(c) Pester Lloyd / 11 – 2010 KURZMELDUNGEN — gesammelte Meldungen dieser Woche aus dem Archiv.
Rückgang im Fernsehwerbemarkt in Ungarn
15.03.2010 · Wirtschaft
Rückgang im ungarischen Fernsehwerbemarkt
Der Werbeumsatz im ungarischen Fernsehen sank im Krisenjahr um zumindest 16%. Das teilte das Wirtschaftsberatungsunternehmen Ernst & Young in Budapest mit. Die Werbeumsätze auf allen Kanälen zusammen betrugen damit noch rund 60 Milliarden Forint (heute ca. 226 Mio EUR). Größte Verlierer waren die landesweite ausstrahlenden öffentlich rechtlichen wie privaten Sender mit -21% auf 48 Mrd. HUF. Spezialsender und Spartenkanäle konnten hingegen um 10% auf 12 Mrd. HUF zulegen. Die Zahl der gesendeten Werbeminuten verringerte sich hingegen kaum, weil die meisten Sender nur mit hohen Zugeständnissen und Rabatten bei den Minutenpreisen ihre Umsätze erbringen konnten. Foto: Frühstücksfernsehen bei RTL Klub
Griechischer Regierungschef besucht Ungarn
15.03.2010 · Politik
Der griechische Ministerpräsident Georgios Papandreou macht auf seiner Krisenbewältigungstournee durch die Welt am 16. März auch in Ungarn Station, um sich in einem ebenfalls kurz vor dem Staatsbankrott gestandenen Land, direkt vor Ort über Maßnahmen zur Abwendung der Staatspleite zu informieren. Im Mittelpunkt des Besuches steht daher auch ein Treffen mit Regierungschef Gordon Bajnai, der, zumindest international, großes Lob für seine Spar- und Antikrisenmaßnahmen erhielt. Ungarn konnte Ende 2008 nur mit Hilfe eines 20 Milliarden Forint-Rettungskredites von IWF, EU und Währungsfonds vor dem Staatsbankrott gerettet werden, an den harte Konditionen geknüpft sind. Beide Regierungschefs stellen sich an der Budapester Corvinus Universität einer öffentlichen Gesprächsrunde.
Private Pensionsfonds in Ungarn auf Vorkrisenniveau
15.03.2010 · Wirtschaft
Der Wert der privaten und freiwilligen Pensionsfonds in Ungarn hat sich wieder an die Summen von vor der Krise angenähert. Das meldete die staatliche Finanzaufsicht PSZÁF in Person des zuständigen Abteilungsleiters József Szücs am Freitag auf einer Pressekonferenz in Budapest. Danach ist der Wert der Einlagen der 19 offiziell registrierten privaten Pensionsfonds wieder auf dem Stand von Ende 2007 und liegt nun bei 2.606 Milliarden Forint (ca. 9,8 Mrd. EUR), aufgeteilt auf rund 3 Mio. Sparer. Hinzu kommen noch 63 freiwillige Rentenzusatzversicherungen mit Einlagen von 803 Mrd. Forint (ca. 3 Mrd. EUR) und 1,3 Mio. Mitgliedern. Die Jahresdividenden der Pensionsfonds bewegten sich zwischen 11,4 und 25,6% (nicht inflationsbereinigt). Die durchschnittliche Rendite betrug 16,7% im Jahre 2009. Rund 71.800 Menschen nutzten die gesetzlich geschaffene Möglichkeit einer Rückkehr ins staatliche Rentensystem, mehr als 123.000 hätten dafür die Kriterien erfüllt. Die Rückkehrer brachten rund 100 Milliarden Forint (ca. 377 Mio EUR) zurück in die Rentenkasse des Staates.
„StarGarden“ – ein Festival für 40+ im Juni in Budapest
15.03.2010 · Kultur
Die Sziget GmbH, Veranstalter des europaweit bekannten Sziget Festivals in Budapest sowie weiterer Musikfestivals (u. a. „Volt“ in Sopron und “Balaton Sound”) wird im Sommer ein weiteres „Megaevent“ starten. Am 4. und 5. Juni 2010 wird das Ferenc-Puskás-Stadtion, das größte des Landes, zum „StarGarden“ umgearbeitet. Dort sollen die „musikalischen Vorlieben“ der Generation 40+ zum Klingen gebracht werden. Eine ganze Armada von namhaften Sängern und Bands haben die Veranstalter gemeldet, darunter: Deep Purple (Foto), Animals, Kool and the Gang, Blood Sweat and Tears, John Mayall. Daneben werden die zugkräftigsten ungarischen Bands gestellt, viele davon schon seit Jahrzehnten unterwegs und Teil der Ostalgiewelle. Man erwartet wenigstens 20.000 Besucher am Tag, denn dann würde das Projekt auch Gewinn abwerfen. Der Mehrheitseigentümer der Sziget, die Firma econet, u.a. auch Betreiber des neuen Radiosenders NeoFM, hat für 2009 Verluste von insgesamt 630 Mio Forint, ca 2,3 Mio EUR gemeldet, wegen der Krise und neuer Investments.
Nur jede zweite Frau in Ungarn hat Arbeit
16.03.2010 · Wirtschaft
Die Beschäftigungsrate in Ungarn ist die zweitniedrigste in der EU. Die Zahlen für 2009 legte jetzt das Statistische Amt in Budapest vor. Danach waren lediglich 55,4% der arbeitsfähigen Bevölkerung zwischen 15 und 64 Jahren in Ungarn in einem sozialversicherungspflichtigen Job. Der EU-Schnitt beträgt 64,8 Prozent, nur Malta steht mit 54,9% noch schlechter da, Italien steht bei 57,9%, Rumänien bei 59,2%. Besonders niedrig ist der Beschäftigungsstand bei ungarischen Frauen mit knapp unter 50%, bei den Männern beträgt er 61,1%. Insgesamt waren 3,78 Mio Menschen in registrierter Arbeit, nochmals 98.000 weniger als vor einem Jahr.
Familiendrama im Nordwesten von Ungarn
16.03.2010 · Nachrichten
Familiendrama mit vier Toten im Nordwesten von Ungarn
Im rund 10 Kilometer von Györ gelegenen 1.600 Einwohner-Ort Tényő hat sich in der Nacht zum Dienstag offenbar ein Familiendrama abgepsielt. Am Dienstagmorgen wurden vier Personen tot in ihrem Haus aufgefunden. Der Bürgermeister der Gemeinde, Kálmán Gábor Varga teilte mit, dass alle vier Personen eines gewaltsamen Todes gestorben sind, dabei handelt es sich um ein Ehepaar in den Dreißigern und seine zwei Töchter, fünf und acht Jahre alt. Ein Verwandter, der die Familie besuchen wollte, entdeckte die grausame Szene, der die Lebensumstände der Familie als „geordnet“ beschrieb. Beide Eltern hatten Arbeit als Ingenieure. Die Polizei wollte die Umstände der Tat bisher nicht konkretisieren, sich aber nach weiteren Ermittlungen äußern.
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