(c) Pester Lloyd / 22 – 2010 KURZMELDUNGEN — gesammelte Meldungen dieser Woche aus dem Archiv.
Borsodi Braurei wieder mit Gewinn
31.05.2010 · Nachrichten&
nbsp; 04.06.2010
Borsodi Braurei wieder mit Gewinn
Die ungarische Borsodi Brauerei konnte 2009 einen Gewinn vor Steuern von 4,3 Milliarden Forint (15,4 Mio EUR) verbuchen und damit wieder in die Gewinnzone drehen, nach dem man 2008 noch 1 Mrd. HUF (3,6 Mio EUR) Verlust verkraften musste. Bemerkenswert ist das Plus vor allem auch deshalb, weil die Umsätze, krisenbedingt, um 6% auf 40,6 Milliarden Forint zurückgegangen waren. Der Marktanteil des beliebten Bieres hielt sich bei rund 30%, meldete das Unternehmen. Die Borsodi Brauerei wurde 1973 gegründet und 1991 von der belgischen Interbrew übernommen. Nach der Fusion der zwei Riesen Interbrew und Anheuser-Busch verkaufte der neue Konzern fast seine kompletten Aktivitäten in Osteuropa, Borsodi kam so im letzten Dezember in die Hände des Finanzinvestors CVC Capital Partners, welche die ehemaligen Ostbrauerein der Interbrew jetzt unter der Marke StarBev führen.
Donau-Karneval in Budapest vom 12.-20.Juni
31.05.2010 · Nachrichten&
nbsp; 04.06.2010
Donau-Karneval in Budapest vom 12.-20.Juni
Der 15. Donau Karneval, eines der größten und buntesten Kulturfestivals der Stadt hält vom 12. bis 20. Juni in Budapest Einzug. Schwerpunkt des zehntägigen Festivals liegt sind multikulturelle Tanz- und Musikdarbietungen. Neben vielen ungarischen Tanzgruppen nehmen dieses Jahr auch 11 Ensembles aus der ganzen Welt mit insgesamt 400 Tänzern an dem Spektakel teil. Zu den diesjährigen Veranstaltungsorten gehören u.a. die Margareteninsel und das Ethnographische Museum. Einen Höhepunkt des Festivals bildet am 19.Juni ein Umzug mit mehr als 1000 Teilnehmern zum Vörösmarty Tér im Herzen des 5.Bezirks. Im Rahmen des Festivals findet dieses Jahr zudem zum zweiten Mal ein internationaler Volkstanzwettbewerb im Budapester Ortsteil Mátyásföld statt. Weitere Informationen und Termine zu dem vielfältigen Programm finden sich auf der offiziellen Homepage des Festivals unter www.dunaart.com
MSZP verweigert Trianon-Gedenktag
31.05.2010 · Nachrichten&
nbsp; 04.06.2010
MSZP verweigert Trianon-Gedenktag
Die Abgeordneten der MSZP, der ungarischen Sozialisten wollen am 4. Juni nicht an der Gedenksitzung des Parlamentes anlässlich 90 Jahre Verträge von Trianon teilnehmen. Das sagte der Abgeordnete László Mandur gegenüber Medienvertretern. Seine Fraktion hatte auch gegen die Vorlage des Fidesz gestimmt, den 4. Juni, den Tag der Unterzeichnung des „Friedensdiktates“ zum „Nationalen Gedenktag“ zu erheben . Sie stießen sich jedoch hauptsächlich an einer Formulierung im Entwurf, der „für nichtreligiöse Abgeordnete“ diskriminierend sei und nicht so sehr an der revanchistischen Tendenz eines „Trianon-Tages“. Am Freitag ab 16.30 findet die Sondersitzung des Parlamentes statt, Staatspräsident László Sólyom wird dort für eine Rede erwartet. Die beiden anderen Oppositionsparteien, die grün-bürgerliche LMP und die rechtsextreme Jobbik, haben ihre Teilnahme zugesagt.
