(c) Pester Lloyd / 40 – 2009 KURZMELDUNGEN — gesammelte Meldungen dieser Woche aus dem Archiv.
Festival zu 60 Jahre Volksrepublik China in Budapest
28.09.2009 · Kultur
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Kulturfestival zu 60 Jahre VR China in Budapest
Am 13. Oktober startet in Ungarn ein offizielles chinesisches Kulturfestival. Damit wird der 60. Jahrestag der Gründung der Volksrepublik gefeiert. Bis Jahresende wird es in diesem Rahmen etliche Veranstaltungen geben, einen Schwerpunkt dabei bildet ein kleines Filmfestival, dass mehrere (offiziell goutierte) Neuproduktionen aus China bringen wird. Erwartet wird auch nationale Gesangs- und Tanzensemble, dass in Budapest und Kecskemét auftreten wird. Im Landwirtschaftsmuseum werden Werke chinesicher Künstler gezeigt, darunter auch eine zeitgenössische Ausstellung unter dem Titel „Ink, not Ink“, die eine moderne Auseinandersetzung mit den traditionellen Künsten präsentiert. An der ELTE-Universität wird eine Konferenz über die bilateralen Beziehungen zwischen China und Ungarn abgehalten, die nämlich auf diplomatischer Ebene genauso alt sind wie die Volksrepublik selbst ist. Gao Jian, Chinas Botschafter in Ungarn freut sich darauf, den Ungarn „ein Fenster“ öffnen zu können, durch welches sie die „schöne Szenerie der chinesischen Zivilisation genießen“ können. Von alternativen Veranstaltungen, z.B. zu den Themen Medien- und Literaturzensur, Menschenrechte, Armut etc. ist bisher nichts bekannt geworden.
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MÁV-Cargo startet Container-Terminal in Rumänien
29.09.2009 · Wirtschaft
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MÁV-Cargo startet Container-Terminal in Rumänien
MÁV-Cargo, die mittlerweile in österreichischem Besitz befindliche Logistikabteilung der ungarischen Bahn, hat in Rumänien, unweit der ungarischen Grenze, in Curtici ein neues Container-Terminal in Betrieb genommen. Die Investition in diesen Umschlagknoten von insgesamt 7,5 Millionen EUR bestritt man gemeinsam mit der Trade Trans Gruppe aus Polen und dem slowenischen Logistiker Luka Koper. Mit dem Terminal will man das Container-Geschäft nach Rumänien stärken und eine alternative zur Route über das Schwarze Meer anbieten. Das Areal umfasst 10 ha und befindet sich nur 15km von der Stadt Arad entfernt, die am Pan-europäischen Korridor IV liegt.
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Ungarisches Staatsfernsehen kappt externe Verträge
29.09.2009 · Wirtschaft
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Ungarisches Staatsfernsehen kappt externe Verträge
Das staatliche ungarische Fernsehen MTV musste in einer Notaktion alle Verträge mit externen Produktionsfirmen kündigen. Die Budgetlage des Staatsbetriebes ist derart miserabel, dass schon des öfteren die Zahlungsunfähigkeit gedroht hatte. Ab heute werden alle Programme, die früher zugeliefert wurden, im Hause selbst produziert, notdürftig. Einige Sendungen mussten, vorübergehend oder dauerhaft, eingestellt werden, dazu gehörte eine der erfolgreichsten Sendungen, das seit nahezu 20 Jahren gesendete Frühstücksfernsehen „Nap-kelte“. Diese könnte nun in einen Privatsender abwandern, wird aber seine Forderungen an MTV geltend machen, der Vertrag lief nämlich noch bis Jahresende. Dieser Vorgang führt nicht nur zu heftigen internen Debatten, sondern bringt wieder einmal die Frage nach einer Totalreform des behäbigen, gestrigen und defizitären Staatsfernsehens. Vorerst wird ein Ersatz geschaffen, mit dem Titel „Ma reggel“ (Heute Morgen).
