Die Parlamentswahl 2026 in Ungarn entwickelt sich zu einer der spannendsten politischen Entscheidungen der letzten Jahrzehnte.
In unserem Liveticker verfolgen wir alle Entwicklungen im Wahlkampf: aktuelle Umfragen, politische Zuspitzungen, internationale Reaktionen und die entscheidenden Dynamiken zwischen Regierung und Opposition. Alle wichtigen Updates – fortlaufend aktualisiert.
Der Wahl-Monitor: Die Entscheidung in den Wahlkreisen
Das Ungarische Wahlsystem ist ein Mischsystem
Ungarn wählt sein Parlament nicht nach einem reinen Verhältniswahlsystem. Stattdessen ist es ein Mischsystem: Ein Teil der Abgeordneten wird direkt in Wahlkreisen gewählt, ein anderer Teil kommt über Parteilisten ins Parlament. Dadurch zählt also nicht nur der landesweite Stimmenanteil der Parteien, sondern auch, wer einzelne Wahlkreise gewinnt. Deshalb ist das ungarische System nur teilweise Proporz und kein klassisches reines Proporzsystem.
Die Verteilung der 106 Direktmandate bildet das mathematische und politische Rückgrat der ungarischen Legislative. Während die Landeslisten die proportionale Parteienpräferenz widerspiegeln, entscheiden die Einzelwahlkreise (OEVK) oft über die finale Regierungsmehrheit. Unser interaktives Wahlzentrum bietet eine systematische Aufbereitung der lokalen Machtverhältnisse, basierend auf den verifizierten Daten der Nationalen Wahlbehörde. Die nachfolgende Visualisierung ermöglicht eine differenzierte Betrachtung der regionalen Divergenzen und des daraus resultierenden politischen Gesamttableaus für die Legislaturperiode ab 2026.
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Live Ticker
27.04.2026 / 15:00
Tiszas Vorbereitungen für den Regierungsantritt auf Hochtouren
Mit den Fortschreiten des Machtwechsels beendet der Pester Lloyd seinen Ticker zur Wahl – wir hoffen Qualitativ berichtet zu haben – Es war uns eine Ehre! Es tickerten:
Jasper Reichardt
Mohsin Rasheed
Anna Breitling
18.04.2026 / 19:40
Wahlergebnis 2026: Verfassungsändernde Mehrheit für die Tisza-Partei offiziell
Nach Abschluss der offiziellen Auszählung steht das Endergebnis der Parlamentswahlen fest: Die Tisza-Partei unter Péter Magyar zieht mit 141 Mandaten (45 Liste, 96 Direktmandate) in das ungarische Parlament ein und sichert sich damit eine Zweidrittelmehrheit. Das Bündnis Fidesz-KDNP verliert massiv an Boden und besetzt künftig 52 Sitze (42 Liste, 10 Direktmandate). Die Partei Mi Hazánk zieht mit 6 Abgeordneten erneut ins Parlament ein. Damit endet nach 16 Jahren die Ära der Fidesz-Alleinregierung.
18.04.2026 / 10:05
Tisza-Partei steigt auf 140 Sitze
Der aktuelle Auszählungsstand von 99,09 Prozent korrigiert die Sitzverteilung zugunsten der Opposition. Die Tisza-Partei festigt ihre verfassungsändernde Mehrheit mit nunmehr 140 Mandaten. Das Regierungsbündnis Fidesz-KDNP verharrt bei 53 Sitzen, während Mi Hazánk unverändert mit 6 Abgeordneten im Parlament vertreten ist.
18.04.2026 / 10:00
In einem ersten TV Interview auf M1 rechnet Magyar mit den Staatsmedien ab
Magyar, der zuvor kein einziges Mal eingeladen wurde, kündigt in dem Interview – ohne jede persönliche Attacke wie er betont – an die Staatsmedien fundamental zu reformieren. Ein modernes unabhängiges Staatsfernsehen zu implementieren dass alle Parteien – Regierung sowie Opposition zu Wort kommen lässt und die systematischen „Lügen“ beendet.
17.04.2026 / 06:50
Listenmandate finalisiert – TISZA knackt die 3-Millionen-Marke
Bei einem Auszählungsstand von 98,93 % steht das Ergebnis der Parteilisten kurz vor dem Abschluss: Die TISZA-Partei sichert sich demnach 44 Listenmandate. Mit insgesamt 3.131.329 Stimmen (52,06 %) erzielte die Partei ein Rekordergebnis. Bemerkenswert bleibt das Gefälle zwischen den Inlandsstimmen (54,72 %) und der Briefwahl (13,85 %).
15.04.2026 / 10:30
Sándor-Palast: Magyar fordert Rücktritt des Präsidenten
Nach seiner Ankunft in der Präsidentschaftskanzlei erklärte Péter Magyar, Tamás Sulyok sei unwürdig, die nationale Einheit zu verkörpern oder als Hüter der Rechtmäßigkeit zu fungieren.
Der TISZA-Vorsitzende forderte den sofortigen Rücktritt des Staatspräsidenten unmittelbar nach der anstehenden Regierungsbildung.
15.04.2026 / 10:00
MTVA-Intervention: Reform oder Sendestopp
Péter Magyar kündigt nach seinem ersten Studiobesuch seit 1,5 Jahren das Ende der staatlichen „Propagandamaschine“ an. Die TISZA-Regierung plant, den Nachrichtendienst der öffentlich-rechtlichen Medien vorübergehend auszusetzen, bis deren Unabhängigkeit vollständig wiederhergestellt ist.
14.04.2026 / 22:29
Magyar behauptet in Pressekonferenz das Aussenministerium würde Dokumente schreddern
Man hätte damit begonnen – Auf Anweisung von Aussenminister Péter Szijjárto – Dokumente die ungute Verbindungen zu Russland, speziell im Sanktionsbereich, zeigen zu vernichten. Ausserdem wirft er dem scheidenden Premierminister Viktor Orbán vor, bisher keinerlei Informationen mit ihm geteilt zu haben – das sei unüblich in funktionierenden Demokratien bei Regierungswechsel.
14.04.2026 / 17:45
Durchbruch bei EU-Geldern
Péter Magyar und Ursula von der Leyen vereinbaren die Priorisierung der milliardenschweren EU-Mittel.
13.04.2026 / 18:45
Magyar drängt auf schnellen Machtwechsel
Péter Magyar hat nach seinem Wahlsieg einen raschen politischen Übergang gefordert und an Präsident Tamás Sulyok appelliert, das Parlament umgehend einzuberufen. „Es gibt keine Zeit zu verlieren“, erklärte der TISZA-Vorsitzende.
Magyar sprach von einem „beispiellosen Mandat“ und einem klaren Auftrag zum Systemwechsel. Mit der erreichten Zweidrittelmehrheit wolle man umfassende Reformen einleiten – Maßnahmen gegen Korruption, die Wiederherstellung der Gewaltenteilung sowie eine Begrenzung der Amtszeit des Ministerpräsidenten.
Außenpolitisch kündigte er einen pragmatischen Kurs an: Verträge mit Russland sollen überprüft werden, zugleich stellte er konstruktive Zusammenarbeit mit der EU in Aussicht. Ungarn solle wieder ein verlässlicher Partner werden.
13.04.2026 / 18:03
Die Internatinonale Rechte verliert mit Orbán ihr Schaufenster und ein Machtzentrum
Die Reaktionen sind verhalten, oft äußern sie direkten Phantomschmerz. Es ist ein Verlust weit über eine Wahl hinaus: Die behauptung Ungarn sei ein Modell für andere Länder in Europa ist Geschichte.
13.04.2026 / 16:45
Stimmungsbild der gestrigen Wahlparty der Tisza Partei
Anna Breitling war den ganzen Tag in Budapest unterwegs und hat ihre Eindrücke der Wahlsiegrede in einem Stimmungsbild zusammengefasst – mit vielen Photos.
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13.04.2026 / 12:11
Wie geht es nun weiter?
Es wird erwartet dass die Regierungsgeschäfte ungefähr einen Monat lang weitergehen, wie gewohnt – dann sollte die neue Tisza-Regierung vereidigt werden. Nach 16 Jahren Fidesz-Regentschaft mit ähnlichen Mehrheiten steht Magyar vor einem großen Haufen an demokratischen Lasten die es zu reformieren gilt.
Die Verfassungsändernde Mehrheit und der solidarische Wahlverzicht zahlreicher Konkurrenten haben Magyars Regierung einen klaren Auftrag dahingehend gegeben. Bereiche die dringend einer Redemokratisierung benötigen:
– Bildungswesen. Weg von nationaler Propaganda hin zu moderner humanistischer Bildung
– Wahlrecht. Die Fidesz hat sich ein System nach eigenen Bedürfnissen zurechtgeschnitten. Dass nur 3 Parteien im Parlament vertreten sind, ist klare Auswirkung des unfairen Wahlsystems.
– Medien. Ungarn hat keine pluralistische sondern eine gleichgeschaltete öffentliche Landschaft. Medien wie der PL erhalten keinerlei Förderung irgendeiner Art, kämpfen um das Überleben – Fidesz-Nahe Konglomerate haben die gefördert- & gleichgeschaltenen Zeitungen übernommen und zu Propagandamaschinen umfunktioniert – bezahlt mit teuren Regierungsinseraten.
– Rechtsstaat & Gewaltenteilung. Nicht nur dass Fidesz Marionetten installiert hat – ganze Mechanismen wurden geändert. Etwa dass nur mehr der oberste Gerichtshof den Präsidenten absetzen kann oder die Ernennung selbiger eigentlich unabhängig gedachter Organe durch die Regierung.
– Wirtschaft. Trotz Bekundungen der Fidesz, besonders wirtschaftsfreundlich zu sein ist die Realität eine andere: Ungarn liegt am Boden. Eine äußert ausgeprägte Vetternwirtschaft hat dazu geführt, dass vorallem Fidesz-nahe Konzerne Nutznießer sind – die „normale“ Wirtschaft kriecht dahin und ist von Wettbewerbsverzerrungen geprägt.
13.04.2026 / 11:56
Auszählung fast vollständig abgeschlossen – Absolute Mehrheit für Tisza, Kleinparteien schaffen Hürden nicht


