(c) Pester Lloyd / 10 – 2010 KURZMELDUNGEN — gesammelte Meldungen dieser Woche aus dem Archiv.
Rosenkavalier an der Ungarischen Staatsoper
10.03.2010 · Kultur
Budapest
Am 20. März hat an der Ungarischen Staatsoper Budapest die Komische Oper „Der Rosenkavalier“ von Richard Strauss Premiere. Die musikalische Leitung des Erfolgsstückes von 1911, eine gleichnishafte Gesellschaftsparodie auf die Endzeit der k+k Monarchie von Hugo v. Hoffmansthal, liegt in Händen von Kapellmeister János Kovács, für die Regie ist Andrejs Žagars aus Lettland zuständig, das lettische Nationaltheater Riga ist Partner dieser Produktion. In der Rolle der Marschallin werden alternierend Éva Bátori und Eszter Sümegi zu sehen sein, Baron Ochs auf Lerchenau: Géza Gábor, Lars Woldt; Octavian: Andrea Meláth, Viktória Mester. Gesungen wird in deutscher Sprache. Premiere: 20. März weitere Vorstellungen: 21.,26.,28. März, 4.,11., 20., 25. April www.opera.hu
Ungarn erhält 300 Mio EUR-Auftrag in Libyen
11.03.2010 · Wirtschaft
Das ungarische Bauunternehmen Nemzetközi Vegyépszer hat Aufträge im Gesamtwert von 300 Mio EUR in Libyen an Land gezogen. Darunter fallen verschiedene Projekte der Infrastruktur und öffentlicher Bauten, u.a. 600 km Abwasserleitungen, 450 km Wasserrohre, 600.000 Quadratmeter Bürgersteige sowie Straßenbeleuchtungen auf 400 Kilometer Straßen. Die Arbeiten dazu sollen im Frühjahr starten und binnen dreieinhalb Jahren abgeschlossen werden. Das Auftragsvolumen von 300 Mio EUR (dass durch die Kopplung an die libysche Währung jedoch noch etwas schwanken kann), ist das größte, dass ein einzelnes ungarisches Unternehmen im Ausland ergattern konnte. Die meisten Jobs in der Ausführung werden von einheimischen Arbeitern ausgeführt werden, rund 120 ungarische Spezialisten werden aber auch in Libyen selbst vor Ort sein, hieß es von der Baufirma.
Gerangel um neues EU-Außenministerium
12.03.2010 · Nachrichten
Länder aus Osteuropa fühlen sich bei EU-Außenamt benachteiligt
Ungarn hat die Meldung des staatlichen russischen Nachrichtenkanals Vesti 24, die Visegrád 4 Staaten würden aus Protest wegen Ungleichbehandlung den neu zu errichtenden diplomatischen Dienst der EU boykottieren, zurückgewiesen, zumindest zur Hälfte. Der Außenminister Ungarns, Péter Balázs sagte: „Diese Nachricht ist halbwahr.“
Richtig ist, dass sein Land, Tschechien, Polen und die Slowakei darauf drängen, dass „sichergestellt wird, dass jedes Land, entsprechend seines geographischen Anteils“ an dem neuen Dienst beteiligt wird. Zugleich sagte er aber auch, dass „die Auswahl der EU-Diplomaten auf der Basis von Fähigkeiten und Leistungen“ geschehen sollte. Vesti 24 meldete, dass es über den Anteil von Diplomaten aus östlichen Ländern zum Streit gekommen sein soll, weil sich die großen Mitgliedsländer die Posten untereinander aufteilten. Die Beschwerde der Visegrád Vier würde auch von Rumänien, Zypern, Griechenland, Bulgarien und den baltischen Staaten unterstützt, so Vesti 24. Eine Entscheidung über Größe und Besetzung des neuen diplomatischen Dienstes unter der Hohen Kommissarin für Äußeres, Catherine Ashton, soll bis 25. März verkündet werden. Zu Mitte des Jahres sollten die Strukturen beschlossen sein.
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