(c) Pester Lloyd / 17 – 2009 KURZMELDUNGEN — gesammelte Meldungen dieser Woche aus dem Archiv.
Continental verlegt von Spanien nach Ungarn
24.04.2009 · Wirtschaft
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Continental verlegt von Spanien nach Ungarn
Der deutsche Automobilzulieferer und Reifenhersteller Continental wird Produktionskapazitäten von Spanien nach Ungarn umleiten. Wie ungarische Medien berichten werden bis zu 5 Mio EUR in Ungarns Standorte Makó und Vác investiert, viele neue Arbeitsplätze werden aber dadurch nicht entstehen. Die Aufträge seien allein im Makóer Werk in den letzten zwei Quartalen um 40% zurück gegangen, man sei schon froh wenn man den jetzigen Beschäftigtenstand halten könne. Continental wird die Teileproduktion für den Mini von BMW, sowie für Volvo- und Scania-LkW´s nach Makó holen. 2007 beschäftigte man noch 1.320 Arbeiter, heute sind es nur noch rund 900. 2008 machte man einen Umsatz von 23,6 Mrd. HUF.
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Kritik an Preispolitik der Energiekonzerne
24.04.2009 · Wirtschaft
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Kritik an Preispolitik der Energiekonzerne in Ungarn
In Ungarn macht man sich Gedanken darüber, warum der Konsument von den sinkenden Energiepreisen auf den Weltmärkten so gut wie gar nichts mitbekommt. Die größte Tageszeitung des Landes, Népszabdság, rechnete nun aus, dass die geschätzten zusätzlichen Gewinne aus der Schere zwischen Weltmarkt- und Einzelhandelspreis, welche die großen Energiekonzerne des Landes sowie der staatliche Zwischenhändler MVM wie auch die Kraftwerke realisierten, sich auf bereits rund 500 Milliarden Forint, etwa 2,5 Milliarden Euro, belaufen. In Zeiten hoher Weltmarkpreise, so analysiert die Zeitung, nehme man diese als Referenz, um Preiserhöhungen zu rechtfertigen, in Zeiten fallender Kurse höre man jedoch plötzlich nichts mehr von den Weltmärkten.
Dieser Umstand sei besonders zu hinterfragen, angesichts der angespannten Einkommenssituation vieler Ungarn und der notwendigen Hilfszahlungen aus Steuermitteln, der Energiepreiskompensation. Zwar hatte die Aufsichtsbehörde Preiskontrollen angekündigt, geschehen sei aber kaum etwas. Dies sei nun der Preis eines nach wie vor nicht vollständig liberalisierten Marktes, glaubt die Népszabdság. István Kutás, Sprecher von E.ON widersprach der Darstellung und meinte, dass man keine Extragewinne eingefahren habe. Er verwies darauf, dass auch im westlichen Ausland die Preise kaum gefallen seien und es sich bei den Abkommen zwischen Produzenten und Verteilern von Energie um langfristige Vereinbarungen handele, auf die kurzfristige Schwankungen am Weltmarkt kaum Einfluß hätten.
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ITD brachte 2.300 neue Jobs nach Ungarn
24.04.2009 · Wirtschaft
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ITD brachte 2.300 neue Jobs nach Ungarn
Der japanische Elektronik- und IT-Konzern NEC kündigt die Schaffung eines neuen Hauptquartiers für CEE/SEE mit Sitz in Budapest an. Damit einher geht ein Wachstumsplan von 15% für die Region. NEC hat bereits einen Stützpunkt in der ungarischen Hauptstadt, will aber weitere 70 Arbeitsplätze an die Donau bringen und eine gute Million dafür investieren. NEC beschäftigt sich u.a. mit Telekommunikations- und Broadcastinginfrastruktur sowie IT-Netzwerken, 2008 übernahm man den örtlichen Mitbewerber Linecom, der nun unter der NEC-Marke das Rückgrat der hiesigen Aktivitäten bildet. Weitere Büros gibt es in Polen und Tschechien, man ist in 17 osteuropäischen Ländern aktiv. In den ersten Monaten des Jahres konnte dieungarische Investitionsagentur (ITD Hungary) insgesamt Investitionen von 52 Mrd. HUF nach Ungarn vermitteln, bzw. bestätigen, die bis zu 2.300 neue Jobs gebracht haben sollen. Darunter sind Vodafone, IBM, Infineon und BP, die ihre Aktivitäten in Ungarn ausbauen.
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Ungarische Magnaten von Wettbewerbsaufsicht abgestraft
24.04.2009 · Wirtschaft
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Ungarische Magnaten von Wettbewerbsaufsicht abgestraft
Das ungarische Wettbewerbsamt GVH hat die Firmen Bonitas und Tendre, in Händen von Sándor Csányi (Multimilliardär, OTP-Chef, MOL-Aufsichtsrat etc etc.) sowie Tamás Leisztinger mit 17 bzw. 10 Mio EUR Strafe belegt (ca. 55 bzw. 42.000 EUR). Grund hierfür seien fehlende Genehmigungen für Firmenübernahmen vor zwei Jahren gewesen. Dabei ging es um die Übernahme des Agrarunternehmens Bábolna Takármanyipári.
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Neuer Wirtschaftsminister benannt
24.04.2009 · Wirtschaft
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Neuer Wirtschaftsminister für Ungarn benannt
Als Ersatz für den als Wirtschaftsminister nicht mehr in Frage kommenden Tamás Vahl, nannte Ministerpräsidnet Gordon Bajnai nun István Várga. Der 53jährige war Chef der ungarischen Shell-Tochter und ist Präsident der Britischen Handelskammer in Ungarn, zeitgleich Vorsitzender der ungarischen Petroleum Vereinigung und Berater für Transparency International (TI). Letzte Funktion ist besonders bemerkenswert, nicht nur weil es verwundern könnte, dass ein hoher Wirtschaftsboss eine unabhängige Organisation zur Korruptionsbekämpfung berät, sondern weil es ein Brief der ungarischen Sektion von Transparency International war, der den ersten Kandidaten zu Fall brachte. TI hielt den Ex-SAP-Hungary-Chef Tamás Vahl, der auch Präsident der Deutsch-Ungarischen Industrie- und Handelskammer ist, für moralisch untragbar, weil das Unternehmen unter seiner Leitung mehrere rechtskräftike kartellrechtliche Verurteilungen mit hohen Strafzahlungen hinnehmen musste. ( unser Bericht dazu )
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