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West End Center in Budapest ist abbezahlt

(c) Pester Lloyd / 43 – 2010 NACHRICHTEN 29.10.2010

Die TriGranit Gruppe, einer der größten Immobilienentwickler Ungarns und der CEE-Region freut sich darüber, nach zehn Jahren die Refinanzierung des riesigen Einkaufspalastes am Budapester Westbahnhof, West End City Center, geschafft zu haben. Rund 400 Mio EUR konnte man an das Banksyndikate unter Führung der Deutsche Pfandbriefbank zurückzahlen, mit von der Partie waren die K&H Bank, die MKB (Bayern LB), die OTP und die Unicredit (Bank Austria). Mit diesem Projekt, so die Manager, habe nicht nur das Unternehmen, sondern ganz Ungarn an Vertrauen gewonnen. Chef und Mehrheitseigner der TriGranit ist Sándor Demján, der als reichster Mensch in Ungarn gilt und sich nun über noch mehr Nettozuflüsse freuen kann. Seit dem Ausbruch der Krise gelang es TriGranit Finanzierungen von 800 Mio. EUR für die verschiedenen Projekte auf die Beine zu stellen, die wichtigsten sind dabei das Bonarka City Center in Krakow sowie das Arena Centar in Zagreb. Insgesamt hat man Objekte im Wert von rund 4 Mrd. EUR im Portfolio.

Das Westend City Center war lange das Flagschiff der großen Shopping-Mall-Welle, die in den Neunzigern über Ungarn herinbrach und bis heute anhält. Eröffnet 1999, umfasst es 50.000 qm Verkaufsflächen, 21.000 qm Büros, das Hilton Hotel und einen 22.000 qm Garten auf dem Dach. Während andere, neuere Projekte Probleme haben, ihre Verkaufsflächen zum vollen Preis an den Mann zu bringen, lief das West End, auch und vor allem wegen seiner zentralen Lage, von einer kleinen Schwächephase abgesehen, immer recht gut, ob es ein Segen für die Einkaufskultur und die Urbanität der Altstadt ist, ist freilich eine ganz andere Fragestellung…

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