13.04.2026 / 09:00
Endergebnis der Direktmandate: 92 von 106 Wahlkreisen gehen an Tisza
Die neue politische Landkarte Ungarns ist komplett. Von den 106 direkt gewählten Mandaten sicherte sich die Tisza-Partei 92 Sitze, während Fidesz-KDNP lediglich in 13 Wahlkreisen siegreich war. Ein Mandat entfiel auf Mi Hazánk. In der Gesamtabrechnung aller 199 Parlamentssitze (inklusive Landeslisten) erreicht die Tisza-Partei mit 137 Mandaten eine verfassungsändernde Zweidrittelmehrheit. Unsere interaktive Karte zeigt alle 106 Wahlkreis-Gewinner im Detail.

12.04.2026 / 22:17
Auszählungsstand 81.49% und Tisza führt beständig bei 137 Mandaten – einer absoluten Mehrheit
Wir beenden den Ticker für heute und sind morgen ab 10:00 wieder aktiv – Gute Nacht! In den nächsten Tagen werden wir Artikel, Analysen und Kommentare zur Einordnung und wie es nach dieser historischen Wahl mit dem Regierungswandel weitergeht, veröffentlichen.
12.04.2026 / 22:09
MKKP-Anhänger sprechen von „neuer Ära“
Anhänger der Magyar Kétfarkú Kutya Párt – der Zweischwänzigen Hundepartei- zeigen sich trotz schwachen Abschneidens optimistisch. Viele rechnen zwar nicht mit dem Einzug ins Parlament, sehen die Wahl jedoch als Beginn einer „neuen Ära“. Man ist noch zuversichtlich die wichtige 1% Hürde zu nehmen, aber ist ohnehin optimistisch.
Mehrere Wähler erklärten, man habe diesmal bewusst für die Tisza Párt gestimmt, um einen Regierungswechsel zu ermöglichen. In vier Jahren sehe man bessere Chancen unter faireren Bedingungen.
12.04.2026 / 21:59
Glückwünsche aus Budapest und Europa
Budapests Bürgermeister Gergely Karácsony hat der Tisza Párt zu ihrem „überwältigenden Sieg“ gratuliert und von einer großen Verantwortung gesprochen.
Auch international erhält Péter Magyar Unterstützung: Nach eigenen Angaben gratulierten ihm sowohl Emmanuel Macron als auch Manfred Weber telefonisch zum Wahlausgang.
12.04.2026 / 21:56
Hadházy in Zugló nur auf Platz drei
Ákos Hadházy hat im Budapester Wahlkreis 6 Zugló deutlich verloren und liegt nur auf dem dritten Platz. Bei rund 70,9 Prozent Auszählung kommt der unabhängige Abgeordnete auf 16,42 Prozent. Klar vorne liegt der TISZA-Kandidat György László Velkey mit 52,54 Prozent, gefolgt von Béla Radics (Fidesz-KDNP) mit 25,29 Prozent.
12.04.2026 / 21:52
Die Siegesrede von Magyar beginnt
Wir werden noch etwas weiterberichten und dann in den wohlverdienten Feierabend gehen. Ein langer und spannender Wahltag geht zu Ende. Die Endergebnisse liegen morgen vor. Der Ticker ist ab 10:00 wieder in Betrieb.
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Auszählungsstand 72.44% – Tisza weitet Vorsprung aus und hält nun 138 Mandate.

