(c) Pester Lloyd / 41 – 2012 KURZMELDUNGEN — gesammelte Meldungen dieser Woche aus dem Archiv.
Holcim Zementfabrik in Ungarn vor dem Aus
10.10.2012 · Nachrichten
Die ungarische Tochtergesellschaft des Schweizer Baumittelherstellers Holcim wird im kommenden Jahr ihre Zementfabrik im nordungarischen Lábatlan schließen. Das gab die Kommunikationsleiterin von Holcim Hungaria Zrt., Irén Márta, am Montag gegenüber der Nachrichtenagentur MTI bekannt. „Der wirtschaftliche Abschwung in der ungarischen Bauindustrie hat die Schließung jetzt unabdingbar gemacht”, erklärte sie
Insgesamt beschäftigt Holcim Hungaria Zrt. mehr als 500 Menschen, in der Zement,- Beton- und Aggregatherstellung. Doch der Gesamtumsatz der Firma ist seit dem vergangenen Jahr drastisch zurückgegangen, von über 24 Mrd. HUF (100 Mio. €) im Jahr 2010 auf nur noch 17, 9 Mrd. HUF (75 Mio. €) im vergangenen Jahr. Aus diesem Grund musste die Firma bereits ihre Pläne, eine neue Zementfabrik in Nyergesújfalu, in Westungarn, sowie eine Zementvertriebsbasis in der Nähe von Budapest zu eröffnen, im letzten Jahr auf unbestimmte Zeit ad acta legen. Den 94 Angestellten des Werkes in Lábatlan, die ihre Arbeitsplätze verlieren, versprach Márta „eine finanzielle Entschädigung, noch über dem, was ihnen gesetzlich zusteht”. Das Werk konnte auf eine fast 150 Jahre lange Geschichte blicken und sollte eigentlich nochmals modernisiert werden. E.G.
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Aufschiebung der Gehaltserhöhung: Lehrer in Ungarn planen Streik
10.10.2012 · Nachrichten
Die ungarische Lehrergewerkschaft (PSZ) hat am Montag angekündigt, ein Streikkommitee einzurichten, um gegen die Aufschiebung der Gehaltserhöhung für Lehrer zu protestieren. Wirtschaftsminister György Matolcy hatte am vergangenen Freitag, im Rahmen einer umfangreichen Budgetausbesserung , verkündet, dass die Regierung beschlossen hat, die für September 2012 angekündigte Gehaltserhöhung für Lehrer auf Januar 2014 (Wahljahr) zu verschieben, um 73 Mrd, HUF (275 Mio. €) im Staatshaushalt einzusparen
Minister für „Human Ressources“, Zoltán Balog erklärte, dass die Regierung zu diesem Schritt gezwungen sei, um die „übertriebenen Defizitrichtlinien der EU” zu erreichen… Außerdem, so vertröstete er die aufgebrachten Lehrer, sei „diese Entscheidung noch gar nicht entgültig, sondern könnte noch einmal revidiert werden, je nachdem, wie sich die Wirtschaft im kommenden Jahr entwickelt.” Die Lehrergewerkschaft (PDSZ) ließ sich von diesen Worten nicht beruhigen. „Wir werden Gespräche mit der demokratischen Lehrergewerkschaft und mit den Gewerkschaften anderer öffentlicher Bildungseinrichtungen führen,” kündigte die Vorsitzende der PSZ an. „Wir sind der Auffassung, das Parlament sollte über die öffentlichen Bildungseinrichtungen beratschlagen und ein spezielles Kommitee gründen, um dieses Problem aus der Welt zu schaffen”.
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