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Kurzmeldungen aus Ungarn — KW 1/2009 (II)

(c) Pester Lloyd / 1 – 2009 KURZMELDUNGEN — gesammelte Meldungen dieser Woche aus dem Archiv.

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10.01.2009 · Wirtschaft

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Ungarisches Gasunternehmen klagt Ukraine

Emfesz, Ungarns zweitgrößter Erdgasimporteur verklagt das ukrainische Staatsunternehmen Naftogaz auf Schadensersatz

Emfesz hat Ende vergangener Woche über eine Wiener Rechtsanwaltskanzlei Klage auf Schadensersatz für die wegen der Lieferausfälle enstandenen Umsatzeinbußen, beim EU-Gericht in Luxemburg gegen die Firma Naftogaz eingereicht, meldet das Portal EUObserver. Emfesz ist damit das erste Unternehmen der 27 EU-Staaten, dass sich auf juristischem Wege mit den Ukrainern anlegt, was eine Lawine von Klagen lostreten dürfte. Gleichzeitig wurde auch an einem Budapester Gericht geklagt.

Die Rechtslage stellt sich für die ungarische Seite so dar: der ungarische Importeur Emfesz hat einen Liefervertrag mit der in der Schweiz ansässigen, dubiosen Vermittlungsfirma RosUkrEnergo. Dieses Unternehmen gehört zur Hälfte Gazprom, zur anderen Hälfte ukrainischen Unternehmern und kauft das Erdgas bei Gazprom an, um es dann über die Leitungen und Lager der Naftogaz an die Kunden im Westen zu liefern. Dafür erhalten die Ukrainer Durchleitungsgebühren (die ein wesentlicher Streitpunkt, wenn nicht der Auslöser der aktuellen Krise waren.) Naftogaz hat diese Weiterleitung verhindert.

Emfesz versorgt etwa 20% des ungarischen Gasmarktes und rund 100.000 Haushalte mit Heizenergie. Eine Schadenssumme kann bis zur Wiederaufnahme der vollständigen Lieferungen noch nicht genannt werden.

(c) Pester Lloyd IHRE MEINUNG IST GEFRAGT – KOMMENTAR ABGEBEN

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10.01.2009 · Wirtschaft

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Malév bald unter Aeroflot-Kontrolle?

Die russische Airbridge, Eigentümer der bis 2006 staatlichen ungarischen Fluglinie Malév, könnte zum Minderheitsaktionär der Airline werden, denn ein neuer Investor steht zum Einstieg bei dem tief defizitären Unternehmen bereit. Das berichtete die Tageszeitung Népszabadság Ende der Woche. Am 16. Januar sollen Einzelheiten dazu auf einer außerordentlichen Generalversammlung verkündet werden, die eigentlich schon für Dezember angesetzt war. Angeblich soll mit dem Einstieg einer Bank das Stammkapital der Malév von derzeit 3,6 auf 5 Mrd HUF aufgestockt werden. Es wird auch nicht ausgeschlossen, dass die AirBridge von Boris Abramowitsch völlig aus dem Unternehmen ausgekauft wird. Die Népszabadság beruft sich auf „anonyme Kreise“, die wissen wollen, dass Russlands Marktführer Aeroflot über die Beteiligung der VEB-Bank, die auch mit AirBridge die Malévanteile hält, bedeutenden Einfluß über die ungarische Konkurrenz gewinnen könnte.

(c) Pester Lloyd IHRE MEINUNG IST GEFRAGT – KOMMENTAR ABGEBEN

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