(c) Pester Lloyd / 30 – 2009 KURZMELDUNGEN — gesammelte Meldungen dieser Woche aus dem Archiv.
Bosal stellt 250 Arbeiter ein
21.07.2009 · Wirtschaft
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Bosal stellt 250 Arbeiter ein
Die Firma Bosal, ein Zulieferer für die Autobranche, hat sich entschlossen, ihre Kapazitäten in Ungarn auszubauen. Das niederländisch-belgische Unternehmen beschäftigt in 22 Ländern und 42 Fabriken über 6.000 Menschen und beliefert u.a. Daimler, Volkswagen und General Motors. Bosal hat nun entschieden, sein ungarisches Werk in Kecskemét auszubauen und dort weitere 250 Arbeitsplätze zu schaffen, eine Nachricht, die, vor allem in dieser Branche, seit fast einem Jahr vermisst wurde. Bosal ist bereits seit 2004 in Ungarn aktiv, der Fabrikausbau soll bis September 2009 abgeschlossen sein und wird durch den Staat bezuschusst. Hintergrund für die Aufrüstung in Ungarn dürfte auch die Nachricht sein, dass die Staatshilfen für das geplante ungarische Daimlerwerk an gleichem Ort, von der EU genehmigt worden sind. Bosal kann sich also auf weitere Aufträge freuen.
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50 Defibrillatoren für Budapest
21.07.2009 · Budapest
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50 Defibrillatoren für Budapest
Ab September werden auch etliche öffentliche Plätze in Budapest mit Defibrillatoren ausgestattet. Csaba Horváth, der stellvertretende Bürgermeister von Budapest stellte ein entsprechendes Programm vor. Die bei bei plötzlichem Herzstillstand lebensrettenden Geräte sollen zunächst in 50 öffentlichen Einrichtungen der Stadt installiert werden. Dazu wird in einer Plakat- und Folderaktion über die Bedienung der Geräte informiert.
Praktisch sollte jeder Erwachsene in der Lage sein, mit einem solchen Gerät erste Hilfe zu leisten. Die halbautomatischen Defibrillatoren sind eine Sonderanfertigung für medizinische Laien und praktisch „idiotensicher“ gemacht. In sechs leicht nachvollziehbaren Schritten wird graphisch und durch Signallichter die Anwendung möglich. Die Tasche ist zudem voll mobilfunktechnisch aufgerüstet, so dass alle Daten und Signale auch an die Rettungskräfte gelangen, die daraus wichtige Schlüsse für Maßnahmen beim Eintreffen ziehen können.
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Ungarn versucht, sich im 2.
21.07.2009 · Wirtschaft
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Ungarn versucht, sich im 2. Halbjahr ohne IWF-Notkredit zu finanzieren
Aufgrund des Optimismus´, den man aus der erfolgreichen Platzierung einer 1 Mrd-Euro-Staatsanleihe vor einigen Tagen zieht, wagen ungarische Finanzexperten die Prognose, dass Ungarn in diesem Jahr ohne weiteres Geld aus dem IWF-Notkredit auskommen könnte. Ende Juni zog man die dritte Tranche mit 1,4 Mrd. EUR und hat jetzt ungefähr drei Viertel der insgesamt 20 Mrd. EUR beansprucht. Der stellvertretende Chef der Staatsschuldenagentur ÁKK, László András Borbély, sagte, dass die derzeitigen Quellen, also die dritte IWF-Tranche, der Eurobond sowie die Forintanleihen genügen werden, den Schuldendienst ausreichend zu bedienen und auch die Finanzierung des Staatshaushaltes für das zweite Halbjahr aus Eigen- bzw. Marktmitteln sicherzustellen, vorausgesetzt, die Planungen des Finanzministers werden eingehalten und die Vorhersagen über BIP und Steuereinnahmen, treffen zu.