12.04.2026 / 21:45
Auszählungsstand 66.69% – Tisza nun bei 137 Mandaten
„Vége Orbán Viktor 16 éves kormányzásának“ auf dem Bildschirmen bei der Tisza Kundgebung – Das Ende von 16 Jahren Orbán-Regierung.
12.04.2026 / 21:34
Viktor Orbán verlässt mit Team unter Applaus die Bühne relativ schnell und hat nicht wirklich etwas gesagt
Es wurde kurz und knapp Gratulation an die Siegreiche Partei gegeben und eingestanden dass man keinen Regierungsauftrag erhalten habe – man werde trotzdem in der Opposition für Ungarn weiterarbeiten.
Anderswo kommen Gratulationserklärungen an das Ungarischce Volk ein, so zum Beispiel vom Vizepräsident des europäischen Parlaments Nicolae Stefannu.
I would like to congratulate the Hungarians, both from Hungary and from Transylvania, for their decision today. We need Hungary in Europe, and the European Union will stand by the Hungarian people. May God help the new governance be good for this country, which has been the guardian of Europe for more than a thousand years.
12.04.2026 / 21:25
Viktor Orbán betritt mit Team unter Applaus die Bühne und fängt seine Rede an
Bedrückte Mimik herrscht unter den Funktionären auf der Bühne.

12.04.2026 / 21:20
Auszählungsstand von 53.45% verfestigt Tisza Zweitdrittelmehrheit
Tisza bei 136/199 Mandaten
Fidesz bei 56/199 Mandaten
Mi Hazánk bei 7 Mandaten
DK mit 0 Mandaten mit 1.19% und 22,490 Stimmen
MKKP mit 0 Mandaten 0.78% bei 14,831 Stimmen
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12.04.2026 / 21:10
TISZA laut Projektion nun mit Zweidrittelmehrheit
Bei einem landesweiten Auszählungsstand von 45,71 Prozent deutet sich eine politische Zäsur an: Die Tisza Párt kommt nach aktuellen Berechnungen auf 135 der 199 Mandate – und damit auf eine verfassungsändernde Mehrheit. Fidesz-KDNP läge demnach bei 57 Sitzen, Mi Hazánk Mozgalom bei 7 Mandaten. Die Zahlen sind vorläufig, markieren jedoch eine dramatische Verschiebung der Kräfteverhältnisse mit vortlaufender Auszählung.
12.04.2026 / 21:07
Fidesz Kommunikationsdirektor Menczer deutlich im Rückstand
Tamás Menczer liegt im Wahlkreis Pest 3 klar hinter der Opposition. Bei 8,22 Prozent ausgezählter Stimmen kommt der Fidesz-Kommunikationsdirektor auf 33,37 Prozent. Deutlich vorne liegt die TISZA-Kandidatin Andrea Anna Bujdosó mit 58,93 Prozent. Zsuzsanna Borvendég von Mi Hazánk Mozgalom folgt mit etwas über fünf Prozent.
12.04.2025 / 20:51
Erleichterung und Freudentänze von Ungarn und Ungarinnen
„Die Schulfreundinnen meiner Schwester tanzen gerade auf’m Dorfplatz in Szentendre Freudentänze, mit Palinka“
12.04.2025 / 20:49
Auszählungsstand 29,21% – Tisza knapp vor absoluter Mehrheit

12.04.2025 / 20:47
Live von der Kundgebung der Tisza Partei – Partystimmung, kaum bis kein Mobilfunk
Das Netz ist hoffnungslos Überlastet und wir können leider keine Videos oder Bilder schicken derzeit. Die Stimmung ist nun äußersts positiv. Tisza liegt bei 47,8%, Fidesz bei 43,7% – es werden die Ergebnisse von eingehenden Wahlbezirken livegestreamt. Erste Glückwunschbekundungen an gewinnende Kandidaten kommen von Kandidaten die ihr Mandat verlieren.
12.04.2025 / 20:40
Ein Wahlsieg der Tisza steht fest – verfassungsändernde Mehrheit fraglich
Ob die 133 Mandate für eine verfassungsändernde Mehrheit erreicht werden ist noch nicht abzusehen – es würde der Partei die Möglichkeit geben zahlreiche verfassungsändernde Gesetze der Fidesz rückgängig zu machen ohne auf die Stimmen anderer Parteien angewiesen zu sein – womöglich nur der Option der rechtsradikalen Mi Haźank.
12.04.2025 / 20:35
Vorsprung der Tisza baut sich mit fortlaufender Auszählung aus
Stand jetzt sind circa 16% der Stimmen ausgezählt. Die Zweischwänzige Hundepartei MKKP rechnet damit ab der Hälfte der ausgezählten Stimmen einzuziehen – derzeit sieht es noch nicht danach aus.
12.04.2025 / 20:28
Mandatsverteilung prognostiziert – Deutliche Mehrheit für Tisza
110 Mandate für Tisza
71 Mandate für Fidesz-KNDP
9 Mandate für Mi Hazánk

12.04.2026 / 20:21
Erste Ergebnisse – langsame Auszählung
Die ersten Teilergebnisse der Parlamentswahl liegen vor – bei einer sehr niedrigen Auszählungsquote von 1,37 Prozent. Nach Angaben des Nationalen Wahlbüros führt Fidesz-KDNP mit 53,28 Prozent, gefolgt von der Tisza Párt mit 38,68 Prozent. Dahinter liegen Mi Hazánk Mozgalom (6,11 %), die Demokratikus Koalíció (0,74 %) und die Magyar Kétfarkú Kutya Párt (0,57 %). Bei derart niedriger Auszählung sind noch keine belastbaren Trends ableitbar.
Die Wahl verzeichnete mit 77,8 Prozent eine Rekordbeteiligung.

