(c) Pester Lloyd / 36 – 2009 KURZMELDUNGEN — gesammelte Meldungen dieser Woche aus dem Archiv.
AXA Ungarn hat neuen Chef
31.08.2009 · Wirtschaft
03.09.09 _______________________________________________________
AXA Ungarn bekommt neuen Chef
Die ungarische Tochter des weltgrößten Versicherungskonzerns AXA bekommt Jaques Maire als neuen Chef. Der Franzose ersetzt Tibor Szekeres, der Anfang 2010 pensioniert wird. Maire ist direkt dem Vorstandschef der CEE-Division von AXA unterstellt, die neben Ungarn, Tschechien, Polen und der Slowakei auch die Geschäfte in der Ukraine betreut. Maire war zuvor in Frankreich tätig, zuletzt als Entwicklungschef für die Geschäfte im Mittelmeerraum und Lateinamerika.
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Budapest Bank mit reduziertem Gewinn
31.08.2009 · Wirtschaft
01.09.09 _______________________________________________________
Budapest Bank mit reduziertem Gewinn
Auch die Budapest Bank ereilte im ersten Halbjahr das Schicksal fast aller in Ungarn tätigen Kreditinstitute. Die Profite leiden unter der Risikoabsicherung für womöglich ausfallende Kredite. Die Budapest Bank, Tochter der GE Money Group, meldet ein vergleichsweise kleines Minus von 7% zum Vorjahr und einen Gewinn nach Steuern von immerhin 6,95 Mrd. HUF, rund 25 Mio EUR. Die Risikoprovisionen, also die Gelder, die für den Fall der Fälle zurückgelegt werden müssen, steigerten sich im gleichen Zeitraum um 117% auf 18,2 Mrd. Die Budapest Bank hatte per Ende Juni Kundenkredite im Wert von rund 728,4 Mrd. HUF laufen (+8%), die Kundeneinlagen wuchsen um 3% auf 806,7 Mrd. HUF. Trotz einer Warnung der Nationalbank, dass Anfang kommenden Jahres bis zu 15% der an Private ausgereichten Kredite faul werden könnten, stiegen vor allem die konsumorientierten Kreditvergaben rapide, so wurden allein für 18% mehr Neuwagen finanziert als im Vorjahr.
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Debrecen macht Kasse mit CL
31.08.2009 · Wirtschaft
03.09.09 _______________________________________________________
Debrecen macht Kasse mit Champions League
Allein der Einzug in die Gruppenphase der Chamions League hat dem ungarischen Meister Debrecen-Teva VSC bereits über sieben Millionen EUR Prämie von der UEFA eingebracht, für hiesige Verhältnisse ein echter Geldregen. Für jeden Sieg in den nun folgenden Gruppenspielen erhält der Verein weitere 800.000 EUR, für jedes Unentschieden immerhin noch 400.000. Eine Wirtschaftszeitung hat ausgerechnet, dass der Verein weitere Nettoeinnahmen von rund 1,5 Mio EUR machen kann, wenn die Heimspiele gegen Olympique Lyonnais, ACF Fiorentina und den FC Liverpool ausverkauft werden, was mehr als wahrscheinlich scheint. Zugleich werden damit die Verkäufe von Merchandising-Produkten angekurbelt, was auch nochmals rund 100.000 EUR bringen wird. Außerdem dürfte der Verein weiterhin für Sponsoren interessant werden. Hauptunterstützer ist derzeit der israelische Generika-Hersteller Teva.
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ELMÜ und EMASZ mit Gewinneinbrüchen
31.08.2009 · Wirtschaft
03.09.09 _______________________________________________________
ELMÜ und EMASZ Ungarn mit Gewinneinbrüchen
Die Elektrizitätswerke ELMÜ müssen im ersten Halbjahr 2009 einen 44%igen Gewinneinbruch hinnehmen. Nach Steuern verdiente der, überwiegend in Händen der deutschen RWE und EnBW befindliche, Stromkonzern knapp 9 Mrd. Forint. Die Umsätze sanken um 6,5% auf 134,6 Mrd. Forint und die verkaufte Energiemenge ging um 5,1% bei den privaten Abnehmern zurück und über 18% bei den kommerziellen Kunden, was eindeutig auf die Krise zurückzuführen ist. Der operative Gewinn der ELMÜ hat sich zum Vorjahreshalbjahr sogar mehr als halbiert, die größeren Gewinnbeiträge der Tochtergesellschaften besserten das Ergebnis wieder ein wenig auf. Auch Emasz, der größte Stromanbieter für Ungarns nördliche Regionen musste über 40% Gewinnverlust im ersten Halbjahr hinnehmen. Auch er befindet sich in Händen der deutschen Oligopolisten RWE und EnBW.
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Südkorea baut LCD-Monitore in Ungarn
31.08.2009 · Wirtschaft
03.09.09 _______________________________________________________
Südkorea baut LCD-Monitore in Ungarn
Vier Werke für LCD-Monitore will der südkoreanische Hersteller NexDisplay in Ungarn errichten. Das erste soll 2011 seine Tätigkeit aufnehmen und über 500 Menschen Arbeit bringen. Die Gesamtinvestition der Koreaner soll rund 110 Mio EUR betragen. Der erste der vier Standorte wird in Szentgotthárd sein, dass wegen seiner geographischen Nähe zu Österreich und den Ländern Ex-Yugoslawiens bei Investoren sehr beliebt ist. Insgesamt kann sich der ungarische Arbeitsmarkt über bis zu 3.000 neue Jobs freuen, die durch NexDisplay geschaffen werden könnten, die weiteren Werke sollten, je nach Konjunkturentwicklung auf den Weltmärkten ebenfalls sehr bald entstehen, u.a. in den Komitaten Vas und Zala.
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US-Botschaft bietet Kurse für Roma
31.08.2009 · Politik
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US-Botschaft bietet Kurse für Roma in Ungarn
Die amerikanische Botschaft in Ungarn hat ein Programm gestartet, dass die Jobchancen von jungen Akademikern der Romaminderheit verbessern soll. Die US-Vertretung bietet einen zweimonatigen Kurs an, in dem vor allem die Sprachkenntnisse und die Geschäftsfähigkeit der Absolventen verbessert werden sollen. Für die Zeit des Lehrgangs erhalten die Teilnehmer ein Stipendium und zum Abschluss eine Urkunde und ein Empfehlungsschreiben der Botschaft, so hofft man ihre Jobchancen erhöhen zu können. Bewerben können sich Roma mit ungarischer Staatsbürgerschaft, die ein Hochschulstudium absolviert haben und mindestens einen Mittelstufeabschluss in Englisch vorweisen können.
Der von der US-Botschaft angebotete Kurs ist eine nett Geste, aber mehr nicht. Denn die Probleme der Roma liegen nicht so sehr bei denen, die bereits einen Universitätsabschluss haben, vielmehr bei jenen, die es nicht einmal in eine Grundschule schaffen. Immerhin kann die Initiative der Amerikaner ein wenig mehr Aufmerksamkeit für die Bildungsbelange der Minderheit hervorrufen.
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