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Kurzmeldungen aus Ungarn — KW 15/2011 (II)

(c) Pester Lloyd / 15 – 2011 KURZMELDUNGEN — gesammelte Meldungen dieser Woche aus dem Archiv.

Lehrer in Ungarn entsetzt über geforderte Mehrarbeit

15.04.2011 · Politik

Nun gehen auch die Lehrer in Ungarn auf die Barrikaden. Eine im Stillen vorbereitete Gesetzesvorlage aus dem Wirtschaftsministerium besagt, dass die Anzahl der Arbeitsstunden von Lehrern um 30% angehoben werden soll, um entsprechende Zielvorgaben im Budget erreichen zu können. Die Demokratische Lehrergewerkschaft ist nicht nur von der Stundenerhöhung entsetzt, sondern auch davon, dass es keinerlei Konsultationen mit den Vertretern des Berufsstandes gegeben hat, zumal eigentlich das Ministerium für Justiz für den öffentlichen Dienst bzw. das Ministerium für Nationale Ressourcen zuständig ist, von dort kam sogar ein Entwurf, wonach die Arbeitszeit um 10 Prozent gesenkt werden könnte.

Laut Gewerkschaftschef Lászlá Mendrey gibt es eine Studie, die belege, dass die tatsächliche durchschnittliche Arbeitszeit von Lehrern in Ungarn, Vorbereitung und Auwertung des Unterrichts eingeschlossen, bei 51 Stunden liege, eine weitere Erhöhung somit vollkommen ausgeschlossen sei. Noch dazu sehe der Entwurf des Ministers keinerlei finanzielle Kompensationen für die Mehrarbeit vor.

UNO-Generalsekretär besucht Ungarn

15.04.2011 · Nachrichten

Für Sonntag hat sich UN-Generalsekretär Ban Ki-moon zu einem Kurzbesuch in Ungarn angekündigt. Im Vorfeld seiner Visite ermutigte er das Land sich für einen nichtständigen Platz im UN-Sicherheitsrat für die Sitzungsperiode 2012/13 zu bewerben. Dabei spiele es keine Rolle, ob das Land groß oder – so wie Ungarn – kleiner ist, immerhin beteilige es sich ja an einigen UN-Missionen in der Welt. Auch sammle das Land gerade weitere internationale Erfahrungen während der EU-Ratspräsidentschaft. Die Länder in Osteuropa, so ist der UN-Chef überzeugt, könnten ihre „Erfahrung beim politischen Übergang vor zwanzig Jahren“ einsetzen um der arabischen Welt und Nordafrika beim Aufbau demokratischer Strukturen wertvollen Rat zu geben. Er erinnere sich noch sehr gut an seine Studentenzeit und an den Aufruf seines Vorgängers Dag Hammarskjold die jungen Ungarn zu unterstützen, die nach Freiheit rufen.

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