(c) Pester Lloyd / 03 – 2017 NACHRICHTEN 17.01.2017
Die Regierung hat ihre öffentliche Kampagne gegen NGO´s verschärft, die von der Open Society Foundation des ungarischstämmigen Finanzinvestors George Soros unterstützt werden. Kürzlich gaben Orbán und andere Fidesz-Funktionäre bekannt, diese Organisationen „ausradieren“ zu wollen , weil sie „Migration promoten“ und gegen die Interessen Ungarns arbeiteten. Dagegen wolle man bald eine entsprechende Gesetzgebung vorlegen. Mehr dazu hier.
Das regierungsnahe Meinungsforschungsinstitut Századvég, das vor allem dadurch glänzt, Unsummen an Steuergeldern für fragwürdige Studien zu kassieren, lieferte passend eine Umfrage, wonach – völlig überraschend – eine große Mehrheit der Ungarn gegen „Soros-unterstützte NGO´s“ eingestellt sei. Noch heftiger griff Regierungssprecher Zoltán Kovács an.
Im TV-Sender ATV behauptete er, die NGO´s würden in einer „absurden Koalition“ mit „Terrororganisationen und Menschenhändlern konspirieren“, um „Einwanderer, die fast alles Wirtschaftsflüchtlinge sind, nach Ungarn einzuschleusen“. In Serbien hätten sie „Verbrechen begangen“, in dem sie „hunderte Einwanderer auffordeten gegen die ungarischen Grenzanlagen vorzugehen“. Er sei „Augenzeuge“ gewesen. Weitere Quellen oder Belege führte er nicht auf. Es sei klar, dass diese sogenannten „Menschenrechtsaktivisten“ in Wirklichkeit die ungarische Politik beeinflussen wollen, „obwohl sie niemand gewählt hat“.
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