(c) Pester Lloyd / 34 – 2010 WIRTSCHAFT 23.08.2010
Obst- und Gemüseernte in Ungarn 2010: -30%
Ein knappes Drittel der diesjährigen Obst- und Gemüseernte in Ungarn ist wahrscheinlich ein Opfer für die Wettergötter geworden. Der entsprechende Fachverband spricht bei manchen Sorten in manchen Regionen von Verlusten bis zu 80%. Im Schnitt verlieren die Bauern rund ein Drittel ihrer Ernte und liegen damit beim Ernteertrag um rund die Hälfte unter dem Mittel der letzten Dekade. Paprika und Kohl haben die Stürme, Regenmengen und Hagelschauer noch am besten weggesteckt, schlimm sähe es aber für Bohnen und Tomaten aus. Die Einbußen bei Kirschen summierten sich auf 80%, bei Aprikosen, Pfirsichen und Pflaumen auf rund 30%. Die Apfelernte wird, wenn jetzt alles gut geht, rund 300.000 Tonnen einbringen, im letzten, auch nicht sonderlich starken Jahr, waren es noch 500.000 t. Die verarbeitende Wirtschaft, Safthersteller, Konserven und Tiefkühlverarbeiter rechnen mit rund 1 Mio Tonnen an Gesamtmenge, die zu verarbeiten sind, 2009 waren es noch 1,3 Mio t, 2008 1,5 Mio t. Auch die Weizen- und andere Getreideproduzenten sprechen von massiven Ernteverlusten wegen des sprunghaften Wetters und der Unwetter. Hagel hatte im Frühjahr auch einige Weinanbaugebiete heimgesucht.
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