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Kurzmeldungen aus Ungarn — KW 40/2011

(c) Pester Lloyd / 40 – 2011 KURZMELDUNGEN — gesammelte Meldungen dieser Woche aus dem Archiv.

Finanzamt in Ungarn knöpft sich Call-in-Shows im TV vor

05.10.2011 · Wirtschaft

Finanzamt knöpft sich Call-in-Shows im TV in Ungarn vor Das ungarische Finanzamt, NAV, hat 23 Veranstalter von sogenannten Call-in Spielshows im Fernsehen wegen „illegalen Glücksspiels“ mit einer Gesamtstrafe von 27 Mio. Forint (ca. 90.000 EUR) belegt. Die Spiele seien zwar als Quizrunden mit Preisvergabe kommuniziert, wiesen aber sämtliche Eigenschaften von Glücksspiel auf, so die NAV in einer Stellungnahme und belegte das durch den Umstand, dass die Anrufer eine hohe Telefongebühr bei der Einwahl zahlen müssten, ohne sicher sein zu können, überhaupt durchgestellt zu werden. Je nach Umfang des Engagements muss jedes einzelne Unternehmen nun eine Buße zwischen 500.000 und 8 Mio. Forint zahlen. Es besteht die Möglichkeit des gerichtlichen Einspruchs.

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Ungarn gedenkt 1. Jahrestag der Giftschlammkatastrophe

05.10.2011 · Nachrichten

Mit einem Schweigemarsch / Fackelzug gedachten am Dienstag viele Einwohner von Devecser und Kolontár der Opfer der Giftschlammkatastrophe von Ajka vor genau einem Jahr. Am Unglücksort verharrte man in Schweigen, zu Ehren der zehn Todesopfer. Unseren Beitrag zum Jahrestag der Katastrophe finden Sie hier .

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Kreditablösegesetz in Ungarn bringt Schwäbisch Hall Zusatzgeschäft Die ungarische Tochter (Mehrheits

05.10.2011 · Wirtschaft

Kreditablösegesetz in Ungarn bringt Schwäbisch Hall Zusatzgeschäft Die ungarische Tochter (Mehrheitsbeteiligung) der deutschen Bausparkasse Schwäbisch Hall, Fundamenta-Lakáskassza, rechnet in diesem Jahr mit einem zusätzlichen Kreditgeschäft von rund 10 Milliarden Forint (ca. 35 Mio. EUR), wegen des Gesetzes zur vorzeitigen Ablöse von Fremdwährungskrediten. Schon ohne diese neue Regelung ging der Vorstand der Fundamenta-Lakáskassza von Neukrediten in Höhe von ca. 35 Mrd. Forint (ca. 110 Mio. EUR) aus. Liquditätsprobleme mache das dem Haus nicht, sagte Vorstandschef Gergely, die Eigenkapitalquote bleibt trotz der neuen Zahlen bei rund 11%, „deutlich über den gesetzlich geforderten 8%”.

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UNIQA Biztositó meldet Wachstumssteigerung im Lebensversicherungssektor

05.10.2011 · Wirtschaft

UNIQA Ungarn meldet Wachstumssteigerung im Lebensversicherungssektor Die ungarische Tochtergesellschaft UNIQA Biztositó des österreichischen UNIQA Versicherungskonzerns konnte im Lebensversicherungssegment trotz rückläufiger Marktentwicklung ein zwanzigprozentiges Prämienwachstum zum Vorjahr erzielen. Da die Versicherung sich auch zukünftig besonders auf diesen strategisch wichtigen Geschäftszweig konzentrieren wolle, kündigte es nun eine Verbreiterung der Produktpalette im Lebensversicherungsbereich an. Diese beinhalte vor allem die Einführung neuer technischer Instrumentarien bei fondsgebundenen Versicherungen, welche darauf abzielen, die Kunden zukünftiger effektiver vor fallenden Wechselkursen zu schützen und bei steigenden Kursen trotzdem weiter profitieren zu lassen. Die technischen Neuerungen sollen als eine Art Früherkennungssystem fungieren, welche bei fallenden Kursprognosen automatisch auf sicherere, bargeld- oder einlagenbasierte Zusammensetzungen umspringen und bei Kurssteigerungen wieder zurück auf Aktienfonds. Diese Umwandlung werde jedoch nicht durch eine Erneuerung, sondern anhand der inneren Umstrukturierung der bestehenden Finanzinstrumente vollzogen und sei somit eine auf dem ungarischen Markt bisher alleinstehende Neuerung.

Mit einem Prämienvolumen von 6 Millarden Euro (2010) ist die UNIQA einer der führenden Versicherungen in Mitteleuropa – die Tochtergesellschaft UNIQA Biztositó ist mit einem Prämienvolumen von 55 Millarden Forint die derzeit sechstgrößte Versicherung Ungarns. (x)

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Kopint-Tarki korrigiert Wachstumsprognosen für Ungarn

06.10.2011 · Nachrichten

Nach dem „linken“ Wirtschaftsforschungsinstitut GKI ( wir berichteten ) hat nun auch ein anderes, eher am mitteleuropäischen Wirtschaftsliberalismus orientiertes Institut, Kopint-Tarki, seine Prognose für die BIP-Entwicklung 2012 angepasst. Während Ersteres eine Korrektur von 2 auf -1% vornahm, berichtigte sich Letzteres nun binnen drei Monaten von +3 auf 0,5% für 2012, wobei man ein „schlimmeres Szenario“ nicht ausschließen kann, sagte Institutsleiterin Éva Palócz. Auch die Inflationsprognose setzte man, den allgemeinen Trends wie den Kollegen folgend herauf, von 3,6 auf 4,6%, der CPI wird mit +4% angegeben. Der Konsum soll 2012 nochmals um 1% sinken, die Investitionen bleiben „schwach“. Exporte steigen um 6, Improte um 5%, so Kopint-Tarki.

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Medienrat in Ungarn bewilligt RTL-Übernahme

06.10.2011 · Nachrichten

Der ungarische Medienrat hat die Übernahme von einer Reihe von Kabelsendern durch die ungarische RTL-Group-Tochter RTL Klub zugestimmt. Der Merger mit IKO wurde von der NMHH nun genehmigt, nachdem man zuvor noch von Bedenken hinsichtlich der Marktmacht sprach. Es handelt sich um sechs rumänische Kabelkanäle: Cool, Film+, Film+2, Reflektor, Prizma, Sorozat+ sowie den ungarischen Muzsika TV. Die NMHH wollte vor allem sicherstellen, dass dem "Publikum der Zugang zu vielfältigen Informationen" erhalten bleibt, wie es das neue Mediengesetz vorschreibt. Eine interessante Problemstellung, immerhin beliefert die staatliche Nachrichtenagentur MTI alle öffentlich-rechtlichen Sender in Ungarn mit einheitlichen Nachrichten, eine Einschränkung von Vielfalt, die von der NMHH nicht beanstandet wird, natürlich nicht, denn diese ist politisch gewollt

Wie auch immer, gleichzeitig stufte die NMHH die Sender „RTL Klub“, TV2 (Pro7-Sat1) und die Radiostationen NeoFm sowie Class FM (regierungsnah) als „Sender mit besonderem Einfluss“, basierend auf deren Zuschauer- bzw -hörerzahlen. Das verpflichtet diese zu einer besonderen Quote von Nachrichtensendungen im Programm. Eine Fusion der Springer- und Ringier-Beteiligungen in eine Ostholding hatte die NMHH kürzlich abschlägig bewertet.

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