(c) Pester Lloyd / 19 – 2009 KURZMELDUNGEN — gesammelte Meldungen dieser Woche aus dem Archiv.
0919immo
07.05.2009 · Wirtschaft
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Immobilienmarkt in Ungarn unter Druck
Der Budapester Immobilienmarkt-Index, ein Maßstab für das Verhältnis zwischen Angebot und Nachfrage und damit ein wichtiger Stimmungsindikator, sank von Januar bis April um 8 Punkte, teilt das Marktforschungsinstitut GKI mit. GKI befragte über 1.190 Unternehmen, darunter auch über einhundert Immobilienfirmen über Aussichten und Geschäftslage.
Dabei macht vor allem Sorge, dass man vor 2011 kaum eine Erholung sieht. Ablesbar sei das an der geringen Zahl von Baugenehmigungen für Wohnungen und Häuser. Vor allem die Grundstückspreise sind stark gefallen.
Die Prognose für die Preisentwicklung: sanierter Altbau und neue Wohnungen bleiben eher stabil, Plattenbauten werden etwas günstiger zu haben sein. Einfamilienhäuser könnten sogar zulegen, auch weil viele verunsicherte Sparer, ihr Geld lieber in eigene vier Wände investieren als es auf der Bank liegen zu lassen. In Ostungarn werden die Immopreise deutlicher verfallen, auch im Westen des Landes wird es weiter bergab gehen, jedoch in geringerem Ausmaß, so die Studie.
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"Generalstreik" am 8. Mai in Ungarn
07.05.2009 · Politik
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Ein bisschen Generalstreik in Ungarn
Der Gewerkschaftsdachverband LIGA erhofft sich eine rege Beteiligung am für den 8. Mai ausgerufenen „Generalstreik“.
Der Chef des Verbandes, gleichzeitig Vorsitzender der Bahnergewerkschaft, die für die letzten Bahnstreiks verantwortlich ist, István Gaskó geht davon aus, dass man den Schienenverkehr im gesamten Land lahmlegen werde. Auch Lehrer, Mitarbeiter des Gesundheitswesens und Fabrikarbeiter könnten sich an dem Protesttag beteiligen. Insgesamt sind 82 Gewerkschaften, darunter auch Minigruppen, unter dem Liga-Dach vereint. Der Ausstand richtet sich gegen das Sparpaket der Regierung Bajnai, dass von LIGA als unausgewogen und ungerecht abgelehnt wird. Außerdem enthalte es zu wenig Maßnahmen, die wirklich neue Arbeitsplätze schaffen. Die Ungerechtigkeit der Maßnahmen wird auch vom größeren, eher links gerichteten Gewerkschaftsverband MSZOSZ angeprangert, dieser ist sich aber mit dem, eher der Fidesz-Opposition zuneigenden Liga-Verband spinnefeind, wie auch das ganze Land geteilt ist und beteiligt sich daher nicht an dem Streiktag. MSZOSZ setzt vorerst auf Verhandlungen mit der Regierung und behält sich eigene Maßnahmen vor. Vor der EU-Wahl will man aber den „Genossen“ nicht in den Rücken fallen.
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0919boerse
09.05.2009 · Wirtschaft
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Börse Budapest: BUX gewinnt 11,5%
Am Freitag erreichte der Leitindex der Budapester Börse, BUX, den höchsten Stand seit Anfang November 2008. Er schloss mit 14.358 Punkten, ein Plus von 3,34 Prozent zum Vortag. Noch vor drei Monaten unterschritt er sogar die 10.000-Punkte-Marke, zu seinen besten Zeiten stand er schon bei 26.000. Vor allem die Schergewichte OTP, Telekom, MOL und Richter trieben den Index nach oben, sie teilten sich 92% des gesamten Umsatzes. Relativ positive (also vor allem keine schrecklichen) Quartalszahlen, die allgemeine Bärenrallyestimmung in CEE und die erträglichen Zahlen aus den USA trugen die Börse in diese höheren Gefilde. Innerhalb einer Woche konnte der BUX so um 11,5% zulegen, der BUMIX für die etwas kleineren Unternehmen sogar 14,43%. Die Umsätze in Budapest sind jedoch jenseits eines ernstzunehmenden Handelsplatzes. Am Freitag lagen sie bei gerade 88 Mio EUR. Auch die anderen CEE-SEE-Börsen schlossen zu Ende der Woche positiv.
