréd Rényi und Pál Erdős verbunden, deren Arbeiten die moderne Graphentheorie, Kombinatorik, Wahrscheinlichkeitstheorie und diskrete Mathematik nachhaltig geprägt haben. Gerade diese Forschungsfelder bilden heute eine zentrale Grundlage für Datenwissenschaft, künstliche Intelligenz und komplexe Netzwerkanalysen.

Laut Generaldirektor András Stipsicz stellt die Einrichtung des neuen Max Planck Centers ein weiteres positives Signal für die ungarische Mathematik dar. Sie stärke sowohl die internationale Integration als auch die wissenschaftliche Sichtbarkeit und eröffne neue Möglichkeiten für grundlegende mathematische Entdeckungen. Besonderes Gewicht lege das Programm auf den wissenschaftlichen Nachwuchs, der künftig umfangreiche Forschungsaufenthalte in Ungarn, Deutschland und den USA absolvieren könne.

Das neue Zentrum vereint Forscher aus den Bereichen Geometrie, Gruppentheorie, Graphentheorie, Wahrscheinlichkeitstheorie, partiellen Differentialgleichungen, Data Science und mathematischer Physik. Damit deckt DisCoS Disziplinen ab, deren Bedeutung für Hochtechnologie, Digitalisierung und industrielle Innovation kontinuierlich wächst.

Quellen: MTI.hu
Photo: HUN-REN

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ballhausplatzinsider
ballhausplatzinsider
22 Tage zuvor

Ein einzelnes Spitzeninstitut kann nicht darüber hinwegtäuschen, dass die ungarische Regierung das normale Schhulsystem seit Jahren völlig kaputtspart. Was nützt die beste Spitzenforschung, wenn an den normalen Schulen die Lehrer fehlen?

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