(c) Pester Lloyd / 46 – 2008 KURZMELDUNGEN — gesammelte Meldungen dieser Woche aus dem Archiv.
0846aussenhandel
09.11.2008 · Wirtschaft
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Außenhandel liefert – noch – gute Zahlen
Das ungarische Außenhandelsdefizit erreichte im August 76 Mio EUR, im September konnte man hingegen, wie bereits fünfmal in diesem Jahr noch einmal einen Überschuss, im Sept. 141 Mio EUR Überschuss erwirtschaften. Im Gesamtjahr kommt Ungarn daher bis jetzt auf einen Handelsüberschuss von 166 Mio EUR. Die Exporte gingen zwar im August um 0.9, die Importe um 2,6% zurück, doch für das Gesamtjahr kann das Land noch mit einem Exportwachstum von 10,9% bilanzieren. Allerdings werden weiter negative Zahlen für das letzte Quartal erwartet. An der Spitze der Verkaufsschlager finden sich pharmazeutische Produkte, Baumaterial, Elektrogeräte sowie Stahlprodukte mit einem Wachstum zwischen 20-30%. Mehr als 20% wuchs das Handelsvolumen mit Österreich, Russland, Slowakei, Bulgarien und Rumänien, auch Serbien entwickelte sich gut. Wichtigster Handelspartner bleibt Deutschland. Importe stiegen am stärksten aus Russland, der Ukraine, Taiwan und China.
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0846emissionen
09.11.2008 · Wirtschaft
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Emissionen zurückgegangen
Die zentrale Energieagentur teilt mit, dass der Ausstoss schädlicher Treibhausgase von ungarischen Kraftwerken aufgrund umfassender Investitionen deutlich reduziert werden konnte. So wurde die Emmission von Schwefeldioxid von 198.000 Tonnen 2003 auf nur noch 13.700 Tonnen 2007 verringert. Insgesamt hat sich auch die Menge des erzeugten Stroms von 21 Mio Mwh auf 19,7 Mio Mwh positiv auf die Umwelt ausgewirkt, weil dadurch etliche kleine, ineffiziente und umweltschädigende Kraftwerke abgeschaltet werden konnten.
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0846praemien
09.11.2008 · Wirtschaft
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Prämien für Ministerialbeamte gekürzt
Im Rahmen der neuen Sparsamkeit der ungarischen Regierungen kürzte Ministerpräsident Ferenc Gyurcsány den jährlichen Prämienfonds für Minister und ihre Mitarbeiter per Dekret von 12 auf 2 Mrd Forint (8 Mio EUR). Insgesamt erhielten im vergangenen Jahr 6.200 Angestellte und Beamte der ungarischen Ministerien Prämien in Höhe von rund 3,5 Mrd. HUF. Höhere Beamte erhielten im Schnitt 2,8 Monatsgehälter zusätzlich als Bonuszahlungen.
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0846rechnungshof
09.11.2008 · Wirtschaft
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Auch Rechnungshof zweifelt an Budgetplan
Der Chef des staatlichen Rechnungshofes Ungarns hat Zweifel an der Haltbarkeit der von der Regierung vorgelegten Finanzplanung geäußert. Zwar seien die Wachstumsraten, bzw. die Stagnation weitgehend realistisch eingeschätzt worden, jedoch beruhten die Kalkulationen für die Ausgaben auf der Annahme, die Steuereinnahmen könnten auf dem gleichen Level wie 2008 gehalten werden. Vor allem bei den Unternehmenssteuern aber auch der Mehrwertsteuer werden sich aber bedeutende Abschläge einstellen, da das BIP bis zu 2,5% sinken und damit sowohl die Umsätze und Gewinne der Unternehmen als auch der Konsum reduzieren wird.
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0846wachstum
09.11.2008 · Wirtschaft
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-1% könnte noch zu optimistisch sein
Von August bis September ist die Industrieproduktion um 2,4% gesunken. Nur der Anfang einer massiven Rezession, fürchten Experten. Ungarn spürt die Vorboten der allgemeinen Weltwirtschaftskrise. So gesehen ist der Rückgang der Industrieproduktion von nur 0,7% im Jahresvergleich nur der Hauch eines beginnenden Rezessionssturmes, der Trend zeigt nach unten und man rechnet mit einer Verstärkung der negativen Indikatoren bis Jahresende. Gábor Ambrus, vom Wirtschaftsforschungsinstitut 4Cast in London sieht für Ungarn kaum Chancen, dem allgemeinen Abwärtstrend der Weltmärkte etwas entegen zu setzen. Dazu sei die Industrialisierung zu weit fortgeschritten, als dass sich das „Ex-Agrarland“ aus der Rezession heraushalten könne. “Unter den gegebenen Umständen ist die Prognose eines einprozentigen BIP-Rückgangs 2009 eher noch sehr optimistisch.“ Schließlich wirkten sich die Effekte des Finanzschocks erst verzögert in der Realwirtschaft aus.
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0847robinhoodsteuer
14.11.2008 · Wirtschaft
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Robin Hood-Steuer durchgewunken
8% Sondersteuer haben die größten und reichsten Energiekonzerne und -unternehmen des Landes zusätzlich zu ihren üblichen 16% Gewinnsteuern zu zahlen. Das Geld soll einem Energieausgleichsfonds der Regierung für bedürftige Familien zufließen, daher wird die Steuer auch Robin Hood-Steuer genannt. Das Gesetz passierte mit 190 zu 184 Stimmen das ungarische Parlament. Dank der Hilfe eines MSZP-Abtrünnigen und eines MDF-Politikers konnten auch die Stimmausfälle einiger Neoliberaler vom Ex-Koalitionär SZDSZ kompensiert werden. Ausgenommen von der Zusatzsteuer sind Kraftwerke unter 50 MWh und Produzenten von erneuerbaren Energien. Man erwartet sich in zwei Jahren rund 30 Mrd HUF (110 Mio EUR). Das Geld soll nicht nur für die Sozialverträglichkeit eingesetzt werden, sondern auch bei der weiteren Sanierung der energiefressenden Plattenbauten Verwendung finden.
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