12.04.2026 / 20:07
Auszählungsstand 3.5% – noch kein Belastbares Ergebnis
Wir tragen die detailierten Ergebnisse in unsere interaktive Karte ein sobald wir diese erhalten. Laut Exitpolls Tisza 54-55% Fidesz 38-40%, Mi Hazánk 4-5% – mehr als 81% Wahlbeteiligung in Budapest – absoluter Rekord.
Nationalliste:
3.34% Auszählungsstand
FIDESZ-KDNP53.18%
TISZA 38.68%
Mi Hazánk 6.11%
DK 0.74%
MKKP 0.57%
Andere 149

12.04.2026 / 20:00
Magyar spricht von „Demokratiefest“ und warnt vor Wahlbetrug
Péter Magyar hat sich kurz nach Wahlschluss in Budapest vor Anhängern geäußert und die hohe Beteiligung als „Fest der Demokratie“ bezeichnet. Ebenso berichtete der TISZA-Vorsitzende von tausenden gemeldeten Unregelmäßigkeiten und kündigte rechtliche Schritte an. „Wer Wahlbetrug begangen hat, wird zur Rechenschaft gezogen“, sagte er. Magyar zeigte sich vorsichtig optimistisch und betonte, man wolle „keine Umfragen gewinnen, sondern die Wahl“.
12.04.2026 / 19:50
Erste Ergebnisse aus Budapest – Magyar mahnt zur Ruhe
In Budapest liegen erste ausgezählte Ergebnisse vor. Oppositionsführer Péter Magyar ruft die Öffentlichkeit zur Besonnenheit auf.
„Ich bitte alle, ruhig und gelassen zu bleiben und sich nicht provozieren zu lassen – weder von staatlicher Seite noch durch Propaganda. Gott segne Ungarn.“
12.04.2026 / 19:46
Noch wenig Besuch bei der Fidesz Kundgebung
Langsam kommen aber mehr Menschen
12.04.2026 / 19:44
Sulyok erklärt Wahl für abgeschlossen
Parlamentspräsident Tamás Sulyok hat die Parlamentswahl 2026 offiziell für beendet erklärt. Die Wahlbeteiligung lag laut ihm bei 77,8 Prozent.
Das Ergebnis werde – unabhängig vom Ausgang – ein legitimes Mandat für die politische Richtung Ungarns darstellen.
12.04.2026 / 19:39
Jubel auf der Tisza Kundgebung bei Präsentation der Exitpolls des Median Institut

12.04.2026 / 19:35
Erste Exitpolls liegen vor – Erdrutschieg für Tisza mit bis zu 17% Vorsprung gegenüber der Fidesz
Laut Median gewinnt Tisza 137 und Fidesz 63 Mandate. In Prozentpunkten heißt das für Tisza 55% und Fidesz rund 37%. MH schafft den Einzug, DK und MKKP verfehlen.
12.04.2026 / 19:20
Unsere Redakteurin Anna Breitling hat einen Platz in der Ersten Reihe der Tisza Kundgebung ergattert
Der Platz ist sehr gut gefüllt, die Sonne geht unter und die Stimmung ist positiv gespannt. Alle warten auf die Verkündung des erwarteten Wahlsiegs.


12.04.2026 / 19:15
Spitzenbeteiligung in Magyars Wahlkreis
Im Budapester Wahlkreis 03, in dem Péter Magyar gegen Attila Steiner (Fidesz) und Zsolt Gréczy (DK) antritt, lag die Wahlbeteiligung um 18:30 Uhr bei rekordverdächtigen 85,64 %. Insgesamt knackten zehn Budapester Wahlbezirke die 80-Prozent-Marke; die geringste Mobilisierung in der Hauptstadt verzeichnete der Wahlkreis 02 (Teile des V., VIII. und IX. Bezirks) mit 72,89 %.
12.04.2026 / 19:07
Hadházy warnt vor Wahlmanipulation
Der unabhängige Abgeordnete Ákos Hadházy mahnt zur Besonnenheit und warnt via Facebook vor möglichem Wahlbetrug durch das „hybride Regime“. Er verwies auf aktuelle Propaganda-Narrative über Provokateure und betonte, dass in einem solchen System Manipulationen bis zuletzt nicht auszuschließen seien.
12.04.2026 / 19:05
Die historische und richtungsweisende Wahl in Ungarn 2026 ist geschlagen
Gespannt wird überall – auch mit hohem internationalen Interesse – auf Ungarn geblickt und auf die Ergebnisse gewartet.
12.04.2026 / 19:00
Aus und vorbei! Die Stimmabgabe endet, die Wahllokale schließen
Ausschließlich Wähler die bereits im Lokal sind (oder draußen anstehen) können noch wählen. Die Auszählung beginnt unverzüglich – in einer Stunde ist mit ersten Ergebnissen zu rechnen. Wir werden unsere interaktive Mandatkarte so schnell wie möglich mit den Ergebnissen synchronisieren.
12.04.2026 / 18:55
Aus Bayern zur Stimmabgabe angereist
Rund 90 Ungarn sind aus Bayern eigens zur Wahl angereist, weil sie der Briefwahl nicht vertrauten.
Ein Wähler aus der Region um Garmisch-Partenkirchen berichtet, viele ungarische Arbeitsmigranten hätten sich bewusst für die persönliche Stimmabgabe entschieden. Neben Rückkehrern aus Bayern seien auch Ungarn aus Stuttgart und sogar von der französischen Riviera zur Wahl erschienen.
Pester Lloyd Umfrage – Offen bis um 19:00
Wenn heute Parlamentswahlen wären, wem würden Sie ihre Stimme geben?
- TISZA (48%, 126 Stimmen)
- MKKP (15%, 40 Stimmen)
- FIDESZ (15%, 39 Stimmen)
- DK (15%, 39 Stimmen)
- Unabhängige (zb. Ákos Hadházy) (7%, 19 Stimmen)
- Andere (0%, 1 Stimmen)
- MH (0%, 0 Stimmen)
Wähler insgesamt: 264
12.04.2026 / 18:50
Rekord: Wahlbeteiligung bei 74,23 Prozent
Bis 17 Uhr haben bereits 5.587.935 Bürger ihre Stimme abgegeben – das sind rund 747.000 mehr als zum gleichen Zeitpunkt im Jahr 2022. Damit wurde bereits zwei Stunden vor Schließung der Wahllokale der historische Gesamttagesrekord von 70,53 % aus dem Jahr 2002 gebrochen.
12.04.2026 / 18:46
Vorort bei der Tisza-Kundgebung
Es herrscht hoher Andrang, auch in der Ubahn ist dichtes Gedränge. Die Rede Péter Magyars wird spiegelgleich wie die Orbáns kurz nach Bekanntgabe der ersten Ergebnisse um 20:00 erwartet.

Ein milder und sonniger Frühlingsabend geht in ein spannendes Finale. Die Stimmung ist äußerst gut.


