(c) Pester Lloyd / 42 – 2007 KURZMELDUNGEN — gesammelte Meldungen dieser Woche aus dem Archiv.
Gyula Horn schwer erkrankt
15.10.2007 · Politik
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Gyula Horn schwer erkrankt
Ex-Regierungschef Gyula Horn wird seit Wochen im Budapester Zentralen Militärspital behandelt. Auf Wunsch der Familie geben die Ärzte weder über seine Krankheit, noch über den Gesundheitszustand des Patienten Auskunft. Neben Familienmitgliedern durfte in letzter Zeit nur Regierungschef Ferenc Gyurcsány seinen Parteifreund besuchen.
Peinliches Aufsehen erregte die Internetausgabe der Tageszeitung Népszabadság, auf der am 9. Oktober der Tod Horns gemeldet wurde. Die Meldung erwies sich als falsch. Die Zeitung entschuldigte sich. Gyula Horn hatte erst kürzlich im Beisein von Hans-Dietrich Genscher und Michail Gorbatschow seinen 75. Geburtstag gefeiert. Sein sonderbares Verhalten auf dieser Feier kann nachträglich mit seiner Krankheit erklärt werden.
Österreichs Vizekanzler Alois Mock und der damalige Außenminister Gyula Horn bei der symbolträchtigen Zaunöffnung 1989
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22.10.2007 · Energie &
amp; UMWELT 29.10.2007
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Neue Blocks für ungarisches AKW?
István Kocsis, Generaldirektor des einzigen ungarischen Atomkraftwerkes in Paks, wünscht sich eine Erweiterung der Kapazitäten um weitere zwei Blocks bis 2020.
Der Bürgermeister der Stadt Paks, János Hajdú unterstützt diese Projekt und assistiert mit der Prognose, daß es sonst ab 2015 in Ungarn zu Versorgungsengpässen bei der Stromversorgung kommen könnte, meldete Infóradio vergangene Woche.
Die vier vorhanden Blocks des nur rund 100 km von Budapest entfernt gelegenen Atomkraftwerkes vom Typ „VVER-440/213“ gingen zwischen 1982 und 1987 ans Netz und stillen bis zu 40% des gesamten Energiebedarfs des Landes (2006 produzierte man fast 11.000 Gigawatt). Die geplante Betriebsdauer von 30 Jahren scheint schon bald um weitere zehn Jahre verlängert zu werden. Dazu bedarf es einer Zustimmung des Parlamentes.
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Ungarischer Güterverkehr geht an Österreicher
28.11.2007 · Wirtschaft
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Ungarischer Güterverkehr geht an Österreicher
Mit einem Gebot von rund 400 Mio EUR ist die ÖBB-Tochter Rail Cargo Austria (RCA) gemeinsam mit ihrem ungarischen Partner RoEE (Raab-Ödenburger-Eisenbahn) die Meistbieterin beim Tender um die Gütersparte der ungarischen Eisenbahn, MÁV Cargo.
Laut Mitteilung des ungarischen Wirtschaftsministeriums trete man nun mit RCA in die Endverhandlungen ein. Ausschlaggebend für die Entscheidung könnte neben dem gebotenen Preis vor allem auch die Kooperation mit der RoEE gewesen sein, an welcher der ungarische Staat mit 57,4% die Mehrheit hält. 36,4 liegen in Händen Österreichs, die RCA selbst hält nur 6,2%.
Die Mitbieter Spedtrans und Slavia Capital (Slowakei) sowie das britisch-amerikanische Finanz-Konsortium Cargo Central Europe lagen mit ihren Geboten weit unter dem österreichsichen Angebot.
Mit der Übernahme steigern die Österreicher ihr Transportaufkommen nach letzten Zahlen um rund 45%, die MÁV Cargo hatte 2006 knapp 47 Mio Tonnen Güter transportiert, die RCA 93 Mio. Der Wagenbestand beider Unternehmen beläuft sich auf rund 26.000 Stück.
Bei der MÁV Cargo arbeiten derzeit rund 3.200 Menschen, der Umsatz belief sich 2006 auf 370 Mio. Euro, der Gewin bei knapp 11 Mio. Rail Cargo Austria erwirtschaftete mit 8.240 Mitarbeitern 2,25 Mrd. EUR und erzielte 42,6 Mio EUR Gewinn. Im Vorjahr mißlang eine Übernahme der Cargo Slovakia, da der neue Premierminister Robert Fico die Privatisierung aus strategischen Gründen unterbunden hatte.
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Neben der Geothermie hat Windkraft in Ungarn unter den erneuerbaren Energien das größte Potential.
11.02.2008 · Wirtschaft
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Neben der Geothermie hat Windkraft in Ungarn unter den erneuerbaren Energien das größte Potential. Neue Projekte.
