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Kurzmeldungen aus Ungarn — KW 15/2010

(c) Pester Lloyd / 15 – 2010 KURZMELDUNGEN — gesammelte Meldungen dieser Woche aus dem Archiv.

Fahrzeugproduktion in der Slowakei soll 2010 wachsen

12.04.2010 · Nachrichten

Fahrzeugproduktion in der Slowakei soll 2010 wachsen

Die in der Slowakei ansässigen Fahrzeugproduzenten, die Schlüsselindustrie des Landes, produzierten im Vorjahr mit 463.140 Fahrzeugen rund 18% weniger als 2008. „Die Gesamtzahl der in der Slowakei produzierten Fahrzeuge sollte im Jahr 2010 eine halbe Million übersteigen“, so der Präsident der Autoindustrie Jozef Uhrík auf einer Pressekonferenz letzte Woche in Bratislava. Im ersten Quartal 2010 wurden insgesamt 136.000 Fahrzeuge hergestellt. Uhrík mahnte jedoch, dass die Firmen Kia Motors, PSA Peugeot Citroën und Volkswagen Slovakia in diesem Jahr einer relativ schwierigen Situation ausgesetzt sein werden. „In erster Linie betrifft dies Volkswagen Slovakia, dort wird sich vor allem der Umstieg auf die neuen Modelle auswirken. KIA und PSA laufen zwar auf Hochtouren, aber auch dort gibt es bestimmte Absatzschwankungen, die mit zeitweiser Produktionsstilllegung ausgeglichen werden müssen. Diese können jedoch glücklicherweise auch ohne Entlassungen gelöst werden“, schloss Uhrík laut TASR.

OTP Ungarn will wieder keine Dividende zahlen

12.04.2010 · Nachrichten

OTP Ungarn will wieder keine Dividende zahlen

Vorstand und Aufsichtsrat von Ungarns größter Bank, der OTP, haben sich darauf geeinigt für 2009 keine Dividende an die Aktionäre auszuzahlen, sondern mit dem Nachsteuergewinn die Barreserven der Bank für strategische Projekte und als zusätzliche Kapitalsicherheit zu erhöhen. Der Gewinn nach Steuern beträgt (unkonsolidiert) 102,3 Mrd. Forint (knapp 384 Mio EUR) für das Geschäftsjahr 2009. 92,1 Mrd. HUF davon sollen in die Gewinnreserve der Bank fließen, die restlichen 10,2 Mrd. in die allgemeine Rerserve. Der Vorlage müssen am 30. April noch die Aktionäre auf der ordentlichen Hauptversammlung in Budapest zustimmen. Dort wird auch über die Beschränkung der Stimmrechte auf max. 10%, unabhängig von der Größe des Aktienateils abgestimmt werden, die auf der letzten HV durchfiel. Das letzte Mal zahlte die OTP übrigens im Jahre 2007 für 2006 eine Dividende von damals 145 Forint pro Aktie.

Kampf gegen Kreditfäulnis (März 2010)

Die OTP, größte Bank von Ungarn, legte ihre Geschäftszahlen für 2009 vor

OTP Ungarn will Großaktionäre entmachten (Apr 2010)

US Pharmaunternehmen erweiterte Werk in Tatabanya / Ungarn

12.04.2010 · Nachrichten

US Pharmaunternehmen erweiterte Werk in Tatabanya / Ungarn

Das amerikanische Pharmaunternehmen BD Medical-Pharmaceutical Systems konnte Ende vergangener Woche die Erweiterung seines Werkes zur Herstellung von medizinischen Injektionspritzen im nordwestungarischen Tatabanya einweihen. Die 100 Mio EUR teure Investition erhöht den Personalstand von derzeit rund einhundert auf über 500 Angestellte, wenn 2014 die volle Kapzität erreicht sein wird. Die Erweiterung um 25.000 Quadratmeter wurde binnen eineinhalb Jahren realisiert. Bei der Eröffnung war auch die neue amerikanischen Botschafterin in Ungarn Eleni Tsakopoulos Kounalakis anwesend.