Ungarn 30 Jahre Raumfahrtnation
31.05.2010 · Nachrichten&
nbsp; 04.06.2010
Ungarn 30 Jahre Raumfahrtnation
Im Militärhistorischen Museum von Budapest gibt es derzeit eine Sonderausstellung anlässlich des 30. Jahrestages des ersten Ungarn im All zu besichtigen. Bertalan Farkas (Foto) war 1980 der erste und bisher einzige Ungar im All. Ausrüstungsgegenstände, zahlreiche Fotos und andere Dokumente illustrieren das damalige Ereignis. Doch das Engagement Ungarns im Weltall geht über diesen Einmalflug von Farkas hinaus, erklärte Ferenc József Holló, Direktor des Museums auf dem Budaer Burgberg anlässlich der Eröffnung. Forscher und Entwickler sind in viele russische und amerikanische Projekte mit einbezogen. 1980 war Ungarn die erst siebente Nation, die einen Menschen ins All schickte. Farkas war, zusammen mit seinem sowjetischen Kollegen Valeri Kubasow in der Sojus 36 unterwegs zur Salut 6 Raumstation, wo sie Leonid Popow und Valeri Rjumin besuchten und einige Experimente durchführten. Einen Rundgang durch das Militärhistorische Museum finden Sie in diesem Beitrag .
Präsident ernannte 41 Staatssekretäre
31.05.2010 · Nachrichten&
nbsp; 04.06.2010
Ungarischer Präsident ernannte 41 Staatssekretäre
Zwar hat der neue Regierungschef Viktor Orbán durch die Reduzierung der Ministerin auch acht ein deutliches Signal für mehr Effizienz und Sparsamkeit, andere sagen, für Machtkonzentration gegeben, doch die acht Minister brauchen offenbar mehr Unterstützung als zunächst angenommen. Am Mittwoch ernannte der Staatspräsident satte 41 Staatssekretäre, die vor allem den Superministern Ressorts abnehmen müssen, die früher eigene Minister betreuten. Von schlanker Regierung kann da kaum noch die Rede sein.
Allein sieben kleine Minister erhält das Ministerium für „Nationale Ressourcen“ von Prof. Miklós Réthelyi, die sich die Abteilungen Kultur, Bildung, Sport, Gesundheit, Arbeit, Soziales aufteilen dürfen. Auch das Ministerium für Nationale Entwicklung, im wesentlichen für die Verteilung und Umsetzung der EU-Milliarden zuständig und geleitet von Tamás Fellegi erhält sieben Staatssekretäre. Sechs Miniminister gehen ins Landwirtschaftsministerium, der wichtigste Staatssekretär ist jedoch Mihály Varga, der als Stabschef im Amt des Ministerpräsidenten tätig sein und der wichtigste Berater von Regierungschef Orbán sein wird. Dieser erhält seinen Ernennungsurkunde erst am Freitag, da er den Chef gerade auf Welcom-Tour nach Brüssel begleitet.
Mehr zur neuen Regierung in der INNENPOLITIK
Ungarische Regierung verdoppelt Fluthilfe, Sandsäcke aus Europa
01.06.2010 · Nachrichten
Ungarische Regierung verdoppelt Hochwasserhilfe
Die ungarische Regierung will die Nothilfen für Opfer und Schäden der Flut auf 1,5 Milliarden Forint, ca. 5,5 Mio EUR verdoppeln. Diesen ersten Beschluss des neuen Kabinettes verkündete die neue Regierungssprecherin Anna Nagy am Montag in Budapest. Allein die Schäden an Straßen, vor allem durch Unterspülungen, belaufen sich nach Schätzungen einer Behörde auf ca. 7,2 Mio EUR. Vor allem der Nordosten des Landes war und ist zum Teil immer noch durch massive Überflutungen in Mitleidenschaft gezogen worden. Hunderte Familien mussten für Tage ihre Wohnungen verlassen, tausende Hektar Felder stehen unter Wasser, viele Sommerfrüchte sind dadurch verdorben. Vor wenigen Tagen erhielt Ungarn zudem über 2 Millionen Sandsäcke aus Deutschland, Österreich, Tschechien, Niederlanden, im Rahmen des partnerschaftlichen Zivilschutzes der EU, mehr als 3,6 Mio. Sandsäcke wurden bereits auf fast 1000 km Flußläufen verbaut.
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