(c) Pester Lloyd / 16 – 2012 KURZMELDUNGEN — gesammelte Meldungen dieser Woche aus dem Archiv.
Linie 4 in Budapest fertig bis 2014?
18.04.2012 · Wirtschaft
Metrol inie 4 in Budapest soll 2014 fertig sein
„Der Bau der vierten U-Bahn-Linie in Budapest könnte bis zum Frühjahr 2014 abgeschlossen werden“, sagte der Oberbürgermeister der ungarischen Hauptstadt, István Tarlós der Tageszeitung “Magyar Nemzet” am Montag. Die Arbeiten dauern somit mindestens 2 Jahre länger als geplant. Für das Projekt werden mittlerweile Kosten von fast 400 Mrd. HUF Forint (1,3 Mrd. EUR) veranschlagt. Laut der offiziellen Webseite der U-Bahn, war das Projekt im Dezember 2011 zu 70% fertiggestellt. Der Grundstein wurde im März 2006 festgelegt. Laut Tarlós war es eines der größten Probleme, dass 17 Subunternehmen beauftragt worden waren und nicht ein Hauptvertragspartner. Tarlós sprach unter anderem auch von einem „irrsinnigen“ Vertrag mit Siemens. Das Unternehmen fordere demnach nun mehrere Dutzend Milliarden HUF Entschädigung wegen Vertragsstreitigkeiten mit dem französischen Unternehmen Alstom , auf Grundlage eines Vertrages der mit der damaligen Stadtregierung von MSZP und SZDSZ unterzeichnet worden war. Das Büro des Bürgermeisters hat vor Kurzem einen Bericht bei der Staatsanwaltschaft eingereicht bezüglich der Verträge mit Subunternehmern, weil die Zahlung von Subventionen der Europäischen Union in Höhe von insgesamt 181 Mrd. HUF, die für die Beendigung des Projektes benötigt werden, gefährdet sind.
Weiterer Rückgang bei Beschäftigung in Ungarn
20.04.2012 · Nachrichten
Den dritten Monat in Folge sank in Ungarn die Zahl der Angestellten in der Privatwirtschaft sowie in den produzierenden Staatsbetrieben. Im Februar war es ein Rückgang von 1,5% gegenüber dem Vorjahresmonat und damit der dritte Rückgang seit Dezember, ermittelte das Statistische Zentralamt in Budapest. Die in der Erhebung gemessenen Unternehmen mit mindestens fünf Angestellten beschäftigten somit 1,7963 Mio. Menschen, 27.300 weniger als vor einem Jahr und auch 2.700 weniger als im Februar. Diese Entwicklung folgt einem permanenten, wenn auch marginalem Anstieg zwischen Mai 2010 und November 2011. Das Gesamtjahr 2011 vermerkte ein Plus von 1,3% gegenüber 2010. Die ehrgeizigen Ziele der Regierung, pro Jahr rund 100.000 neue Stellen zu schaffen, sind längst gescheitert, die verfehlte Wirtschaftspolitik wird zu weiteren Entlassungen führen, vor allem der ungarische Mittelstand ohne internationalen Background führt einen verzweifelten Überlebenskampf. Derweil versucht die Regierung mit Bruttolohnstatistiken und kommunalen Beschäftigungsprogrammen schöne Zahlen zu malen , letzte Umfragen zeigen aber, dass die meisten Ungarn die Propaganda-Manöver der Regierung immer besser durchschauen.
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