(c) Pester Lloyd / 46 – 2009 KURZMELDUNGEN — gesammelte Meldungen dieser Woche aus dem Archiv.
Einzelunternehmen per Internet anmelden
11.11.2009 · Wirtschaft
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Einzelunternehmen in Ungarn per Internet anmelden
Anfang der Woche beschloss das ungarische Parlament einige Änderungen im Unternehmens- bzw. Gewerberecht und führte eine Art automatisierter Ich-AG ein. Die Regelung, die ab Januar 2010 in Kraft tritt, ermöglicht es Einzelpersonen als Einzelunternehmer ein Gewerbe online anzumelden und somit ohne größeren bürokratischen Voraufwand eine Geschäftstätigkeit zu starten. Bisher musste eine Art Gewerbeschein beantragt und genehmigt werden. Ab 2010 genügt einizg die Willenserklärung per Internet. Dabei kann sich der Unternehmer dazwischen entscheiden, ob er mit beschränkter (als Einzelunternehmen) oder unbeschränkter Haftung (als Einzelunternehmer) agieren will. Eine spätere Umwandlung z.B in eine Kft (GmbH) oder Bt. (KG) ist möglich. Das damit neu geschaffene Einzelunternehmen muss später nur per Notarsurkunde beglaubigt und beim Firmengericht eingreicht werden, die Genehmigung ist binnen 30 Tage zu erteilen. Eingetragenes Stammkapital unter 200.000 Forint (ca. 730 EUR) muss bar und sofort hinterlegt werden, bei höheren Einlagen können auch Produktionsmittel und andere Unternehmenswerte entsprechend bewertet und angerechnet werden.
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Runder Tisch gegen Rassismus
11.11.2009 · Gesellschaft
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Runder Tisch gegen Rassismus in Ungarn
Am 16. November tagt der ECRI, die „Europäische Kommission gegen Rassismus und Intoleranz“, eine EU-Institution in Budapest. In einer Art Rund-Tisch-Meeting im Novotel soll die Situation in Ungarn näher beleuchtet werden. Dabei geht es um ein breites Spektrum an Schrecklichkeiten: „rassistisch motiverte Gewalt, Rassismus im öffentlichen Leben, Fremdenhass, Antisemitismus und Intoleranz“. Untersucht werden soll dabei auch die Implementierung von wirksamen Rechtsnormen gegen solche Erscheinungen. Grundlage ist ein Bericht der ECRI, der alle paar Jahre erstellt wird und entsprechende Handlungsempfehlungen enthält. Ungarn wird in einigen legislativen Belangen gelobt, vor allem aber die Situation der Roma, ihr faktischer Ausschluss aus Bildung und Arbeitsmarkt, wird aber mit Besorgnis beobachtet. Auch das Anwachsen eines „Rassismus im öffentlichen Diskurs“ wird kritisiert. Das Programm der Veranstaltung und er Länderbericht können hier eingesehen werden.
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Ungarischer Versicherungsmarkt erholt sich sehr langsam
11.11.2009 · Wirtschaft
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Ungarischer Versicherungsmarkt erholt sich sehr langsam
Die Prämieneinnahmen der ungarischen Versicherungswirtschaft beliefen sich in den ersten 9 Monaten des Jahres auf 604 Milliarden Forint (nach heutigem Kurs gut 2,22 Mrd. EUR). Damit lag man 12,4% unter dem Einnahmestand im gleichen Zeitraum 2008. Im ersten Halbjahr betrug das Minus noch 13,3%, im ersten Quartal lag es sogar über 14%. Das teilt die Vereinigung der ungarischen Versicherungsunternehmen, MABISZ, mit. Die ungarische Tochter der Allianz bleibt mit 20,7% Anteil (124,5 Mrd. HUF) weiterhin Marktführer im Lande, gefolgt von Generali-Providencia mit 15,9%. Auf dem dritten Platz findet sich die Aegon Ungarn mit 10,5%. Die fünf größten Versicherer am Markt teilen sich exakt zwei Drittel der Prämieneinnahmen. Den größten, krisenbedingten Rückgang erlitten in den ersten drei Quartalen die Lebensversicherungen, mit einem Minus bei den Prämieneinnahmen von 21,3%, sogenannte unit-linked Versicherungen, also solche, deren Ertrag von den Schwankungen des dahinterstehenden Anlageprodukts abhängt, verloren sogar 26,4%. Der Nicht-Leben-Bereich ging nur um 2,6% zurück.
