(c) Pester Lloyd / 15 – 2011 WIRTSCHAFT 12.04.2011
Die landwirtschaftlichen Erzeugerpreise in Ungarn bleiben weiter im stetigen Aufwärtstrend. Auf Jahresbasis zogen die Preise im Agrasektor um 47,5% (Februar zu Februar) an, damit beschleunigte sich die erzeugerseitige Teuerung nochmals um knapp 8 Prozentpunkte gegenüber den Januarzahlen, meldete das Statistische Zentralamt in Budapest, KSH. Damit steigen die Preise bereits seit einem Dreivierteljahr ohne Unterbrechung und folgen damit dem spekulativen Geschehen auf den Welt- und Regionalmärkten. Besonders stark waren wieder die Anstiege beim Getreide- und Futtermittelpreis, sie lagen im Februar bei 68% binnen zwölf Monaten, während Schlachtvieh und tierische Produkte durchschnittlich um 13,3% anzogen. Im Januar lagen diese Kennziffern noch bei 57,6% bzw. 10,5%.
Extrem ist der Anstieg bei Getreide für die Nahrungsmittelerzeugung, der sich exakt verdoppelte, Weizen schlug hier sogar mit einem Plus von 140% zu Buche, im Februar kostete eine Tonne Weizen in Ungarn durchschnittlich 73.400 Forint (ca. 276 EUR) und liegt damit sogar deutlich über dem (stark schwankenden) Weltmarktpreis von derzeit ca. 250 EUR. (Stand 11.04.).
Mais kostete rund 81% mehr als vor einem Jahr, 206.- EUR / t. Ölfrüchte stiegen um 61%, Kartoffeln um fast 70%, Obst um 40%. Schlachtrinder legten um 35,3% zu, während Schlachtschweine auf hohem Niveau nur 4,3% teurer wurden. Geflügel ist 16,2% teurer, die Milchpreise zogen um 22,5% an, Eier wurden hingegen 6,5% billiger. Mehr Hintergründe zu den ansteigenden Agrarpreisen
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