(c) Pester Lloyd / 26 – 2009 KURZMELDUNGEN — gesammelte Meldungen dieser Woche aus dem Archiv.
Anstieg der Arbeitslosigkeit verlangsamt
22.06.2009 · Wirtschaft
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Anstieg der Arbeitslosigkeit verlangsamt
Erstmals in diesem Jahr wuchs die Zahl der Vollzeitbeschäftigten in Ungarn wieder. Dies aber letztlich nur dank staatlicher Konjunkturprogramme und Nothilfen. Festangestellte im Industriebereich gab es im April 17.400 weniter als ein Monat zuvor. Im März machte die Zahl der Entlassungen jedoch noch 32.500 aus. Insgesamt hatten im April 2009 5,4% weniger Menschen Arbeit als vor einem Jahr. Die meisten Entlassungen gibt es nach wie vor im verarbeitenden Gewerbe, also jenen Betrieben, die direkt als verlängerte Werkbank von Großkonzernen existieren oder als Zulieferer von Aufträgen z.B. der Autoindustrie abhängig sind.
Dort ging die Zahl der Beschäftigten binnen Jahresfrist nun um über 10% zurück. Allein im April mussten in diesen Bereichen 10.200 Menschen gehen, im März waren es mit 26.500 noch mehr als zweieinhalb mal so viele, was bereits als sanftes Erholungszeichen gedeutet wird. Im öffentlichen Dienst und bei den Kommunen wuchs die Zahl der „Beschäftigten“ im April um sagenhafte 21.300 (März + 3.000). Die meisten davon befinden sich jedoch in Arbeitsbeschaffungsmaßnahmen.
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Benzinpreis in Ungarn könnte um 20 HUF auf einen Schlag steigen
22.06.2009 · Wirtschaft
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20 HUF mehr für Benzin und Diesel in Ungarn
Stichtag 1. Juli. Benzin und Diesel könnten am Tag der Erhöhung der Mehrwertsteuer um 5 Punkte auf 25% in Ungarn auf einen Schlag um 18, 19 oder 20 Prozent teurer werden, die stärkste ERhöhung „in der Geschichte Ungarns“, wie berichtet wird. Denn nicht nur die Áfa, sondern auch die Mineralölsteuer wird an diesem Tag massiv erhöht. Außerdem wird vermutet, dass MOL und andere Player den Tag der Steuererhöhung dazu nutzen könnten und werden, eigene Preiserhöhungen relativ unauffällig im Schatten der Staatsmaßnahmen durchzubringen. Die Mineralölsteuer wird am 1. Juli um 5,5 auf 109 Forint je Liter Benzin und 90,5 Forint je Liter Diesel angehoben. Damit gehen 56% des Preises für Kraftstoffe an den Staat, voher 53%.
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Akzent Ungarn in Graz
22.06.2009 · Kultur
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Ungarischer Akzent in Graz
Ungarische Kunst, 1960 bis 1990, aus der Sammlung der Neuen Galerie Graz und des Janus Pannonius Múzeum Pécs ist vom 26. Juni bis 6. September in der Neuen Galerie in Graz zu sehen.
Schon seit 1973 trat die Neue Galerie im Rahmen der „Internationalen Malerwochen in der Steiermark“ in engen kulturellen Austausch mit dem Nachbarland Ungarn. Seither wurden in Kooperation mit dem Ludwig Museum und der Kunsthalle Budapest, dem Kunstmuseum Szombathely und dem Janus Pannonius Múzeum Pécs weitere Ausstellungsprojekte realisiert. Im Zuge dieser Aktivitäten entwickelte sich ein umfangreicher Sammlungsbestand ungarischer Kunst mit rund 200 Gemälden, Graphiken, Plastiken, Fotografien und installativen Objekten von ca. 1960 bis 1990, welcher nun eine wissenschaftlich aufbereitete Präsentation unter dem Titel Akzent Ungarn erfährt. Die Ausstellung erfolgt in Zusammenarbeit mit dem Janus Pannonius Múzeum Pécs. Akzent Ungarn kann als Fortsetzung der letztjährigen Sammlungspräsentation Viaggio in Italia – Italienische Kunst von 1960 bis 1990 und somit als programmatisches Anliegen gesehen werden, die Aktivitäten der Neuen Galerie im historischen Brennpunkt der mitteleuropäischen Avantgarde seit den 1960er Jahren zu dokumentieren. Weitere Informationen:
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Realeinkommen sinken dramatisch
22.06.2009 · Wirtschaft
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Realeinkommen sinken dramatisch
Die Realeinkommen der Ungarn sind in den ersten vier Monaten des Jahres 2009 um rund 2,2 Prozent gesunken. Das sind wahrlich schlechte Nachrichten für Durchschnittsverdiener aber auch für den Binnenkonsum, wenige Tage vor einer Erhöhung der Mehrwertsteuer um 5 Prozentpunkte. Der Rückgang errechnet sich aus den Zahlen, die das Statistische Zentralamt jetzt vorlegte. Demnach sind die Bruttoeinkünfte in den letzten zwölf Monaten von April 2008 bis April 2009 um durchschnittlich 3,5% gestiegen, netto stiegen sie noch um 2,7%.