12.04.2026 / 18:30
Es gibt in der regierungskritischen jüngeren Bevölkerung ein oft vernommenes ernstgemeintes Motiv der Migration nach Europa im Falle eines weiteren Fidesz Wahlsiegs
Viele Menschen sprechen davon dass sie ihre Koffer prophylaktisch bereits gepackt hätten und Ungarn verlassen werden, sollte Fidesz abermals die Mehrheit auf demokratischen Wege erreichen.
12.04.2026 / 18:18
Die Wahllokale schließen in 42 Minuten – die Auszählung beginnt sofort und die ersten Ergebnisse werden um 20:00 verlautbart
Insgesamt waren rund 7,5 Millionen Ungar im Inland sowie über 500.000 Auslandsungarn stimmberechtigt.
12.04.2026 / 18:16
Die Fidesz Pressekonferenz ist vorbereitet – Viktor Orbáns Rede wird nach Bekanntgabe der ersten Resultate erwartet
Gemäßigter Andrang, es sind Menschen vorallem in den Lokalen und Pubs rund um den Bálna unterwegs, aber ansonsten keine Vorkommnisse.
12.04.2026 / 18:13
Schauspieler Feri Hujber warnt vor Stimmenkauf
Der Schauspieler Feri Hujber hat sich nach eigenen Angaben als freiwilliger Wahlbeobachter in Salgótarján engagiert, um möglichen Stimmenkauf zu verhindern. In einem Video spricht er von „dem größten Wahlbetrug der letzten 16 Jahre“ und wirft Fidesz vor, Stimmen in strukturschwachen Regionen mit Geld, Brennholz, Drogen und Drohungen zu beeinflussen. Belege für diese Vorwürfe legte Hujber vorerst nicht vor.
12.04.2026 / 18:07
Während Fidesz Vertreter von „Bürgerkrieg“ reden, hält Magyar auf Instagram ein Erdmännchen für politische Zwecke in die Höhe
Die systematische Angstmache der Fidesz trifft auf demonstrative Harmlosigkeit seitens der Tisza.

12.04.2026 / 17:32
Bombendrohungen unterbrechen Wahlbetrieb in Miskolc und Pécs
In Miskolc wurde ein Wahllokal im Gárdonyi-Géza-Kulturzentrum evakuiert, nachdem Polizei und Sprengstoffspürhunde das Gebäude überprüften. Der Betrieb konnte nach rund 30 Minuten wieder aufgenommen werden, nachdem kein Sprengstoff gefunden wurde.
Ein ähnlicher Vorfall ereignete sich in Pécs, wo eine telefonische Drohung zur kurzzeitigen Unterbrechung der Abstimmung führte. Auch dort blieb die Durchsuchung ohne Ergebnis, die Wahl wurde fortgesetzt.
12.04.2026 / 17:21
Politischer Direktor der Fidesz Bálazs Orbán streut Wahlmanipulationsvorwürfe via Facebook
Speziell die Erwähnung von Drohnen und Waffen – ohne jeden Beleg irgendeiner Art dahingehend – irritiert. Die Fidesz scheint sich auf eine Niederlage und anschließende Anfechtung vorzubereiten.
„Es gibt Berichte über Stimmendiebstahl und aggressive Aktionen. Sie versuchen zu bestechen, sie schikanieren, sie werden verrückt an der Wahlkabine, sie benutzen Drohnen, um mit Waffen auf die Straße zu gehen. Wir lassen das nicht zu! Bewahren wir den Frieden und die Sicherheit Ungarns!“
12.04.2026 / 17:06
Tisza Partei Kundgebung lockt mit „Regime Changer Lager“ Bier um 1490 Forint
Die Bierbänke sind bereits gut gefüllt. Währenddessen war im Internet die offizielle Website der Wahlbehörde www.valasztas.hu kurzfristig für neue User nicht erreichbar aufgrund ebenfalls hohem Andrangs.
12.04.2026 / 16:45
Rechtsextreme Mi Hazánk Partei mit rassistischen Verschwörungstheorien
Die rechtsextreme ParteiMi Hazánk Mozgalom hat am Wahltag mit extremen Aussagen für Empörung gesorgt. Vertreter der Partei sprachen von „Zigeunern, die in Bussen herumgefahren werden“ und behaupteten, „Analphabeten“ würden die Wahl entscheiden. Die Partei kündigte an, entsprechende Vorwürfe mit Fotos belegen zu wollen. Konkrete Nachweise liegen nicht vor. Die Wortwahl ist unverkennbar völkisch-rassistisch und fügt sich nahtlos in die seit Jahren dokumentierte Hass-Rhetorik und Agitation der Partei gegenüber der Roma-Minderheit. Laut aktuellen Umfragen gilt ein Einzug ins Parlament als wahrscheinlich.
12.04.2026 / 16:34
Orbán mit einer letzten Videobotschaft an noch Unentschlossene
Viktor Orbán hat einen letzten Aufruf zur Wahl mit altbekannten Themen und Motiven auf Facebook veröffentlicht. Fidesz sei die sichere Wahl, Tisza wolle Ungarn in den Krieg ziehen und sei eine Anti-Patriotische Wahl, Fidesz würde die Interessen der einfachen Ungar vertreten und für leistbare Energie und Lebenskosten stehen.
12.04.2026 / 16:19
In Szeged gibt es Warteschlangen vor Wahlbüros

12.04.2026 / 15:55
Klara Dobrev von der DK sowie Zweischwänzige-Hundepartei (MKKP) Kandidat Tamás Bombicz haben gewählt
Zweiterer erschien im Bademantel und mit Zahnbürste im Mund zur Stimmabgabe.

12.04.2026 / 15:49
Wahlbeteiligung konstant höher als bei früheren Wahlen
Es zeichnet sich eine Rekordbeteiligung ab – Tendenziell ist das positiv für die Opposition, die in der Vergangenheit weit unter dem Mobilisierungspotential von Nichtwählern geblieben ist.

12.04.2026 / 15:16
Tisza bereitet sich auf eine Siegeskundgebung vor dem Parlament vor
Ab 20:00 liegen die ersten Ergebnisse vor und die Vorbereitungen am Kundgebungsplatz laufen. Unabhängig vom Ergebnis wird erwartet, dass Budapest einen recht schlaflosen Abend haben wird.

12.04.2026 / 15:10
Es wurden über 700 Wahlverstöße gemeldet – Allerdings hauptsächlich durch Fidesz Funktionäre
Die Vermutung, dass Gründe die Wahl anzufechten gesammelt werden sollen, liegt nahe – von tatsächlich relevanten Wahlverstößen ist dem PL keine Meldung bekannt. Ebenso sollen einigen nicht näher genannten Tisza-Funktionäre von Kaputzenmännern in ländlichen Gegenden geradezu verfolgt worden sein – es mehren sich Meldungen aus Fidesz-Kreisen wonach vor Blockaden und Demonstrationen der Tisza-Anhänger gewarnt wird – Womöglich bereitet man sich auf ein Anfechtungs-Narrativ vor. Wir blicken auf einen ungewissen Abend. Es mehren sich die Zeichen dass Fidesz eine Wahlniederlage nicht kampflose akzeptieren wird.
12.04.2026 / 15:02
János Lázár wirft der Tisza vor heute Nacht einen Bürgerkrieg starten zu wollen
Aus dem Blauen und ohne jeden Beleg behauptet János Lázár in einer Videoaussendung, die Tisza wolle heute oder morgen einen „Bürgerkrieg“ anzetteln. Die Äußerungen können als Anfang einer Anfechtungs-Kampagne der Wahl durch die Fidesz gesehen werden.
12.04.2026 / 14:24
Offizielle Updates zu außergewöhnlichen Vorkommnissen
Aktuelle Meldungen zu besonderen Ereignissen und technischen Zwischenfällen in den Wahllokalen können fortlaufend auf der offiziellen Seite des Nationalen Wahlbüros (NVI) untervalasztas.hu (Nemzeti Választási Iroda) eingesehen werden.
12.04.2026 / 13:12
Hunderttausende Briefstimmen bereits eingegangen
Laut NVI wurden rund 293.000 Stimmen per Post abgegeben, über 232.000 davon bislang als gültig eingestuft.
12.04.2026 / 12:00
Beteiligung explodiert auf 37,98 Prozent
Die Wahlbeteiligung hat sich binnen zwei Stunden mehr als verdoppelt und liegt deutlich über dem Niveau von 2022; Spitzenwerte in Pest und Békés.
12.04.2026 / 10:22
Stimmung in Budapests Wahllokalen gut
Beim Augenschein in einem Wahllokal im 7. Bezirk bei der Óvodák Fővárosi Gyakorló Schule herrscht gute Stimmung – eine anonyme Wählerin kommentierte gegenüber dem Pester Lloyd:
We want regime change. We are excited for today and tomorrow, also a little bit afraid. There might be demonstrations, but i dont think there will be violent escalations.