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Kooperationen zwischen Gemeinden in der Slowakei und Ungarn
29.09.2009 · Politik
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Kooperationen zwischen Gemeinden in der Slowakei und Ungarn
Positive Signale bei den Beziehungen zwischen der Slowakei und Ungarn gibt es zumindest auf lokaler Ebene zu vermelden. Am Montag haben je drei Städte aus der Slowakei und Ungarn eine Kooperationsgruppe gegründet. Mit dabei sind Komárom, Tata und Kisbér auf ungarischer sowie Kolárovo, Hurbanovo und Komárno auf slowakischer Seite. József Michl, Bürgermeister von Tata, sagte, dass die Initiative von Komárno/Komárom geleitet werden wird, weil sie als Zwillingsstadt die Probleme, aber Chancen grenzüberschreitender Kooperation am deutlichsten vertreten kann. Als Ziele setzt man sich verstärkte Kooperationen auf dem Gebiet von grenzüberschreitenden EU-Förderprogrammen, vor allem im Gesundheitswesen, bei Bildung und Infrastruktur. Eine ähnliche Kooperation zwischen Esztergom und Sturovo führte u.a. zum gemeinsam betriebenen Bau einer Donaubrücke.
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EU fordert Millionen Agrarhilfe zurück
30.09.2009 · Politik
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EU fordert 12 Millionen Euro Agrarhilfe von Ungarn zurück
Die Europäische Kommission verlangt von Ungarn und seinen Bauern bis zu 12 Mio Euro an Agrarsubventionen zurück, die nach Auffassung der Kommission unrechtmäßig geflossen sind. Anstoss nahm man in Brüssel an Fehlmeldungen bei der Landpartellierung und anderen administrativ zu überwachenden Vorgängen. Die Rückforderungen der EU treffen fast alle EU-Länder auf die eine oder andere Weise, doch mit 12 Mio EUR liegt Ungarn für die Zahl seiner Einwohner relativ vorn in der Liste der Sünder, so soll Spanien 31 Mio zurückzahlen, Polen 10 und die Niederlande 16,6 Mio EUR. Bei allen Ländern geht es um die „Nichtvereinbarkeit mit EU-Regeln oder unzureichende Kontrollprozeduren im Agrarbereich“, die zu den Rückforderungen führen, die sich derzeit aber nur auf die Jahre 2004-2005 beziehen. Die zuständige Behörde beim Landwirtschaftsministerium teilte sogleich mit, dass man rechtliche Schritte gegen die Rückführung zumindest prüfe. Rückforderungen an Bauern wird es aber nicht geben. Sollte Ungarn um die Zahlungen nicht herumkommen, werde man die EU um eine Ratenzahlung bitten.
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Invitel wechselt den Besitzer
01.10.2009 · Wirtschaft
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Invitel, Ungarns zweitgrößter Festnetzanbieter, wechselt den Besitzer
Invitel ist Ungarns zweitgrößter Festnetzanbieter (hieß früher HTCC) und befindet sich zu 64,6% in Besitz der dänischen Telekomgruppe TDC. Diese hat nun, aus strategischen Erwägungen, beschlossen ihren Anteil an die Finanzinvestorengruppe Mid Europa Partners, einem Gemischtwarenladen / sog. Heuschrecke mit Schwerpunkten bei High-Tec, Telekom und Pharma sowie Biothech zu verkaufen. Der Deal könnte den Dänen insgesamt rund 23 Mio EUR einbringen. Invitel verfügt über rund 1 Millionen Kunden und hat Aktivitäten auch in anderen osteuropäischen Ländern. Invitel ist zwar schon ziemlich verschuldet, hatte aber durchaus Ambitionen zum vierten Mobilfunkanbieter Ungarns zu werden. Nach dem der Tender vorerst gescheitert war, sucht das Unternehmen einen Mobilfunkpartner.
Invitel will vierter Mobilfunkanbieter in Ungarn werden
Vierte Mobilfunklizenz in Ungarn kommt nun doch
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