Rechnet man dann die Teuerung von 3,4% (Apr-Apr), bzw. 3,1% von Jan-Apr mit ein, ergibt sich ein Rückgang des Realeinkommens um 0,7% für 12 Monate und sogar von 2,2% für die ersten vier Monate von 2,2%. Durch den Wegfall der Jahresboni im öffentlichen Sektor, die dort praktisch wie ei 13. Monatsgehalt wirkten, fiel der Rückgang dort mit 7,5% am höchsten aus. Das durchschnittliche Bruttoeinkommen aller regulär Beschäftigten in Ungarn (auf Vollzeitbasis) beträgt derzeit 200.500 HUF (nach heutigem Kurs EUR 720.-), netto bleiben dem Durchschnittsungarn davon rund 441 EUR übrig.
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Wizzair will 50 Airbus A320 kaufen
22.06.2009 · Wirtschaft
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Wizzair will 50 Airbus A320 kaufen
Nachdem die Malév während der Paris Air Show die Bestellung von 30 Suchoi Superjets 100 im Wert von fast einer Milliarde EUR angekündigt hat (siehe unser Beitrag: Außerplanmäßiger Höhenflug… ), legt die ungarische Billigfluggesellschaft Wizz Air noch einen drauf und will 50 Airbus vom Typ A320 anschaffen. Eine entsprechende Grundsatzvereinbarung wurde in Le Bourget bei Paris abgeschlossen. Nach Katalogpreis kosten die Maschinen derzeit 3,8 Mrd. EUR, verbindlich ist die Absichtserklärung indes noch nicht. Wizz Air bekräftigt damit seine Ambitionen, der Carrier für Osteuropa zu werden. Derzeit betreibt man elf Stützpunkte, „Drehscheiben“, in Polen, Ungarn, Bulgarien, Rumänien, Ukraine und Tschechien mit 24 A320.
Der ehemalige Malev-CEO József Váradi hat die Airline im Juli 2003 in London gegründet und Tochtergesellschaften in Polen, Ungarn und Bulgarien angemeldet. Finanziert wurde der Start mit 30 bis 50 Millionen Euro, die aus Risikokapitalfonds stammen. Die Gesellschaft beschäftigt zurzeit 800 Mitarbeiter (Stand: Juni 2009). Wizz Air fliegt ausschließlich mit Airbus A320-200, die hauptsächlich von Kattowitz und Budapest starten. Am 19. Mai 2004 hob eines ihrer Flugzeuge zum ersten Mal ab und am 23. Juni 2004 gab es den ersten kommerziellen Flug ab Budapest.
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AsiaFood baut Nudelfabrik
23.06.2009 · Wirtschaft
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AsiaFood baut Nudelfabrik im Osten von Ungarn
Während traditsionsreiche ungarische Lebensmittelhersteller, wie Globus, Überleben kämpfen und zum Teil verkauft oder geschlossen werden müssen, expandiert die asiatische Nudelindustrie munter weiter. AsiaFood will ein neues Nudelwerk im nordostungarischen Verpelét eröffnen. Rund 150 Menschen könnten dadurch einen neuen Job bekommen, eine Erweiterung des Personalstandes auf bis zu 250 Mitarbeiter ist in Aussicht gestelllt. Auf der 5.000 qm-Fläche soll eine Fabrik für chinesische Tiefkühlnudeln entstehen, hauptsächlich für den Export nach Italien und Frankreich. Die kleine Gemeinde mit gerade 4.200 Einwohnern soll laut MTI das Grundstück, ein ehemaliges Militärgelände, für einen symbolischen Preis von 1.000 Forint pro ha verkauft haben. Durch die Gewerbesteuer und die Schaffung von Arbeitsplätzen hofft man in der strukturschwachen Region auf einige Verbesserung der Lage. Die Arbeitslosenrate in der Region liegt bei offiziellen 18%.
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