12.04.2026 / 10:12
Mobiles Wählen noch bis Mittag beantragbar
Wähler mit eingeschränkter Mobilität können die mobile Wahlurne noch bis 12 Uhr beantragen – online oder über Bevollmächtigte. Voraussetzung ist eine nachvollziehbare Begründung.
12.04.2026 / 10:06
MSZP Ágnes Kunhalmi spricht von Regimewechsel
Ágnes Kunhalmi hat nach ihrer Stimmabgabe öffentlich von einem angestrebten Machtwechsel gesprochen.„Ich habe bereits für den Regimewechsel gestimmt“, schrieb die MSZP-Politikerin auf Facebook.
Kunhalmi hatte ursprünglich im Budapester Wahlkreis 8 kandidieren wollen, zog ihre Kandidatur jedoch Anfang April zugunsten der Opposition zurück.
12.04.2026 / 09:56
Protest bei Orbán-Pressekonferenz
Bei der Stimmabgabe von Viktor Orbán im Wahlkreis Budapest 4 kam es zu einer kleinen Gegenkundgebung.
Während der anschließenden Pressekonferenz traten mehrere Demonstranten mit Schildern wie „tovarisi konyec“ – russisch für „Es ist vorbei, Genossen“ und „dosvidanye , zudem wurde symbolisch ein Flugticket Budapest-Moskau gezeigt. Orbán selbst zeigte sich unbeeindruckt, sprach von einem „Siegesauftrag“ und rief zur weiteren Mobilisierung auf.
12.04.2026 / 09:50
Petér Szijjárto hat gewählt – Fico wünscht sich einen Fidesz Wahlsieg
Aussenminister Szijjárto wurde mit Gattin bei der Stimmabgabe abgelichtet – ähnlich Viktor Orbán wirkt die Körperhaltung beklommen.
Der Präsident der Slowakei, Rober Fico, hat in einer Botschaft zum Wählen der Fidesz aufgerufen, auch von Serbiens Premier Alexander Vucic wurde eine Empfehlung vernommen – damit die Letzten in einer Riege von internationaler autokratischer Wahlwerbung für Orbán.
12.04.2026 / 09:37
Rund 900 internationale Beobachter registriert
Nach Angaben des Nationalen Wahlbüros (NVI) verfolgen rund 900 internationale Beobachter die Parlamentswahl – ähnlich viele wie 2022. Die größten Delegationen stellen die OSZE und ihre Parlamentarische Versammlung, daneben sind unter anderem der der Europarat sowie mehrere EU-Fraktionen vertreten.
12.04.2026 / 09:06
Viktor Orbán hat seine Stimme abgegeben
Ebenso Petér Magyar sowie Grünen-Kandidat Tordai Bence, der im Vorfeld seine eigene Kandidatur zugunsten eines Oppositionellen Wahlsiegst zurückgezogen hat- Magyar beschwört eine Schicksalswahl und kommentiert, dass es knapp werden könnte und jede Stimme wichtig sei.
12.04.2026 / 08:41
Rekordwahlbeteiligung zeichnet sich ab
Frühmobilisierung sprengt historische Marke . Pest und Hajdú-Bihar führen Beteiligung an
Der Wahlauftakt in Ungarn verzeichnet eine außergewöhnlich hohe Mobilisierung: Bereits um 7 Uhr lag die landesweite Beteiligung laut Nationalem Wahlbüro (NVI) bei 3,46 Prozent und damit deutlich über dem bisherigen Höchstwert von 1994 (2,5 Prozent). Spitzenreiter sind die Komitate Pest (3,97 %) und Hajdú-Bihar (3,87 %), während Budapest mit 3,45 Prozent leicht unter dem Durchschnitt bleibt. Schlusslicht ist Borsod mit der geringsten Frühbeteiligung.
12.04.2026 / 07:40
Wir berichten live den ganzen Tag im Schichtbetrieb – Vorort sind wir in Budapest unterwegs
Guten Morgen! Die ersten Wahllokale öffneten sich bereits um 06:00 und die letzten werden sich um 19:00 schließen. Die ersten Ergebnisse werden um ca. 20:00 erwartet. Es wird ein äußerst spannender Sonntag – nach einem Wahlkampf der bombastischen Art erwartet Ungarn einen, so man unabhängigen Umfragen und der Stimmung in der Bevölkerung glauben schenken mag, Erdrutschsieg der Opposition.
11.04.2026 / 19:35
Am gestrigen Abend war der Budapester Heldenplatz brechend voll
Vorort in Budapest ist die Stimmung sehr hoffnungsvoll – aber auch gespannt. Auf einem Konzert von 60 KünstlerInnen versammelten sich zigtausende Menschen um Regierungskritik zu zelebrieren.
Ein Besucher kommentiert gegenüber dem Pester Lloyd so:
Viele der Anwesenden seien junge Menschen, die ohnehin gegen Orbán eingestellt seien. Entscheidend werde sein, wie sich ältere Wählerinnen und Wähler verhielten. Gleichzeitig äußerte er Zweifel daran, ob Orbán eine mögliche Wahlniederlage akzeptieren würde: „Ich bin gespannt und befürchte gleichzeitig, was am Sonntag und Montag hier in Budapest passieren wird.“
11.04.2026 / 19:03
Die Deadline für zahlreiche mit der Wahl zusammenhängende Anträge und Formulare erlischt
Wer sich etwa noch in einem neuen Bezirk registrieren will, kann das bereits nicht mehr – die Frist ist verstrichen. Rein formal-rechtlich möglich sind jedoch das Bestellen einer Abholung von Wahlstimmen und damit zusammenhängende Anfragen – bis spätestens Mitternacht.