Der, nach Betreiberangaben, größte Windpark Ungarns wird im Komitat Tolna, Nahe Tamási auf einem 700 ha großen Gelände entstehen. Die Unternehmen Plambeck Neue Energien AG aus Cuxhaven und die Dresdener GM Umwelt- und Energiewirtschaft GmbH werden bis zu 50 Mio EUR in 14 Windturbinen auf 105 Meter hohen Vestas-Türmen mit einer Kapazität von jeweils 2 Megawatt investieren und an lokale Verteiler liefern. Bis 2011 wollen die deutschen Unternehmen insgesamt 9 Windparks in Ungarn errichten und mit Investitionen von bis zu 365 Mio EUR eine Kapazität von insgesamt 260 MW/h schaffen, berichtet die Tolnai Népújság. Die Hungarowind, eine Tochtergesellschaft der Raiffeisen Energiedienste GmbH startet dieser Tage den Testlauf für ihren 23 MW-Windpark im nordwestungarischen Sopronkövesd. Man erwartet von den 8 Turbinen einen Jahresausstoss von 50 Gigawattstunden und Umsätze von bis zu 1,2 Mrd HUF (4,5 Mio EUR).
Insgesamt gibt es in Ungarn nach neuen offiziellen Angaben Windkraftanlagen mit einer Gesamtkapizität von 65.1 MW/h an 22 Standorten. Im Umweltministerium erhofft man sich bis 2020 eine Gesamtleistung von 1.100-1.700 Gigawattstunden, was einen Anteil von 15-18% an den erneuerbaren Energien des Landes bedeuten würde.
Über aktuelle Geothermieprojekte in Ungarn
Biosprit an Ungarns Tankstellen
Wie biologisch sind Biokraftwerke?
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MÁV-Cargo Deal ist jetzt Polizeisache
25.02.2008 · Politik
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MÁV-Cargo Deal ist jetzt Polizeisache
Nach den Wettbewerbsbehörden beider Länder, untersucht nun auch die ungarische Polizei, ob beim Verkauf der MÁV Cargo an die ÖBB-Tochter RCA alles mit rechten Dingen zugegangen ist.
Die Ermittlungen fussen unter anderem auf einem Bericht des österreichischen Nachrichtenmagazins „Format“, wonach ein ÖBB-Vorstand eine die Budapester PR-Agentur Geuronet für Beratungsleistungen, ergo „gute Stimmungsmache“ engagiert habe. Nach Angaben in „Format“ sollen bis zu 7,1 Mio. EUR dabei geflossen sein. Während gegenüber MTI sämtliche MÁV-Vertreter bestritten jemals von einer solchen Agentur gehört zu haben, liessen sich die ÖBB am Freitag so zitieren: „Die Agentur ist uns empfohlen worden und hat gute Dienste geleistet.“ Geuronet habe dazu beigetragen, die Stimmung in der Öffentlichkeit zu verbessern, „die für Österreich in Ungarn im Vorjahr nicht gut war“. Am Firmensitz der Geuronet Bt. ist der dem Fidesz nahestehende ehemalige Vize-Postbank Chef András Gyula gemeldet. Die Népszabdság stellte fest, dass er über gute Kontakte nach Österreich verfüge. Der 450 Mio EUR Deal von MÁV-ÖBB, der große wettbewerbsrechtliche Bedenken ausgelöst hat, ist auch strategisch und kaufmännisch umstritten. Es besteht zudem die Möglichkeit, dass sich auch noch die europäischen Wettbwerbsbehörden für die Umstände des Zustandekommens interessieren.
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Rektoren für gerechtes System der Studiengelder
28.04.2008 · Gesellschaft
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Rektoren für gerechtes System der Studiengelder
Die ungarische Hochschulrektorenkonferenz hat mit großer Mehrheit beschlossen, ein gerechteres Studiengebührensystem vorzuschlagen. Danach sollen die Hörer ihren Studienergebnissen entsprechend jährlich neu eingestuft werden: Jene mit guten Ergebnissen sollen nichts oder weniger zahlen.
Im gegenwärtigen System sind alle Studenten, die einmal auf die staatlich finanzierten Plätze aufgenommen wurden, bis zum Ende ihres Studiums von Gebühren befreit, während die anderen 60 Prozent Hunderttausende pro Semester zahlen müssen.
Nachdem jedoch die Volksabstimmung vom März die geplante allgemeine Einführung des Studiengeldes untersagt hatte, ist in absehbarer Zeit nicht mit einer Reform zu rechnen. Sowohl der oppositionelle Fidesz, als auch die Studentenorganisation lehnen ein Studiengeld ab.
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