(c) Pester Lloyd / 48 – 2009 POLITIK 27.11.2009
Ungarischer Oppositionsführer zu MTV, Atomkraft, Wahlduell
Fidesz-Chef und Oppositionsführer Viktor Orbán verspricht dem Staatsfernsehen MTV, dem gerade die öffentlichen Zuschüsse gestrichen worden sind, Hilfe nach der Wahl. MTV habe schon in den Jahren 1988 und 1989 bewiesen, dass es gut kämpfen kann. Man solle sich beim Sender keine großen Sorgen machen und bis zu den Wahlen durchhalten, verkündete er im Frühstücksfernsehen, dessen Chefredakteur übrigens ein guter Bekannter des Ex-Premiers ist. Hinsichtlich der Möglichkeit eines Fernsehduells vor den Wahlen mit seinem „Herausforderer“ Attila Mesterházy von den Sozialisten, gab sich Orbán bedeckt. „Wir sind noch weit davon (den Wahlen, Anm.) entfernt, wir sehen später weiter.“ Besonders überraschend waren seine Ausführungen über die Energiesicherheit des Landes. Russland werde behiflich sein, die Importabhängigkeit Ungarns auf dem Energiesektor zu verringern, meinte Orbán. Bezugnehmend auf sein Treffen mit Wladimir Putin am vergangenen Wochenende in St. Petersburg, avisierte der zukünftige Premier, dass er das Atomkraftwerk in Paks „erneuert und ausgebaut“ werden müsse. Da dies ein russischer Typ sei, ginge das natürlich auch nur mit russischer Hilfe. Der Gyurcsány-Bajnai-Regierung warf er regelmäßig zu große Nähe zu Russland vor.
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