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Kurzmeldungen aus Ungarn — KW 45/2008

(c) Pester Lloyd / 45 – 2008 KURZMELDUNGEN — gesammelte Meldungen dieser Woche aus dem Archiv.

0845anleihen

03.11.2008 · Wirtschaft

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Ungarn stellt Anleihenmarkt für dieses Jahr ein

Nach den desaströsen Auktionen der vergangenen Wochen, wo sich kaum noch Käufer für ungarische Staatsanleihen fanden, bzw. Zinsen im zweistelligen Bereich geboten werden mussten, um Abnehmer zu finden, beschloss der Schuldendienst der Regierung ÁKK die Auktionen für 5jährige Schuldverschreibungen für November und Dezember abzusagen. Damit soll der Markt beruhigt werden, man hofft so im nächsten Jahr wieder zu normalen Konditionen zurückkehren zu können. Durch das Stabiliserungspaket sei eine Aufnahme von Geldern zu überhöhten Zinsen nicht notwendig, um die Liquidität des Landes zu sichern, wurde mitgeteilt.

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0845arbeitsmarkt

03.11.2008 · Wirtschaft

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Arbeitslose in Ungarn

Die Arbeitslosenquote in Ungarn ist für das dritte Quartal auf 7,7% (nach Eurostatmodus) gestiegen und lag damit 0,5 Punkte über dem Vorjahreswert. In den vergangenen Monaten waren demnach 327.000 Menschen ohne Arbeit, 10.500 mehr als ein Quartal zuvor und 20.800 mehr als noch vor einem Jahr, meldet das Statistische Amt in Budapest.

Die Zahl der Beschäftigten betrug 3.891 Mio, fast 30.000 weniger als ein Jahr zuvor. Die Beschäftigungsrate ist in Ungarn schon traditionell sehr niedrig und eine der geringsten in der ganzen EU. Besonders hoch ist in Ungarn dagegen die Jugendarbeitslosigkeit, in der Gruppe der 15-24jährigen hat jeder Fünfte keine bezahlte Beschäftigung. Die durschschnittliche Dauer der Arbeitslosigkeit hat sich auf fast 19 Monateverlängert, rund 50% der Arbeitslosen gelten als Langzeitfälle.

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0845china

03.11.2008 · Wirtschaft

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200 Milliarden USD-Investition aus China?

Viele wunderten sich, warum Wirtschaftsminister János Veres am vergangenen Mittwoch nicht bei der Verkündigung des IWF-WB-EU-Rettungspaketes anwesend war. Nun kam heraus, dass der Minister kurzfristig zu Geheimverhandlungen über ein Megaprojekt nach China geflogen war. Ungarische Medien kolportieren die für das Land fast unvorstellbare Summe von 200 Mrd. USD für eine zweiphasiges Projekt, in welchem die Chinesen das Magyarenland zu einer Art Expansionshub für ihre Unternehmen in Richtung Westeuropa ausbauen wollen. Viel konkreteres wurde darüber noch nicht bekannt, man weiss nur, dass die Shanghai Construction Group und die Chinesische Entwicklungsbank federführend sein sollen. Erst kürzlich wurde über die Pläne berichtet, das Flugfeld in Szombathely zu einem Cargo-Airport der Chinesen mit angeschlossenem Gewerbe- und Logistikpark auszubauen. Der Betrag von 200 Mrd USD wäre ein gigantischer für das Land kaum zu absobierender Geldberg, wenn man sich vor Augen hält, dass die Direktinvestitionen in den fast zwanzig Jahren seit der Wende insgesamt rund 100 Mrd EUR betrugen.

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0845gyoermuell

03.11.2008 · Wirtschaft

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Györ kämpft gegen Müllberge

Györ kümmert sich endlich um das latente Müllproblem der Region. Für 9,5 Mrd. Forint will die nordwestungarische Industriestadt einen Abfall-Recycling-Komplex errichten, der die Müllberge der Umgebung erheblich reduzieren soll. Rund 260.000 Einwohner der ca. 120 Vororte und umgebenden Gemeinden der Komitatshauptstadt sollen von dem Projekt profitieren. Ziel ist es bis Ende 2009 nur noch rund 40.000-50.000 Tonnen Restmüll auf Deponien bringen zu müssen, rund 160.000 Tonnen sollen recycelt oder weiterverwertet werden. Die EU trägt mit 6,5 Mrd. Forint den größten Teil der Investitionskosten für dieses Projekt.

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0845randale

03.11.2008 · Gesellschaft

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Fußballspiel endet im Gemetzel

Nationalistisch motivierte Gewalt zwischen Ungarn und Slowaken

Bei einem Fußball-Meisterschaftsspiel zwischen Dunajska Streda und Slovan Bratislava kam es in der Slowakei zu gewaltsamen Auseinandersetzungen mit nationalistischem Hintergrund. Nach den letzten Angaben wurden mehr als 50 Zuschauer verletzt, darunter sieben Personen schwer. Die Verletzten wurden teilweise mitten auf dem Feld versorgt, einige befinden sich derzeit noch im Krankenhaus, ihr Zustand ist zum Teil sehr kritisch. Die slowakische Polizei nahm 31 Personen fest, alle wurden nach Polizeiangaben am Sonntag Abend wieder entlassen. Motivationen und Hintergründe analysiert erläutert dieser lesenswerte Beitrag

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