(c) Pester Lloyd / 28 – 2009 KURZMELDUNGEN — gesammelte Meldungen dieser Woche aus dem Archiv.
Schrumpfung der Industrie in Ungarn verlangsamt
08.07.2009 · Wirtschaft
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Schrumpfung der Industrie in Ungarn verlangsamt
Der Rückgang der Industrieproduktion in Ungarn hat sich verlangsamt. Im Mai betrug er noch 22,1% zum Vorjahresmonat, im April waren dies noch 25,3%. Für die zweite Jahreshälfte hofft man, wieder auf Werte von unter -20% zu kommen. Allerdings ist ein Teil der Erholung auf Effekte der Verschrottungsprämien für Autos in westlichen Ländern zurück zu führen, was befürchten lässt, dass diese nur bis Jahresende wirken. Dann müsste die Erholung der allgemeinen Marktnachfrage für Entlastung sorgen. Im Dezember könne es erstmals wieder ein Plus bei der Industrieproduktion im Vergleich zu einem Jahr zuvor geben. Dieses Plus aber nur Dank des niedrigen Niveaus im Dezember 2008, wo die Krise in Ungarn bereits mit voller Kraft zuschlug. Echtes Wachstum wird nicht vor Herbst 2010 erwartet.
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Ringier übernimmt Bauer-Magazine in Ungarn
08.07.2009 · Wirtschaft
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Ringier übernimmt Bauer-Magazine in Ungarn
Die ungarische Tochter des Schweizer Ringier-Medienkonzerns übernimmt sämtliche Anteile des deutschen Verlags Bauer Media Group am gemeinsamen Joint Venture Euromedia in Ungarn. Somit ist Ringier Ungarn nun alleiniger Herausgeber von 15 Zeitungen und Zeitschriften. Seit 2002 hielten die beiden Verlagshäuser in einem Joint Venture zu je 50 Prozent die ungarischen Ausgaben der internationalen Magazine Bravo, Bravo Girl, Tina und Buci Maci (Bussi Bär). Hinzu kommen die nationalen Titel Blikk Nök, eine wöchentliche Frauenzeitschrift, sowie die beiden wöchentlich erscheinenden Peoplemagazine IM und hot!. Sämtliche Titel werden weiterhin erscheinen. Die Übernahme muss noch von den ungarischen Wettbewerbsbehörden genehmigt werden.
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Exporte weiter am Boden: Rekordüberschuss
09.07.2009 · Wirtschaft
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Rekordüberschuss dank Außenhandelsflaute in Ungarn
Ungarn konnte im Mai wiederum eien Überschuss in seiner Handelsbilanz abrechnen. Dieser betrug 480 Mio EUR allein im Mai, woraus sich ein für das Land gigantisches Jahresplus von 1,53 Mrd. EUR ergibt (Jan-Mai). Die Exporte waren im Mai weiterhin um 24% niedriger als vor einem Jahr, doch die Importe gingen sogar um 30% zurück, so dass der Überschuss in der Außenhandelsbilanz weiter anstieg. Im Mai wurden insgesamt Waren im Wert von 4,65 Mrd. EUR aus Ungarn exportiert. Eingekauft wurde im Ausland für 4,2 Mrd. EUR. Besorgniserregend ist für Beobachter die größer werdende Schere zwischen Ex- und Importen, trotz der positiven Auswirkungen auf die Fremdwährungskonten. Zeigt sie nämlich, dass nicht nur die Nachfrage aus dem Ausland nachlässt, sondern auch die Investitionstätigkeit in Ungarn selbst, was ein längeres Anhalten der Krise, vor allem im Industriebereich bedeuten wird.
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Slowakei: BIP mit Rekordminus im 1.Q.
09.07.2009 · Wirtschaft
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Slowakei: BIP mit Rekordminus im 1.Q.
