(c) Pester Lloyd / 45 – 2009 WIRTSCHAFT 03.11.2009
Wohnungsbau in Ungarn bricht weiter massiv ein
Die Zahl der Baugenehmigungen für Privathäuser / -wohnungen in Ungarn ist im driten Quartal extrem gefallen. 40% beträgt der Rückgang bei der Ausstellung der Baugenehmigungen, 23% bei der Fertigstellungsrate im Vergleich zum dritten Quartal 2008. Von Januar bis September kamen insgesamt 20.270 neue Wohneinheiten auf den Markt bzw. wurden fertiggestellt. Das ist zwar nur 1% weniger als bis zum September 2008, hängt aber in erster Linie mit den Auswirkungen des Baubooms bis Mitte letzten Jahres zusammen. Sowohl bei den Eigenbauern als auch den Investoren z.B. von Wohnparks war der Rückgang fast gleich stark (25, bzw. 22%). Die durchschnittliche Größe einer Wohneinheit betrug um die 90 Quadratmeter.
Der Einbruch auf dem Wohnmarkt trifft vor allem die kleinen Städte in Nordost- und Zentralungarn, Budapest war am wenigsten betroffen. Bei gewerblichen Bauten ging die Nachrage sogar um 37% bei der Zahl der Genehmigungen zurück, bezogen auf die beantragte Fläche war es ein Minus um 24,4%. Vor allem industrielle Flächen gingen über 40% zurück. Lediglich bei Büroflächen war der Rückgang relativ moderat, -8% auf rund 540.000 Quadratmeter. Dieser Markt liegt dennoch am Boden, nur konnten oder wollten die Investoren hier keinen kostspieligen Rückzieher mehr machen.
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