11.04.2026 / 17:11
Russisches investigatives Portal Meduza berichtet Kreml bereite sich auf Wahlniederlage Orbáns vor
Wie Meduza berichtet glaubt man im Kreml offenbar nicht mehr an eine Wahlsieg, selbst in den durch Gerrymandering aufgehübschten Direktwahlen ist die Erwartung schlecht. Es wird ein Farbrevolution-Narrativ vorbereitet, demnach die Wahl vonseiten des Westens manipuliert worden sei. Das schließt sich inhaltlich/thematisch nahtlos an Orbáns Wahlthematik von einer Brüsselgesteuerten Opposition an.
09.04.2026 / 13:44
Tisza-Partei vor verfassungsändernder Mehrheit
Die jüngste Medián-Erhebung zur Parlamentswahl am 12. April indiziert einen historischen Machtwechsel. Péter Magyars Tisza-Partei erreicht 48 Prozent Zustimmung, während der Fidesz bei 30 Prozent stagniert. Diese Daten korrelieren mit einer potenziellen Zweidrittelmehrheit von 138 bis 143 Mandaten; die Regierungspartei fiele auf 49 bis 55 Sitze zurück.
07.04.2026 / 09:14
US-Vizepräsident Vance zur Wahlkampfunterstützung für Orbán in Budapest eingetroffen
Kurz vor den Parlamentswahlen am Sonntag signalisiert die Trump-Administration durch den Besuch von JD Vance massive Rückendeckung für den amtierenden Premierminister. Angesichts des Umfragehochs der oppositionellen Tisza-Partei unter Péter Magyar dient die Visite der ideologischen Mobilisierung und Festigung der illiberalen Achse.
06.04.26 / 13:11
Sabotageverdacht: Orbán beruft Verteidigungsrat ein
Sechs Tage vor der Wahl am 12. April wurde Sprengstoff an einer TurkStream-Station in Serbien entdeckt. Ministerpräsident Orbán ordnete umgehend militärischen Schutz für den ungarischen Pipeline-Abschnitt an. Während die Regierung vor Sabotage warnt, spricht Oppositionsführer Péter Magyar (TISZA) von einer „False-Flag-Operation“, um angesichts der TISZA-Führung in aktuellen Umfragen Wählerängste zu schüren.
03.04.2026 / 22:00
Unterwegs in Budapest: Anssichtssache über die Wahlplakatwälder
03.04.2026 / 17:06
JD Vance‘ Staatsbesuch am 7ten und 8ten April wird Budapest großflächig lahmlegen
Der Besuch der vorallem der Wahlkampfhilfe der Fidesz diehnt, führt zu Beeinträchtigungen des Stadtverkehrs. Angesichts des Irankriegs ist der politische Nutzen für Orbán fraglich, aber der große Vorsprung der Tisza lässt auch kaum Alternativen.
03.04.2026 / 13:25
Párbészed-Politiker Tordai Bence zieht Kandidatur zurück – Weg frei für Tisza-Kandidat Koncz
Der Grünen-Politiker Tordai Bence hat am Freitag seine Rücktrittserklärung im strategisch wichtigen Wahlbezirk Budapest 04 offiziell eingereicht. Tordai löst damit sein Versprechen ein, nachdem sein 72-Stunden-Ultimatum an den Tisza-Herausforderer Áron Koncz ergebnislos verstrichen war.
Tordai begründete den Schritt mit der notwendigen Konsolidierung der Oppositionsstimmen: Ein Verbleib im Rennen hätte laut Umfragen einen wahrscheinlich sicheren Sieg des Fidesz-Kandidaten durch eine Aufteilung der Stimmen bedeutet. Trotz massiver Kritik an der Eignung seines Konkurrenten ordnet Tordai sein Mandat dem übergeordneten Ziel der Regierungsablösung unter.
02.04.2026 / 16:21
Ein Whistleblower aus dem Verfassungsschutz bezichtigt die Regierung der Operationen gegen die Oppostion
Die Affäre um einen Verfassungschutzbeamten, der über versteckte politisch einschlägige Operationen gegen die Tisza-Partei seitens des Verfassungsschutz berichtet, kommt zur heissesten Phase des Wahlkampfs. Die Regierung dreht das Narrativ abermals um: Bence Szábo sei ein Doppelagent und für die Ukraine tätig.
01.04.2026 / 22:29
Neue Umfrage des Republikon Institut sieht eine mögliche Rekordwahlbeteiligung und einen ausgebauten Vorsprung von Tisza
01.04.2026 / 17:30
Ungarn Thema internationaler Comedysendungen
Die beliebte amerikanische Daily Show mit John Oliver hat eine Spezialsendung über Ungarn veröffentlicht, anlässlich der baldigen Wahl. Auch die ORF-Latenight Show „Gute Nacht Österreich“ hat dem Wahlkampf im Nachbarland eine Sendung gewidmet.
Das geleakte Gespräch zwischen Péter Szijjarto und Sergeij Lawrow wirf einen enormen Schatten
Aussenminister Szijjarto erklärt sich darin bereit einem Freund und Oligarchen des Russischen Regimes (Alischer Burchanowitsch Usmanow), der auf der Sanktionsliste der EU steht, einen Gefallen zu tun und zusammen mit der Slowakei die Streichung seiner Schwester Gulbakhor Ismailova von der Sanktionsliste zu beantragen.

