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Tabak-Eis und faire Preise: Zu Besuch im Bock Bisztró in Budapest

(c) Pester Lloyd / 15 – 2010 BUDAPEST 12.04.2010

Tabak-Eis und faire Preise: Zu Besuch im Bock Bisztró in Budapest
Tabak-Eis und faire Preise: Zu Besuch im Bock Bisztró in Budapest

Tabak-Eis und faire Preise: Zu Besuch im Bock Bisztró in Budapest

Man hatte es erst mit einem Café, dann mit einem Leichte-Kost-Restaurant und danach mit Leerstand versucht. Jetzt ist das Bock-Bisztró dort eingezogen. Es ist nach dem gleichnamigen Spitzen-Winzer aus dem südungarischen Weinort Villány benannt, der auf der großen Ringstraße, im Erdgeschoss des traditionsreichen Royal-Hotel***** Korinthia, 2009 sein Lokal eröffnet hat.

Das Restaurant ist im mediterranen, leicht eleganten Bistrostil eingerichtet und immer sehr gut besucht. Die Atmosphäre ist sehr einladend, der Service aufmerksam, zuvorkommend und mehrsprachig. Das Preis-Leistungsverhältnis ist korrekt, obwohl die Portionen reichlich bemessen sind. Die Küche bietet mediterrane Gerichte, teilweise mit kräftigem ungarischem Akzent, der insbesondere in den paprizierten Suppen sowie bei den Lammhaxen mit großen Kartoffeln und viel Paprika-Zwiebel-Pilz-Sauce bei unserem Besuch zum Ausdruck kam.

Die Fischspeisen, herausragend die Sepia, kamen exzellent zubereitet auf den Tisch. Ebenso das Rindercarpaccio mit kunstvollen Gänseleberintarsien oder die auf den Punkt gegarte rosa Entenbrust mit schwarzen Beluga-Linsen in gewürztem Rahm.

Nicht in gleicher Weise überzeugten die Desserts: Die Crème-Brûlée zum Tabak-Eis war zu stabil geraten (es schmeckt wirklich leicht nach Zigarre, quasi als Ersatz für die Raucher, denen auch hier der qualmende Genuss nicht gestattet ist!). Die Mohn-Sahne-Crème kam viel zu süß und geschmacklich uninspiriert aus der ansonsten recht anspruchsvollen Küche. Zu empfehlen sind auch die Tapas, bei denen allerdings die Auswahl noch etwas gesteigert werden könnte. Neben den sehr gepflegten Weinen vom Spitzenwinzer Bock, werden die besten Rotweine Ungarns fachgerecht in einer umfangreichen Getränkekarte – auch als offene Weine – angeboten. Dieser gastronomische Lichtblick auf der ansonsten kulinarisch müden Straße ist ein Besuch wert. Wie lange, werden wir ja sehen… Bedauerlich ist nur, dass das einladende Restaurant sonn- und feiertags (wegen Reichtum?!) geschlossen hat.

H-1073 Budapest, Erzsébet krt. 43-49, Tel/Fax: 321-0340, [email protected]

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