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Mordanschlag auf ungarischen „Bürgermeister“ in ukrainischer Stadt Ushgorod

(c) Pester Lloyd / 10 – 2014 NACHRICHTEN 05.03.2014

Mordanschlag auf “ungarischen Bürgermeister“ in ukrainischer Stadt Ushgorod

Oppositionsveranstaltung in Ushgorod / Ungvár in der Vorwoche Der amtierende Bürgermeister der 115.000 Einwohnerstadt von Ushgorod / Ungvár, Ukraine, Viktor Scsadej, wurde am Dienstagabend vor einer Bar von einem Unbekannten mit einem Messer niedergestochen und schwer verletzt, er liegt derzeit auf der Intensivstation des städtischen Krankenhauses und soll außer Lebensgefahr sein. Die Polizei hat für den Laufe des Tages eine Pressekonferenz mit Details angekündigt.

Bisher ist nur bekannt, dass Scsadej gegen 21 Uhr unweit einer Bar parkte und ihm ein Mann folgte, der mit dem Handy telefonierte und wegen einer Mütze kaum erkennbar war. Dieser stach mit einem Messer in den Brustbereich des Opfers. Ob die Tat einen politischen Hintergrund hat, ist noch unklar, aber nicht unwahrscheinlich. Der Stadtverodnete von Ungvár, Viktor Scsadej, von der Ungarnpartei UMDSZ, (rund 7% der 110.000 Eiwohner sind ethnische Ungarn) wurde erst vor einer Woche von der heterogenen Oppositionsbewegung zum amtierenden Bürgermeister ausgerufen, nachdem sein Vorgänger von der Janukowitsch-Partei fluchtartig das Rathaus räumte. Scsadej war einer der Führer der oppositionellen Proteste in der Stadt und auch schon 2004 bei der sog. „orangenen Revolution“ aktiv, was ihm den Beinamen „Che Guevara Transkarpatiens“ einbrachte. Ob er mit dem Namen auch bei den Speerspitzen der heutigen Bewegung reüssieren kann, ist nicht überliefert. Die Ungarn-Vertreter in anderen Städten und Gemeinden bemühen sich meist um Neutralität, tendierten aber wegen der höheren Toleranz gegenüber Minderheiten zuletzt mehr zur Janukowitsch-Partei, was z.B. zu einer gewaltsamen Erstürmung der Stadtversammlung in Beregszász / Berehowe durch “Rechten Sektor” und Konsorten führte.

Mehr zu den Auswirkungen des Konfliktes in der Ukraine auf Ungarn etc.

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