31.03.2026 / 16:01
Párbeszéd-Abgeordnete Tordai Bence stellt Ultimatum an Fidesz-Kandidaten und will anderfalls selbst zurücktreten
Der Grünen-Abgeordnete Tordai Bence hat auf Facebook in einem langen und emotionalen Posting seinen Rückzug binne 72 Stunden angekündigt, sollte sein Tisza-KontrahentÁron Toncz nicht selbst zurücktreten. Grund ist eine in Umfragen äußerst knappe Ausgangslage, die Nahelegt, dass die Fidesz gewinnen könnte, sofern nicht einer der beiden den Rückzug ankündigt. Tordai Bence hält seinen Kontrahenten zwar für gänzlich ungeeignet, will aber nötigenfalls einen opossitionellen Sieg ein nötiges Opfer zollen.
28.03.2026 / 16:43
Russische Desinformationskampagne verbreitet Fakenews über ukrainisches Attentat auf Orbán
Wie Politico.eu berichtet verbreitet die russische Trollfabrik „Matryoshka“ professionell erstellte Fakevideos und verstärkt diese mit tausenden von Bot-Accounts und kommentaren. Angeblich seien ukrainische Staatsangehörige beim Versuch eine Bombe auf Viktor Orbáns Anwesen zu platzieren zu Tode gekommen.
28.03.2026 / 13:45
Briefwahl startet – mehr als 500.000 Registrierte
Die Abgabe der Stimmen via Briefwahl für registrierte Auslandsungar ist angelaufen.
27.03.2026 / 08:12
Regierung diffamiert Investigativen Journalisten Szabolcs Panyi als ukrainischen Spion
Nachdem Panyis Recherchen nahelegen dass Außenminister Péter Szijjarto während Pausen in EU-Ratssitzungen vertrauliche Informationen an Russlands Außenminister Sergeij Lawrow weitergegeben haben soll, versucht nun die Regierung das ungünstige Narrativ umzudrehen: Panyi sei ein ukrainischer Spion.
25.03.2026 / 17:02
Oppositionskandidat der MSZP tritt zurück und macht Weg frei für Tisza
Zoltán Vajda, der 2022 ein individuelles Mandat gewonnen hat und in der MSZP-Fraktion sitzt, kündigte an, dass er bei den Parlamentswahlen 2026 nicht antreten werde. Er will damit verhindern dass sein Wahlkreis womöglich der Fidesz in die Hände fällt.
Orbán Regierung blockiert Gaslieferungen an Ukraine
Orbán hat unterdessen eine Gasblockade Ungarns gegen die Ukraine angekündigt, bis die Druzhba-Pipeline wieder funktioniert. Die Wiederinbetriebnahme verzögert sich abermals – Orbán spricht von einer gezielten politischen Blockade und Erpressung, Die Opposition wirft Orbán Fake News vor und fordert ihn zur Begehung der Pipeline auf.
Medián-Umfrage sieht enormen Tisza Vorsprung und geänderte Erwartungshaltung
Eine von hvg.hu veröffentliche Umfrage sieht eine veränderte Erwartungshaltung der Ungar: eine relative Mehrheit erwartet nun einen Wahlsieg der Tisza. Sogar eine Zweitdrittelmehrheit im Parlament erscheint im Raum des Möglichen.
24.03.2026 / 22:50
Ein relativ ruhiger Dienstag im heissen Wahlkampf
Der Dienstag hatte keinen berichtenswerten Vorkommnisse zu bieten – ein seltener Moment im äußerst polarisierten und von Spannungen geprägten Wahlkampf.

23.03.2026 / 18:37
Scheinattentat auf Orbán? Brisanter Washington Post Bericht
Wie die Washington Post berichtet hat der russische Auslandsgeheimdienst erworgen ein Scheinattentat auf Viktor Orbán zur Beeinflußung der Wahl vorzubereiten. Auch wird im Artikel behauptet Außenminister Péter Szijjárto soll EU-Interne Diskussionen an den Russischen Außenminister Sergej Lawrow weitergereicht haben.
Internationales rechtes Spitzentreffen CPAC in Budapest
Derweil hat sich die internationale Rechte in Budapest zum CPAC 2026 Kongress zusammengefunden – und unisono die Wichtigkeit der Amtsführung Viktor Orbáns beschworen.
21.03.2026 / 14:38
Fragmentierte Opposition und angespannte Stimmung
Der Wahlkampf spitzt sich weiter zu, die Opposition ist fragmentiert. Ákos Hádhazy ruft zur Exkursion nach Hatvanpuszta auf und Orbán ist mit dem Sager von „Brüsseler Fallschirmjägern“ über Ungarn am Ende möglicher rhetorischer Überhöhungen angekommen.
Neueste unabhängige Umfragen sehen die Tisza weiterhin mit einem großen Vorsprung vor der Fidesz, eine absolute Mehrheit ist aber unwahrscheinlich. Kleinpartein wie die Zweischwänzige-Hundepartei, die Demokratische Koalition oder die rechtsextreme Mi Házank zittern um den Einzug.
09.03.2026 / 16:46
Offene Einflußnahme der russischen Botschaft
Die russische Botschaft in Ungarn äußert sich überraschend in einem öffentlichen Facebookposting addressiert an Péter Magyar zum Wahlkampf. Auslöser war eine Frage (ohne jede Erwähnung von Magyar) von RTL an den Botschafter im Zuge von Hinweisen auf Wahleinmischung durch das investigative Portal VSquare.
09.03.2026 / 15:28
Beschlagnahmter Geldtransporter bringt Ukrainebeziehungen vom Regen in die Traufe
Der Eklat rund um den beschlagnahmten Geldtransporter entschärft sich etwas mit der Freilassung der 7 Ukrainischen Begleitpersonen. Der Ölpreis-Schock durch den Irankrieg verschärft allerdings die Energiepolitische Misere Ungarns besonders und Orbán versucht das derzeit im Zusammenhang mit der immernoch stillstehenden Druzhba-Pipeline in Wahlkampfmomentum umzumünzen.
Zelenskys polemisch-unterschwellige Drohung gegen Orbán spielt diesem derweil in die Karten – ein taktischer Fehler Zelenskyis im unfreiwilligen Wahlkampf, so man will.
06.03.2026 / 07:34
Zelenskys Drohung und Orbáns Reaktion
Die ungarische Regierung bläst eine unbedachte Äußerung des ukrainischen Präsidenten politisch zur „Todesdrohung“ gegen Viktor Orbán auf, um von eigenen Blockadepolitiken abzulenken. Während die technische Öl-Transitfrage zur nationalen Krisenerzählung stilisiert wird, versucht die Opposition, einen moderaten Mittelweg im diplomatisch zerschlagenen Porzellan zu finden.
03.03.2026 / 22:21
Aufforderung an Orbán die Druzhba-Pipeline zu besichtigen
Ein offener Brief Péter Magyars fordert Viktor Orbán dazu auf die Druzhba-Pipeline zu begehen sowie entweder über die kolportierte unmittelbare Kriegsgefahr eingehend zu informieren oder die Angstmache zu unterlassen.
Die eigentliche politische Auseinandersetzung in der Gesellschaft findet auf sozialen Medien statt, wo Orbán reichweitenstärkster bleibt, aber von Magyar zunehmend aufgeholt wird.
01.03.2026 / 23:45
Der Irankrieg verschärft die Kriegsgefahr-Rhetorik der Regierung weiter. Glaubt man dem gleichgeschaltet verbreitetem Narrativ dann geht es für Ungarn um das Verhindern eines aufgezwungenen Kriegsbeteiligung Ungarns in der Ukraine – Thematiken der Opposition werden gänzlich ignoriert und eine Auseinandersetzung findet nicht statt.
25.02.2026 / 17:42
Der Wahlkampf dreht sich im Fidesz Narrativ voll und ganz um den Ukraine-Krieg und dem Drohgespenst einer Ungarischen Beteiligung.
24.02.2026 / 00:00
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Ich glaube Viktor Orban wird heute gewinnen