(c) Pester Lloyd / 20 – 2013 KURZMELDUNGEN — gesammelte Meldungen dieser Woche aus dem Archiv.
Präsident der Jüdischen Gemeinden in Ungarn abgesetzt
13.05.2013 · Nachrichten
Kurz nach Ende des Jüdischen Weltkongresses ist der Präsident der Vereinigung der Jüdischen Gemeinden in Ungarn, MAZSIHISZ, Péter Feldmájer, von seinem Posten zurückgetreten, genauer, bei einem Vorstandstreffen abgewählt worden. Er verlor eine Vertrauensabstimmung, die er selbst initiiert hatte, dabei waren insgesamt drei Wahlgänge erforderlich, um zu einem haltbaren Ergebnis zu kommen
Der Vertrauensverlust hat, laut Beobachtern, mit jahrelangen persönlichen aber auch fraktionellen Grabenkämpfen in der Dachorganisation der jüdischen Glaubensgemeinschaften zu tun und weniger mit Feldmajérs Auftritt beim WJC in der Vorwoche, bei dem er sich – wie stets – halb kritisch, halb lobend über die Regierungspolitik äußerte. Siehe hier . Feldmájer selbst sieht „persönliche Ambitionen“ hinter dem Sturz, die sich während seiner mittlerweile fast fünf Amtszeiten aufgestaut hätten. Neben der Verteilung von Fördergeldern, geht es auch um das Ringen um Einfluss zwischen den eher liberalen und religiöseren Gemeinden. Bis zu einem außerordentlichen Kongress wurde das Vorstandsmitglied Gusztáv Zoltai mit der interimistischen Führung der Amtsgeschäfte betraut.
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Ungarn will sich für Fußball EM 2020 bewerben
15.05.2013 · Nachrichten
Der ungarische Fußballverband MLSZ will sich für die UEFA Europameisterschaft 2020 bewerben. Bekanntermaßen soll diese erstmals nicht in ein oder zwei Ländern, sondern an 13 Orten in ganz Europa abgehalten werden, zumindest, wenn sich der Vorschlag von UEFA-Chef Michel Platini durchsetzt. MLSZ-Präsident Sándor Csány, auch Chef der größten Bank Ungarns OTP und Lebensmittelmagnat, sähe Budapest gern unter diesen 13 Orten, sagte er am Montag nach der Generalversammlung des nationalen Verbandes. Auch als Finalort für die Champions oder Europa League käme das bis 2017 mit 300 Mio. EUR aufgerüstete neue Puskás-Stadion (siehe Entwurf) in Budapest in Frage, so Csányi. Bewerbungen müssen bei der UEFA bis September dieses Jahres abgegeben werden. Mehr zu den Stadionplanungen hier
Zur speziellen Fußballbegeisterung des Ministerpräsidenten
Geisterspiel Ungarn – Rumänien
Trag niemals Lila! Schmalzbrot und Hitlergruß: Ein Besuch beim Fußballklub Ferencváros Budapest http://www.pesterlloyd.net/2009_33/0933fradi/0933fradi.html
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30.- bis 120.- EUR mehr Lohn für Mitarbeiter im Gesundheitswesen in Ungarn
15.05.2013 · Nachrichten
Die ungarische Regierung stellt umgerechnet rund 100 Mio. EUR für Gehaltserhöhungen für Mitarbeiter des öffentlichen Gesundheitswesens zur Verfügung. Staatssekretär Miklós Szócska sagte, diese Ausschüttung sei möglich, weil die angehobenen Verbrauchssteuern auf Alkohol und Tabakwaren mehr Einnahmen brachte, als erwartet. Der wirkliche Grund ist jedoch, dass sich die Auswanderungsbewegung von Ärzten seit der letzten Gehaltsanpassung nicht abgeschwächt hat und durch die neue Rentenregelung im öffentlichen Dienst noch mehr Mediziner fehlen, vor allem auf dem Lande. Die Gehaltserhöhung erhalten die Ärzte und Schwestern im September, rückwirkend ab Januar. Alle Ärzte, die weniger als 450.000 Forint (ca. 1.500 EUR) brutto verdinen bekommen 40.000 Forint (120.- EUR) zusätzlich, wer mehr verdient bekommt ein Plus von 10.000 HUF im Monat. Auch Mitarbeiter ohne medizinische Qualifikation dürfen nur mit 30.- EUR mehr rechnen, während solche mit einer medizinischen Fachausbildung 41.000 zusätzlich erhalten. Insgesamt profitieren knapp 95.000 Menschen von der Anhebung. red.
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