Gestatten, Bond. Eurobond. 1 Mrd. EUR Staatsanleihe platziert Ungarn früher zurück im „System“
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Doch keine Pontonbrücke über die Donau in Budapest
21.07.2009 · Budapest
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Doch keine Pontonbrücke über die Donau in Budapest
Das Spektakel einer Pontonbrücke über die Donau als temporärer Ersatz für die zu restaurierende Margaretenbrücke ist vom Tisch. Auf einer Sitzung der Stadtverwaltung wurden die Argumente nochmals gehört, dabei stellte sich die Errichtung einer solchen Behelfsbrücke als nutzlos heraus. Sie schaffte lediglich maximal 200 Autos pro Stunde, während sonst über die Margaretenbrücke bis zu 60.000 Fahrzeuge am Tag donnern. Außerdem würde eine Pontonbrücke von Uferstraße zu Uferstraße reichen, was dort, an den Auf- und Abfahrten wiederum zu zusätzlichen Verkehrsbehinderungen führen müsste.
Der Hauptgrund liegt aber in den internationalen Regeln der Donauschifffahrt, die es nicht erlauben, die Durchlässigkeit des Wasserweges zu beschränken und z.B. auf bestimmte Stunden einzuschränken. Demnach müsste die Pontonbrücke ständig geöffnet und geschlossen werden, was noch weniger Autos die Möglichkeit zur Überfahr gibt. Nicht zuletzt würden Betrieb und Errichtung einer solchen Einrichtung, die ja auch entsprechend gesichert und betreut werden muss, einige Millionen kosten, die sich die Stadt bei der sündteueren Sanierung nicht leisten kann und will.
Die Margaretenbrücke wird am 21. August für den Autoverkehr geschlossen, einige Zeit ist sie dann noch für Straßenbahn, Radfahrer und Fußgänger passierbar.
Die Sanierung der Margaretenbrücke in Budapest beginnt im August
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Chef der Roma in Ungarn nicht mehr tragbar
23.07.2009 · Nachrichten
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Chef der Roma in Ungarn nicht mehr tragbar
Der Chef der Nationalen Allianz der ungarischen Roma, László Vajda, hat seinen früheren Mitstreiter, den Chef der Selbstverwaltung der Roma und Vorsitzenden der Romapartei MCF, Orbán Kolompár, dringend zum Rücktritt aufgerufen, da er „nicht mehr in der Lage ist, die Interessen der Roma zu vertreten.“ Gegen Kolompár wurden am vorletzten Freitag staatsanwaltliche Ermittlungen eingeleitet, u.a. wegen Unterschlagung, den Verdacht der Steuerhinterziehung und den Verstoss gegen Buchhaltungspflichten, konkret geht es um eine unerklärliche Differenz in der Kasse der Selbstverwaltung von rund 5 Mio HUF (ca. 18.000 EUR).
Für alle genannten Personen gilt bis zur rechtskräftigen Verurteilung die Unschuldsvermutung.
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Arbeitsmarktsituation in Ungarn stimmt optimistisch
23.07.2009 · Wirtschaft
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Arbeitsmarktsituation in Ungarn stimmt optimistisch
Zumindest tut sie dies beim stellvertretenden Arbeitsminister, dem ein Vergleich mit dem Elend in der Nachbarschaft offenbar genügt, um Ungarn auf die Sonnenseite zu stellen. Die Anzahl der Jobsuchenden und die Arbeitslosenrate hat sich verringert, stellt Gábor Simon fest, die Zahl derjenigen mit einer sozialversicherten Arbeit ist gestiegen. Allerdings bezieht sich das auf Zahlen des absoluten Tiefstpunktes von Februar bis April (Rate bei 9,9%) und der Rückgang beträgt sensationelle 0,1 Prozentpunkte. Im Vergleich zum Vorjahreszeitraum hat sich die Zahl der Arbeitslosen um mehr als ein Viertel erhöht.
Ungarn konnte seinen Arbeitsmarkt damit dennoch „gegen den Trend der Region“ stabilisieren, was auf die Wirtschaftsstimulation seitens der Regierung zurück zu führen sei. Dadurch seien derzeit bereits rund 68.000 Arbeitsplätze abgesichert worden, die sonst verloren gegangen wären. Im Schnitt des zweiten Quartals 2009 waren 409.700 Menschen ohne Arbeit und als solche registriert, 2.100 weniger als im Schnitt des Quartals zuvor. Freilich durfte der Vergleich mit der Slowakei nicht fehlen, wo die Arbeitslosenrate im Juni 11,8% erreichte, auch Polen liegt mit 10.7 noch deutlich über Ungarn. Mit Österreich (um 7,3%) mochte sich der Stellvertreter jedoch nicht messen.
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