Das Bruttoinlandsprodukt der Slowakei legte im erste Quartal die größte Bruchlandung unter allen EU-Staaten hin. Von Januar bis März sank die Gesamtwirtschaftsleistung des Landes um 11,4% gegenüber dem ersten Vorjahresquartal. Das meldet das europäische Statistikamt Eurostat. Den größten Einfluss auf dieses Desaster hat die extreme Exportabhängigkeit der Wirtschaft. Die Slowakei ist fast zur Gänze eine der verlängerten Werkbanken des Westens geworden, Schwerpunkt hier ist die besonders gebeutelte Automobilindustrie samt Nebengewerken. Vor allem der Wirtschaftseinbruch in Deutschland schlug hart auf die Slowakei durch.
Neben der wegsackenden Nachfrage in der Großindustrie traf auch die Gaskrise im Januar, wodurch viele Großbetriebe zur Drosselung und Einstellung ihrer Produktion genötigt wurden. Für das Gesamtjahr rechnet man nun mit einem BIP-Rückgang von um die 5-6%, was wieder im regionalen Rahmen wäre, denn in Ungarn rechnet man schon relativ fix mit -5,6%. Alle Hoffnung ruht nun auf eine Erholung der deutschen Wirtschaft im zweiten Halbjahr 2010.
Die Industrieproduktion musste sich mit einem Minus von fast 27% im Mai (zum Mai 2008) abfinden, die stärksten Einbrüche: -45,9% in der Elektroindustrie, -44,1% chemische Industrie, Fahrzeugbau -42,7%, Maschinen und Anlagen -40,3%. Einzig die Produktion von Computern und Produkten der optischen Industrie konnte sich klar steigern, dank Kapazitätsverlagerungen aus anderen Ländern.
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Eybl Ungarn entlässt weitere 230 Mitarbeiter in Ungarn
09.07.2009 · Wirtschaft
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Eybl Ungarn entlässt weitere 230 Mitarbeiter
Der Autozulieferer Eybl entlässt, im Rahmen seiner Insolvenzverwaltung, weitere 230 Mitarbeiter in Ungarn. Damit hat Eybl Hungaria seit November letzten Jahres insgesamt 1.500 Arbeiter in die Arbeitslosigkeit geschickt. Die Auftragslage hat sich aber kaum gebessert, der Abbau von Überkapzitäten stellt für den Insolvenzverwalter derzeit die wichtigste Handhabe dar, um überhaupt ein Kerngeschäft retten zu können. Jetzt wurden in Ungarn 100 Mitarbeiter im Werk in Lenti entlassen, 70 in Nagykanizsa, 35 in Jánosháza sowie 20 in Körmend. Die restlichen rund 500 Angestellten können wenigstens bis Jahresende auf Weiterbeschäftigung hoffen. Im März hatte Ungarn Staatsgarantien für einen Massekredit über umgerechnet bis zu 16 Mio EUR angeboten, wenn wenigstens 900 Arbeitsplätze erhalten bleiben. Bereits im Dezember meldete die Muttergesellschaft Eybl International AG Insolvez an, die ungarische Tochter musste dem folgen.
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Ungarn will Expresshaushalt 2010
09.07.2009 · Wirtschaft
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Ungarn will Expresshaushalt 2010
Zuerst nannte Ministerpräsident Gordon Bajnai den November, nun will sein Finanzminister, Péter Oszkó, schon zum 8. September einen ersten Entwurf für den Staatshaushalt 2010 ins Parlament einbringen. Das teilte sein Sprecher, Ferenc Pichler, der Nachrichtenagentur MTI mit. Damit läge man rund drei Monate vor der üblichen Zeit. Warum die Eile? Offizielle Lesart: das Vertrauen der Investoren in Ungarns Handlungsfähigkeit gibt Planungssicherheit und hilft damit der Wirtschaft. Es wird jedoch auch davon gesprochen, dass mit dem Beschluss des 2010er Budgets der Weg für Neuwahlen durch die regierenden Sozialisten freigemacht werden könnte. Ministerpräsident Gordon Bajnai legt dabei wert auf die Feststellung, dass es kein „Wahlbudget“ mit etwaigen Zuckerln geben wird, die den Sozialisten verlorene Sympathien zurück bringen könnten. Alles wird sich streng nach Gegebenheiten und Möglichkeiten ausrichten.
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(c) Pester Lloyd
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