(c) Pester Lloyd / 27 – 2009 KURZMELDUNGEN — gesammelte Meldungen dieser Woche aus dem Archiv.
SAP Ungarn peilt Umsatzplus an
03.07.2009 · Wirtschaft
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SAP Ungarn peilt Umsatzplus an
Die ungarische Tochter des deutschen Softwarekonzerns SAP peilt für 2009 ein 15%iges Umsatzplus an. 2008 machte SAP Magyarország 12,5 Mrd. HUF Umsatz, nach heutigem Kurs ungefähr 46 Mio EUR. Das teilte der Geschäftsführer des auf Firmensoftware spezialisierten Unternehmens, Balázs Ablonczy am Donnerstag auf einer Pressekonferenz mit. SAP behauptet derzeit einen Marktanteil von rund 10% in seinem Segment (ERM), der Markt gäbe hier pro Jahr rund 80 Mio EUR her. 2009 will man seinen Anteil auf bs zu 14% erhöhen. Der Verkauf von Softwarelizenzen brachte 6 Mio EUR, in diesem Jahr zielt man auf bis zu 10 Mio. SAP kann zudem seine, nach Angaben von MTI, ersten beiden öffentlichen Aufträge in Ungarn vermelden, einen von der Autobahngesellschaft, den zweiten vom Verteidigungsministerium. Den größten Zuwachs erwartet die Softwareschmiede im Bereich der kleineren und mittleren Unternehmen (+30%).
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Duravit meldet Umsatzplus für 2008
06.07.2009 · Wirtschaft
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Duravit meldet Umsatzplus für 2008
Einer der führenden Hersteller von Bädern, die Firma Duravit, konnte trotz der negativen globalen Wirtschaftsentwicklung im zweiten Halbjahr 2008 ein Wachstum für 2008 vermelden. Die Umsätze stiegen weltweit auf 335 Mio EUR, +7,6%. Die Hauptabsatzmärkte waren Mitteleuropa, hier besonders Deutschland, Italien, Spanien, Großbritannien und Frankreich sowie die USA. Auch im Nahen Osten und ausgewählten Ländern Asiens war man erfolgreich.
Duravit unterhält in Ungarn ein Verkaufsbüro in Solymár, unweit von Budapest. Das deutsche Unternehmen ist seit mehreren Jahren in Ungarn und der Region Zentral- und Osteuropa tätig. Unter anderem hat Duravit das Spirit Hotel Ternal Spa in Sárvár ( www.spirithotel.hu ), das Hotel Park-Inn in Sárvár ( www.parkinnsarvar.hu ) und das Four Seasons Hotel Gresham Palace in Budapest ( www.fourseasons.com/budapest ) mit Sanitärprodukten und Badmöbeln verschiedener Serien ausgestattet.
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K&H Bank stoppt Fremdwährungskredite
06.07.2009 · Wirtschaft
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K&H Bank Ungarn stoppt Fremdwährungskredite
Die ungarische K&H Bank hat die Vergabe von Fremdwährungskrediten an Privathaushalte und -personen seit Freitag ausgesetzt. Das Finanzinstitut begründet den Schritt, dass die Währungsrisiken derzeit unkalkulierbar seien und man weder sich selbst noch den Kunden ein solches Risiko zumuten wolle. Damit ist nun auch der Zugang zu den in Ungarn äußerst beliebten Schweizer Franken-Krediten gesperrt, die sich mit de Währungsverfall zum Teil um über 30% verteuert hatten und als Bumerang erwiesen. Bereits Mitte Juni stoppte K&H die Ausgabe von Euro- und Dollarkrediten. Die Bank kündigte an, die Attraktivität ihrer Forintkreditangeobte zu verbessern.
Die ungarische Nationalbank bemüht sich seit Monaten alle Bankhäuser in Ungarn zu einer Selbstverpflichtung im Umgang mit Fremdwährungskrediten und den Bedingungen der Kreditvergabe überhaupt zu bewegen. Ein erster Entwurf dazu liegt derzeit beim Bankenverband. Sollte sich ein Übereinkommen nicht bald abzeichnen, hat die Regierung gesetzliche Regelungen angekündigt.
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Lindab schließt Werk in Nyíregyháza
06.07.2009 · Wirtschaft
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Lindab schließt Werk in Nyíregyháza
Dass es der Bauindustrie in Krisenzeiten besonders schlecht geht, ist – trotz diverser regierungsseitiger Infrastrukturprogramme – weder ein Geheimnis, noch zu verhindern. Nun schließt der große schwedische Baustoff und -modulekonzern Lindab sein Werk, ausgerechnet im ohnehin schon strukturschwachen Osten Ungarns, in Nyíregyháza.