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0919duerre
09.05.2009 · Wirtschaft
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Dürre macht Ungarns Bauern zu schaffen
Die wochenlange Trockenheit macht den Bauern Ungarns immer mehr zu schaffen. Östlich der Donau bis zum Karpatenbecken gab es im April nur wenig Niederschläge. Die junge Saat droht daher zu verdorren. Nach Angaben des metereologischen Dienstes war die durchschnittliche Regenmenge in den betroffenen Anbaugebieten bis zu 49 mm geringer als der Schnitt der letzten 30 Jahre. Erste Prognosen gehen davon aus, dass die sehr guten Ernteergebnisse des Vorjahres heuer um ein Drittel unterschritten werden könnten. Vor allem Getreidesorten wie Raps und Weizen leiden derzeit, Mais und Sonnenblumen seien noch relativ wenig betroffen.
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MKB steht bald zum Verkauf
09.05.2009 · Wirtschaft
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MKB steht bald zum Verkauf
Die Ungarische Außenhandelsbank (MKB), eine Tochter der Bayerischen Landesbank wird im Zuge der Umstrukturierung vermutlich zwischen 2013 und 2014 verkauft werden.
Das berichtete die „Süddeutsche Zeitung“ am Freitag. Nach einem Sanierungsplan sollen auch die Kärntner Hypo Alpe Adria, die SaarLB, die LBLux in Luxemburg und die GWB Immobilien AG in München den Besitzer wechseln. Die Bayerischen Landesbank will ihr Geschäft „wesentlich verkleinern“, sich also auf den Heimatmarkt und die umliegende Region beschränken. Dabei soll die Bilanzsumme von bisher 485 Mrd. EUR auf rund 270 Mrd. EUR binnen 4 Jahren verringert werden.
Die Bank muss diese Maßnahmen in Kauf nehmen, um in den Genuss der Staatshilfe zu kommen. Die EU hatte, laut den Angaben der Zeitung, darauf gedrängt. Das Land Bayern stützt seine Landesbank mit 10 Mrd. EUR. Aus den Verkäufen der Töchter soll, zumindest ein Teil davon zurückgezahlt werden. Man solle aber nicht übereilt an die Verkäufe herangehen, da derzeit keine besonders guten Preise für Banken gezahlt werden.
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0919mwst
09.05.2009 · Wirtschaft
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Ermittlungen wegen Mehrwertsteuerbetrug
Die ungarische Finanzaufsicht, das Finanzamt sowie Polizei und Staatsanwaltschaft ermitteln derzeit in einem Fall von massivem Mehrwertsteuerbetrug. Mit vorgetäuschten Handelsgeschäften erschlichen sich ungarische und ausländische Verdächtige bis 2007 Mehrwertsteuerrückerstattungen von über 10 Mrd. HUF (ca. 36 Mio EUR.). Dazu benutzten sie angeblich eine Firma, die sich im Besitz einer „einheimischen Bank“ befinden soll. Namen wurden offiziell noch nicht genannt, die Tageszeitung Népszabadság brachte am Freitag jedoch die OTP Trade Kft. ins Gespräch (heute TradeNova), die sich in direktem Besitz der OTP-Bank befindet. Diese soll bereits ihre Erkenntnisse aus internen Untersuchungen an die Polizei weitergeleitet haben. Der Vorwurf lautet darauf, dass die OTP Trade für verschiedene Handelsgeschäfte, die allerdings nur auf dem Papier stattfanden, die Mehrwertsteuer „vorschoss“, um sie dann vom Finanzamt einzuheben.
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