Steuereinnahmen und Defizit in Ungarn über Plan

12.04.2010 · Nachrichten

Steuereinnahmen und Defizit in Ungarn über Plan

Die Steuereinnahmen im ersten Quartal überraschten die ungarischen Finanzpolitiker einmal positiv, denn sie lagen 16 Milliarden Forint (ca. 60 Mio EUR) über den Erwartungen. Finanzminister Péter oszkó konnte am Freitag 18 Milliarden Forint Mehreinnahmen aus der Mehrwertsteuer verkünden, die Einkommenssteuer übertraf die Berechnungen um 9 Mrd. Ft. allerdings lagen Einnahmen aus anderen Verbrauchssteuern sowie den Unternehmenssteuern um 7 bzw. 9 Mrd. Forint unter Plan. Das Haushaltsdefizit (ohne Defizite der Komitate) lag im März bei 259,3 Mrd. Forint, also bei kanpp 1 Mrd. EUR und damit rund 45 Mrd. Ft. unter dem erwarteten Wert, das cash-flow basierte Defizit erreichte im ersten Quartal bereits 610 Mrd. Forint und damit fast 70% des für das Gesamtjahr prognostizierten Volumens. Dies bedeutet, dass sowohl die Einnahmen als auch die Ausgaben über den Werten des Haushaltsgesetzes liegen. Oszkó wiedersprach Expertenmeinungen, wonach das Defizit bereits im April 100% der Zielvorgabe für 2010 erreichen könnte, das Ministerium sieht es Ende April bei 78,8%.

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Ungarische Liberale fallen auch aus Parteienförderung

16.04.2010 · Nachrichten

Ungarische Liberale fallen auch aus Parteienförderung

In diesem Jahr kommen sechs Parteien in den Genuss von staatlichen Zuschüssen. Neben denen, die es ins Parlament schaffen (Fidesz-KDNP, MSZP, Jobbik, LMP), erfüllte auch das MDF die Kriterien für eine staatliche Parteienfinanzierung. Nach 20 Jahren, fällt das liberale SZDSZ erstmals aus der staatlichen Förderung heraus, was der Partei neben dem politischen wohl auch das finanzielle Ende bereiten wird. Hauptgrund dafür war der Umstand, dass der SZDSZ nicht mehr selbst für die Parlamentswahlen antrat, sondern nur mit Einzelkandidaten auf den Listen des MDF, so war eine Ergebnismessung nicht mehr möglich. Parteien, die unter 1% der Wählerstimmen erhielten, erhalten ebenfalls keine Staatsgelder, also auch die Bürgerbewegung (0,9%), die kommunistische Arbeiterpartei (0,1%), die Romapartei oder auch die rechtsextreme MIÉP, die früher einmal sogar im Parlament saß. ERGEBNISSE, HINTERGRÜNDE und alles weitere zur Wahl in Ungarn

Unklare Gemengelage vor Wahl in Tschechien

16.04.2010 · Nachrichten

Unklare Gemengelage vor Wahl in Tschechien

Die meisten Tschechen wünschen sich, nach einer entsprechenden Umfrage, den ehemaligen Außenminister und Abkömmling einer berühmten Fürstenfamilie, Karel Schwarzenberg (Foto, von der rechtskonservativen TOP 09-Bewergung) oder Petr Necas von den Bürgerlichen Demokraten (ODS) als neuen Ministerpräsidenten. Beide werden von je 31% der Bevölkerung gerne auf dem Posten des Regierungschefs gesehen. Die Umfrage der Tageszeitung Lidove noviny deckt dabei auch den Widerspruch auf, dass bei der Parteienpräferenz hingegen deutlich die sozialdemokratische CSSD des intermistisch regierenden Jan Fischer vorn liegt, wärhrend deren Spitzenkandidat, Parteichef Jiri Paroubek, nur mit 20% direkter Unterstützung rechnen kann. Das Hauptrpoblem für die CSSD würde nach einem Wahlsieg die erfolgreiche Suche nach einem Koalitionspartner sein.

Die Chancen der bürgerlichen ODS auf ein gutes Abschneiden, sind nach dem beschämenden Ausfall von Ex-Premier Topolanek, der letztlich mit seinem Rücktritt von Ämtern und Kandidatur endete, wieder gestiegen. Auch das Abschneiden der gespaltenen Christdemokraten und der Grünen spielt für die Kräfteverhältnisse im neuen Parlament eine Rolle. Die vorgezogenen Parlamentswahlen finden ab 28. Mai statt, im Herbst gibt es zudem noch Senatswahlen.

Knödel, Kraut und Gulasch

Verbaler Amoklauf des Ex-Premiers von Tschechien

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