Erschlagen von der Krise: ungarische Mitarbeiterin von Lindab, Foto: Lindab Group Das Unternehmen sagt, es kann nicht anders, die Umsätze sind im ersten Halbjahr um 50% eingebrochen. „Die Marktbedingungen werden in der absehbaren Zukunft auch so hart bleiben. Zum Abbau von Kapazitäten und der Kostenreduzierung“ habe es keine Alternative gegeben, teilt das Unternehmen mit. Damit ist Ende Juli Schluss in Nyíregyháza und für 110 Mitarbeiter.
Das dortige Service- und Verkaufszentrum, auch jenes in Biatorbágy sollen jedoch erhalten bleiben. Die Schließung könnte die Schweden zwar zunächst rund 2,6 Mio EUR kosten, doch dann werde man jährlich bis zu drei Mio. EUR einsparen, heißt es.
Den ungarischen Bedarf soll zukünftig das Werk in Tschechien mit abdecken, auch für den kommenden erhofften Aufschwung würden die dortigen Kapazitäten ausreichen. In Russland, einem der Zukunftsmärkte, wird allerdings für ein neues Werk geplant. Lindab beschäftigt rund 5.000 Mitarbeiter in 30 Ländern, der Umsatz 2008 lag bei rund 900 Mio EUR, ging aber 2009 bisher um 17% weltweit zurück.
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"Pariser Hof" in Budapest vor Verkauf
06.07.2009 · Wirtschaft
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„Pariser Hof“ in Budapest vor Verkauf
Der V. Bezirk von Budapest plant den Verkauf einiger Filetstücke aus seinem Immobilienportfolio. Die Selbstverwaltung will damit gegen das sich, laut MTI, auf über 500 Mio Forint (1,7 Mio EUR) belaufende Haushaltsdefizit des Innenstadtbezirkes vorgehen. Insgesamt geht es um vier Top-Standorte in der Innenstadt, das bekannteste davon der „Pariser Hof“ (Párizsi udvar“), ein fünfstöckiges Eckgebäude zwischen Ferenciek tere und Váci utca. Das Gebäude ist vor allem durch seine ungewöhnlich reich gezierten Jugendstilarkaden bekannt und eigentlich ein architektonisches Juwel, dass aber seit Jahren vernachlässigt wurde. Der Plan sieht so aus, die vier Liegenschaften in eine Aktiengesellschaft auszugliedern, wovon die Hälfte an einen Investor verkauft werden soll, was 3-4 Mrd. HUF in die Kassen des Distriktes spülen würde. Aus dem Pariser Hof könnte, nach Vorbild des Gresham Palais, ein weiteres Luxus- oder Appartementhotel entstehen. Im Herbst soll es für das 50%-Aktienpaket eine internationale Ausschreibung geben.
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12% weniger Nächtigungen in Ungarns Tourismus Jan-Mai 2009
06.07.2009 · Wirtschaft
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12,1% weniger Nächtigungen in Ungarn
Touristen buchten in den ersten fünf Monaten 12,1% weniger Nächtigungen in registrierten Unterkünften als im gleichen Vorjahreszeitraum. Dies besagen die offiziellen Erhebungen des Statistischen Amtes (KSH) in Budapest. Die Anzahl der gebuchten Nächte belief sich danach auf noch 5,484 Mio von Januar bis Mai. Allein im Mai betrug der Rückgang 14,1% auf 1,632 Mio, im April war es ein Minus von nur 4,3%, im März -19,4%. Im Mai kamen 15,6% weniger Ausländer als vor einem Jahr, der Rückgang bei ungarischen Urlaubern belief sich auf 13,1%.
Außer bei den Gästen aus Österreich, fielen die Zahlen für alle Länder. Besonders dramatisch der Rückgang aus Großbritannien, von wo neben kulturvollen Besuchern früher auch fliegerweise Sauftouristen kamen, aus den USA kamen 31% weniger Gäste. Die drei weiteren wichtigsten Märkte, Deutschland, Rumänien und Italien ließen zwischen 6 und 12% nach.
Trotz dieser Zahlen stiegen die Preise für ein Hotelzimmer im Durchschnitt um 5,5%, davon gehen rund 3% auf die allgemeine Inflation, der Rest ergibt sich daraus, dass viele frühere 5-Sterne-Gäste auf billigere Hotels umsteigen, was diese zu „Preisanpassungen“ nutzen.
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