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Neues Shopping Center in Budapest eröffnet
12.11.2009 · Wirtschaft
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Neues Shopping Center in Budapest eröffnet
In Budapests 11. Bezirk ist das „Allee“, ein neues Shoppingcenter, eröffnet worden. Das Projekt der Immobiliendivision der ING Bank wird das einzige dieser Art und Größe 2009 sein. Zu den Mietern der 140 Einzelgeschäfte gehören die „üblichen Verdächtigen“. H&M hat hier auf 1.700 qm seine zweitgrößte Budapester Filiale eingerichtet, ebenso Marks & Spencer auf 1.300 Quadratmetern. Auch Zara, Mango, C&A und Electro World und ein Interspar sind vertreten. Neu in Ungarn ist der große Markentextilhändler Van Graaf, eine Tochter von Peek&Cloppenburg, der sein Landesdebüt im Allee-Center auf 4.200 qm gibt. Unvermeidlich für solche Shopping- und Entertainment-Tempel ist auch ein Kinokomplex mit dreizehn Sälen. 7.000 Quadratmeter Büros bereichern den ohnehin schon völlig überproportionierten Office-Markt der Hauptstadt. Knapp 90 Luxus-Appartements werden angeboten.
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Teuerung bei Konsumentenpreisen unter 5%
12.11.2009 · Wirtschaft
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Teuerung bei Konsumentenpreisen in Ungarn unter 5%
Die jetzt vom Statistischen Zentralamt vorgelegten Daten über die Entwicklung der Konsumentepreise (CPI) überraschen auf den ersten Blick positiv. Auf Jahresbasis hat sich im Oktober die Teuerung auf 4,7% verringert, im September waren es noch 4,9%. Billiger wurde vor allem Strom, Benzin und Dienstleistungen, die Lebensmittelpreise stiegen hingegen leicht an. Im Vorjahr lag die Inflationsrate zum selben Zeitpunkt bei 4%. Auch die Entwicklung im Oktober zeigt, dass die Erhöhung der Mehrwertsteuer um 5 Prozentpunkte im Juli bei weitem nicht den befürchteten Durchschlagseffekt auf die Preise zeitigte. Die Händler konnten diesen Preisanstieg nicht an ihre Kunden weiterreichen, ohne sie zu verlieren. Die Binnennachfrage ist ohnehin schon bescheiden. So hilft die (vorerst) eingebremste Inflation zwar den unteren Einkommensschichten ein wenig, doch kleine Händler bekommen Schwierigkeiten. Verlier gibt es eben immer. Nach der harmonisierten EU-Zählmethode (HICP) liegt die Inflationsrate in Ungarn jetzt bei 4,2% für das Gesamtjahr (Sep. 4,8) und die Preise fielen im Vergleich zum Vormonat um 0,2%.
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MOL startet Gasförderanlage in Pakistan
12.11.2009 · Wirtschaft
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MOL startet Gasförderanlage in Pakistan
Zehn Jahre nach den ersten Erkundungsschritten konnte die MOL, Ungarns größter Öl- und Gaskonzern, in dieser Woche ein Gemeinschaftswerk in Pakistan eröffnen. Das Werk befindet sich rund 200 km von der Hauptstadt entfernt und hat eine tägliche Förder- bzw. Aufbereitungskapazität von 8,6 Millionen Kubikmeter. Diese soll bereits im Dezember verdoppelt werden. Trotz der anhaltenden politischen und militärischen Unruhen im Lande ließ es sich der Ministerpräsident des Landes, Yusuf Raza Gilani, nicht nehmen, die Anlage persönlich einzuweihen. Pakistan ist auch der Mehrheitseigner des Joint ventures, die ungarische MOL ist mit etwas über 8% beteiligt, hat aber rund 100 der 185 Millionen USD Investitionen getragen. Die Mehrheit teilen sich staatliche und halbstaatliche pakistanische Konzerne. 350 Mitarbeiter werden in dem neuen Werk beschäftigt sein. Raza Gilani dankte den Ungarn für ihr Engagement und meinte, dass die Regierung „ihr bestes“ tun will, um die „sicher Tätigkeit“ des Werkes zu ermöglichen.
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